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Starke Leistung trotz fünf Gegentreffer: Niklas Herber, eigentlich Torhüter der zweiten Oberaltinger Mannschaft, machte seine Sache am Samstag gut.

„Wir waren total im Tiefschlaf“

Scheibenschießen bei Oberaltinger Abschiedsspiel

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Sie hatten viel zu bereden. Christian Feicht und Andreas Brunner saßen am Samstagabend zusammen und ließen die Saison Revue passieren. Die beiden erfahrenen Fußball-Trainer hatten einiges erlebt. Feicht hatte kurz vor der Winterpause den TSV Oberalting-Seefeld übernommen, konnte den Abstieg aus der Bezirksliga aufgrund des immensen Verletzungspechs aber nicht mehr abwenden.

Oberalting – Der in Perchting lebende Fußballlehrer Brunner war vor einigen Wochen beim 1. FC Penzberg eingesprungen. Dass Brunner zuvor mit einem 5:3 (2:1) alle drei Punkte auf der Habenseite verbuchen konnte, konnte Feicht verschmerzen. „Wir haben die ganze Woche nur noch locker trainiert. Die Luft war nach dem Abstieg natürlich ein bisschen raus“, sagte er.

Dass es seine Mannschaft in den ersten 25 Minuten gegen die ebenfalls ohne Tabellendruck agierenden Gäste aber doch sehr rücksichtsvoll anging, passte dem Coach dennoch nicht. „Wir waren total im Tiefschlaf“, kritisierte er. Der TSV konnte von Glück reden, dass es nur 0:2 stand. Im Anschluss zeigten die Oberaltinger aber Charakter. Robert Rakaric gelang der Anschlusstreffer, und beinahe wäre Markus Kasper in seinem letzten Match nach zwölf Jahren im Trikot des TSV sogar der Ausgleich geglückt. FCP-Torwart David Salcher erwies sich jedoch als Spielverderber und parierte den Kopfball des Verteidigers glänzend.

Nach der Pause sahen die Zuschauer noch fünf weitere Treffer. Am Ende hatten die Penzberger deutlich die Nase vorne. Daran konnte Niklas Herber nichts ändern. Der Torhüter der zweiten Mannschaft zeigte eine sehr gute Leistung. Feichts Blick ging aber vor allem in Richtung Zukunft. „Unser Abteilungsleiter Kurt Schwalbach hat nach der Rückkehr aus dem Urlaub einiges zu tun“, sagt Feicht angesichts noch vieler anstehender Spielergespräche. Seit Sonntag weilt Schwalbach wieder im Lande. Er wird den Verein in der nächsten Saison weiterhin unterstützen, auch wenn mit Max Prammer mittlerweile ein Nachfolger gefunden wurde. „Er braucht Hilfe, um sich gut einarbeiten zu können. Die Aufgaben sind doch teilweise sehr komplex“, sagt Schwalbach.

TSV Oberalting-Seefeld – 1. FC Penzberg 3:5 (1:2)

TSV Oberalting: Herber - Ruf (32. Dragan), Schropp, M. Kasper, Lipski, M. Hüttling (57. Arndt), T. Prammer, Dreher (74. P. Kasper), Rakaric, Ri. Maloku, Hornung

1. FC Penzberg: Salcher - Wiedenhofer, Fytanidis, Azizi, Erten (79. Menzil), Verep, Kalus, Graf (46. Tsigouriotis), Krämer (74. Hiry), Siegert, Schneeweiß

Tore: 0:1 Kalus (11.), 0:2 Erten (13.), 1:2 Rakaric (41.), 1:3 Wiedenhofer (62.), 2:3 Ri. Maloku (68.), 2:4 Kalus (77.), 2:5 Fytanidis (88.), 3:5 Hornung (89.)

Schiedsrichter: Martin Horne (MSV Bajuwaren)

Zuschauer: 50

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