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Da kommt Freude auf: Die Fußballer des SC Weßling sind plötzlich Spitzenreiter in der Kreisklasse 1.

Drei Punkte am grünen Tisch

„Schaut irgendwie geil aus“ - SC Weßling über Nacht Tabellenführer

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Der SC Weßling hat am grünen Tisch vom Sportgericht drei Punkte aus der Partie gegen Germering zugesprochen bekommen. Damit rückt die Elf von Florian Schober an die Tabellenspitze vor. 

WeßlingDie frohe Botschaft musste Martin Jakob sofort seinem Bruder Michael per SMS mitteilen. „Schaut irgendwie geil aus“, schrieb der Fußball-Abteilungsleiter des SC Weßling zur aktuellen Tabelle der Kreisklasse 1, die sein Amtsvorgänger mit einem Daumen-hoch-Zeichen beantwortete. Der erste Platz ist in der Tat ein erhebendes Gipfelerlebnis für den Sportclub, nachdem er in der vergangenen Saison fast abgestiegen wäre.

Dass die Mannschaft von Trainer Florian Schober seit der Nacht zum Mittwoch auf einmal auf Rang eins geführt wird, ist einer Entscheidung am grünen Tisch geschuldet. Das Sportgericht wertete die Partie vom 23. September beim SV Germering, die der neue Spitzenreiter damals mit 0:1 verloren hatte, nun als 2:0-Sieg. Dank dieses Urteils bauten die Weßlinger ihren Kontostand um drei Zähler auf 36 Punkte aus.

Ausschlaggebend für den plötzlichen Zuwachs war ein formeller Fehler, der den Germeringern in Verbindung mit dem elektronischen Spielberichtsbogen (ESB) unterlief. Statt Tugay Aksoy, der in der Aufstellung mit der Nummer neun aufgeführt war, lief Puya Nematkhah auf, der ebenfalls für den Sportverein spielberechtigt ist. Auf die Änderung machten die Germeringer den Schiedsrichter vor der Partie auch ordnungsgemäß aufmerksam. Allerdings versäumten sie es, wenigstens eine Bedingung zu erfüllen, die der Paragraph 33 der Spielordnung, der den ESB zum Inhalt hat, vorsieht. Darin heißt es, dass sich ein Spieler, der nicht auf der offiziellen Aufstellung eingetragen ist, vor der Partie mit Spielerpass oder Lichtbildausweis beim Unparteiischen vorstellen muss. Es ist aber auch möglich, die eigene Identität bis eine Viertelstunde nach der Begegnung nachzuweisen, wenn der Spieler beim Referee entsprechend vorstellig wird.

Nach Anhörung aller Seiten kam das Sportgericht zu der Auffassung, dass dies nicht, wie in der Spielordnung verlangt, geschehen sei. „Die Verpflichtung liegt beim Verein“, erklärte Martin Jakob, warum nicht der Schiedsrichter für dieses Versäumnis die Verantwortung trägt. Der SCW-Abteilungsleiter findet das Urteil „schon ein bisschen hart“, kann damit aber gut leben. „Für Germering ist es bitter, für uns ist es gut.“ Der Sportverein verlor drei seiner bis dato erwirtschafteten 14 Punkte und stürzte auf den vorletzten Tabellenplatz ab. Insofern ist es nachvollziehbar, dass der Abstiegskandidat gegen das Urteil Einspruch erheben möchte. Wird es aber bestätigt, behält der Sportclub seinen aktuellen Vorsprung von neun Punkten auf den TSV Fürstenfeldbruck West und den den SV Inning, die jeweils mit 27 Zählern die Plätze drei und vier in der Tabelle hinter dem momentanen Zweiten TSV Moorenweis (34) einnehmen. „Vermutlich haben wir jetzt nichts mehr mit dem Abstieg zu tun“, sagt Jakob. Dazu läuft es momentan beim Sportclub auch außerhalb des Rasens zu gut.

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