Auf der Erfolgswelle: Trainer Christian Feicht feierte gestern mit seinem SC Weßling den sechsten Sieg in Serie. Mit 63 erzielten Treffern ist der derzeitige Tabellenzweite das mit Abstand torhungrigste Team der Kreisklasse 1.
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Auf der Erfolgswelle: Trainer Christian Feicht feierte gestern mit seinem SC Weßling den sechsten Sieg in Serie. Mit 63 erzielten Treffern ist der derzeitige Tabellenzweite das mit Abstand torhungrigste Team der Kreisklasse 1.

KREISKLASSE 1 kompakt

Weßling bleibt dank Brugger dran - Inning verliert spät - Oberalting siegt kampflos gegen GSC

  • VonChristian Heinrich
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Der SC Weßling bleibt durch den Kantersieg in Puchheim oben dabei. Der SV Inning hat mal wieder verloren. Gauting konnte gegen Oberalting nicht antreten.

FC Puchheim – SC Weßling 1:5 (1:1)

Tore: 0:1 P. Feicht (FE/13.), 1:1 Lutz (FE/41.) 1:2 Waechter (55.), 1:3 Prammer (60.), 1:4 Brugger (64.), 1:5 Brugger (75.) – Rote Karte: Wali/FCP (31., Notbremse)

„Es war kein schönes Spiel“, räumte Christian Feicht nach dem klaren Erfolg in Puchheim ein. Dass die Mannschaft des Weßlinger Trainers trotz erheblicher personeller Probleme gewann, hat sie auch ihrem starken Willen zu verdanken. „Wir haben es in der zweiten Halbzeit viel cleverer gespielt“, sprach der SCW-Coach von einer klaren Steigerung. Im ersten Abschnitt war der Sportclub durch einen an Jakob Brugger verursachten und von Patrick Feicht verwandelten Strafstoß in Führung gegangen.

SC Weßling: Joker Jannik Lutz legt auf und trifft selbst

Als die Platzherren nach einer halben Stunde Salar Wali wegen einer Notbremse gegen Moritz Ottofülling einbüßten, wusste der Tabellenzweite mit dem nummerischen Vorteil zunächst nichts anzufangen. Zu allem Überfluss fing er sich noch den Ausgleich durch Jannik Lutz ein, der einen Elfmeter versenkte. Mit der Einwechslung von Tim Oliver Prammer wurde es dann deutlich besser. Zunächst bereitete er das 2:1 von Robin Waechter durch einen langen Einwurf vor, dann traf er selbst auf Vorlage von Patrick Feicht. Mit einem Doppelschlag schraubte Jakob Brugger das Ergebnis in die Höhe. Die Vorlagen kamen jeweils von Feicht und Prammer.

SV Inning – VfL Egenburg 1:2 (0:0)

Tore: 0:1 Szczepurek (57./FE), 1:1 Groß (82.), 1:2 Berglmeir (87.)

„Die brechen nicht ein, die machen immer weiter.“ Peter Rothamel war voll des Lobes für die starke Vorstellung der Egenburger. Der kommissarische Abteilungsleiter des SV Inning durfte nach 82 Minuten sogar von einem Unentschieden gegen die Malocher vom VfL träumen, doch dann schlugen die Gäste drei Minuten vor dem regulären Ende durch Maximilian Berglmeir noch einmal unbarmherzig zu. „Es war ein intensives Spiel von beiden Seiten“, sagte Rothamel über eine starke Begegnung, in der seine Mannschaft in der Anfangsphase noch klare Vorteile besaß.

Unachtsamkeit bringt SV Inning um Punkte

Danach kam der Verein für Leibesübungen besser auf. Aber erst nach einem von Daniel Schmid verursachten Foulelfmeter gelang den Gästen durch Alessandro Szczepurek die Führung. Die Platzherren rappelten sich nach dem Rückstand bald wieder auf und kamen durch Raphael Groß, der nach einem abgeblockten Schuss von der Strafraumgrenze traf, zum verdienten Ausgleich. Doch es reichte nicht zum Unentschieden, weil sich die Inninger zum Schluss eine Unachtsamkeit in der Abwehr leisteten, die dem Gegner schließlich noch den Siegtreffer ermöglichte.

TSV Alling – TSV Gilching-A. II 0:3 (0:1)

Tore: 0:1 Wiedemann (16.), 0:2 Lindermeier (73.), 0:3 Hornung (81./FE) – Gelb-Rot: Tirabasso/TSVA (82., wiederh. Foulspiel)

„Es war wichtig, dass wir nachlegen“, stellte Robert Brand nach dem Auswärtssieg in Alling klar. Der Trainer der Gilchinger Reserve konnte zwar nicht auf denselben hochkarätigen Kader wie beim furiosen 3:0-Erfolg gegen den TSV Oberalting zurückgreifen, doch beim Derby am gestrigen Sonntagnachmittag gegen den TSV Alling waren nicht so sehr spielerische Fähigkeiten gefragt, sondern Kampf und Leidenschaft. Nach einem sehr nervösen Auftakt sorgte Quirin Wiedemann mit seinem Treffer dafür, dass langsam etwas Ruhe und Sicherheit in die Aktionen seiner Mannschaft einkehrten.

TSV Gilching-Argelsried II: Lindermeier und Hornung sorgen für Entscheidung in Alling

„Wir wussten, dass Alling ein Spiel schnell entscheiden kann“, sagte Brand, der stets eine latente Angst verspürte, plötzlich ins Hintertreffen zu geraten. Mit dem 1:0 im Rücken fiel den Gilchingern aber manches leichter, obwohl es nach wie vor Phasen mit sehr viel Leerlauf gab. Als „ein bisschen zu fahrlässig“ tadelte Brand die Spielweise seiner Elf. Der gelangen durch Paul Lindermeier und mit einem verwandelten Foulelfmeter von Lukas Hornung noch zwei Treffer, um einen weiteren Dreier im Kampf um den Aufstieg in trockene Tücher zu bringen.

TSV Oberalting-Seefeld – Gautinger SC X:0

Irgendwie ließ die Spielabsage gegen Oberalting Uwe Lehner dann doch kein gutes Gewissen. „Es tut uns leid für die Liga, drei Punkte so liegen gelassen zu haben“, entschuldigte sich der Trainer des Gautinger SC. Er selbst hatte keine andere Wahl, als den Seefeldern die Punkte kampflos zu überlassen. Die ohnehin dramatische Personalsituation beim Sportclub hatte sich nach der Partie am vergangenen Dienstag gegen den 1. SC Gröbenzell noch einmal verschärft. Zu den vielen Verletzten gesellten sich noch zwei weitere Spieler. Als sich am Freitagmorgen noch drei andere Kicker bei Lehner meldeten und über diverse Blessuren klagten, ließ sich der Coach auf keine Kompromisse mehr ein.

„Die Gesundheit der Spieler geht vor.“

Uwe Lehner vom TSV Oberalting-Seefeld.

„Die Gesundheit der Spieler geht vor“, stellte er klar. Für ihn hätte es keinen Sinn gemacht, auf gut Glück nach Oberalting zu fahren und eventuell nur mit acht oder neun einsatzfähigen Spielern dazustehen. Während Lehner von einer „Ausnahmesituation“ sprach, konnte Thomas Dötsch die Lage an der Würm nicht ganz nachvollziehen. „Das ist schon ein wenig erstaunlich.“ Der Trainer des TSV räumte jedoch ein, „nicht ganz unfroh“ über die Spielabsage zu sein, schließlich fehlten auch ihm gleich sieben Stammkräfte. Der Sportclub hätte also eine gute Chance gehabt, wenn er denn eine Mannschaft zusammengebracht hätte.  hch

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