Manuel Feicht absolviert am Sonntag sein vorerst letztes Spiel.
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Manuel Feicht absolviert am Sonntag sein vorerst letztes Spiel.

Coach Christian Feicht bedient sich bei Reserve und A-Jugend

SC Weßling trotzt zahlreichen Ausfällen - Manuel Feicht macht sein letztes Spiel

  • VonChristian Heinrich
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Es ist vorerst das letzte Spiel von Manuel Feicht für den SC Weßling. Nur noch das Derby am Sonntag gegen den TSV Oberalting-Seefeld wird der Defensivexperte absolvieren, dann verabschiedet er sich beruflich in die Schweiz.

Weßling – „Er wird uns sehr fehlen“, sagt sein Vater Christian. Für den Trainer des Fußball-Kreisklassisten ist es nicht die erste Personalie, die er in dieser Saison lösen muss.Während der Sommerferien hatte er ständig damit zu kämpfen, Ersatz für die zahlreichen Urlauber und Verletzte in seinen Reihen zu finden. „Es ist nervig, es zieht viel Energie“, so der Coach. Er sehnt sich danach, endlich eine Mannschaft einspielen zu können, die konstant die nächsten Aufgaben angeht.

Obwohl Christian Feicht ständig improvisieren musste, läuft es bisher ganz gut für sein Team. Als erste Mannschaft der Kreisklasse 1 knöpfte der Sportclub am Samstag dem einsamen Spitzenreiter TSV Geiselbullach ein Unentschieden ab. In seinen bisherigen sieben Begegnungen musste sich der Tabellendritte nur der Reserve des SC Olching geschlagen geben. Die Weßlinger verloren nach einer 2:0-Führung nicht nur drei Punkte in allerletzter Minute, sondern auch Tim Oliver Prammer (zweifacher Bänderriss im linken Sprunggelenk) und Luis März-Vorisek (Bruch im Schulterbereich). Zu den beiden Langzeitverletzten gesellt sich noch Paul Polte, der mittlerweile sein Studium wieder aufgenommen hat.

Trio kann nur dosiert trainieren - Spieler aus Reserve und A-Jugend müssen aushelfen

Eine Lösung muss Feicht aber auch für seine angeschlagenen Spieler finden. Patrick Feicht (Fersenprobleme), Benedikt Huber (Leistenbeschwerden) und Marius Sturm (Schienbeinentzündung) plagen sich mit Blessuren herum und können nur dosiert trainieren. Deshalb fehlte auch der Offensive gegen Geiselbullach der letzte Tick, um das Feld als Sieger zu verlassen. Christian Steffen und Hannes Reuter sind nach ihren Verletzungen noch nicht vollständig belastbar, während Yannick Neurath nach vier Wochen Urlaub gegen Geiselbullach schon zum Einsatz kam.

Dem Trainer blieb deshalb nichts anderes übrig, als neue Kräfte für die erste Mannschaft zu gewinnen. Aus der Reserve zog er Mika Langmann hoch, während er sich von den A-Junioren Benjamin Belliveau auswählte. „Bisher haben wir es kompensieren können“, sagt Coach Feicht. Er lobt seine Spieler, die trotz körperlicher Beschwerden weiterhin durchhalten oder ihre Chance nutzen. In die Mannschaft spielte sich mit Finn Wallraff ein weiterer Junior, den vorher niemand auf dem Zettel hatte. Feicht ist zuversichtlich, dass er mit seinem Kader weiterhin gut arbeiten wird. „Es sind Alternativen da.“

Viel passieren darf nicht mehr, wenn der SCW die Tuchfühlung zur Tabellenspitze halten will. Nach dem Derby warten Emmering, Gilching, Alling und Gröbenzell. Schonzeit haben die Weßlinger keine mehr.  

(hch)

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