Schlusslicht Starnberg stutzt Falken die Flügel

- Markt Schwabener Aufwärtstrend beendet - 0:3-Niederlage

VON PHILIP STALLMEISTER Starnberg/Markt Schwaben - Der Vormarsch der Markt Schwabener Falken an die Spitze ist vorerst gestoppt. Bei der FT Starnberg unterlag der Bayernligaabsteiger überraschend deutlich mit 0:3 (0:2).

Die Weichen für dieses Ergebnis waren früh gestellt. In der siebten Minute besaß Andreas Schmalz die Riesenchance, die Falken in Führung zu bringen. Doch sein Lupfer nach einem Alleingang landete auf der Latte und nicht im Tor.

Im direkten Gegenzug hatte sich Starnbergs Markus Rieger auf der linken Angriffsseite durchgetankt. Rieger flankte den Ball in den Strafraum, wo am kurzen Pfosten Marco Friedrich lauerte, der den Ball schließlich ins Tor drückte: 1:0. Nach diesem Treffer aus der achten Minute war wenig zu sehen vom Schwung der vergangenen Wochen bei den Markt Schwabenern. Als in der 24. Minute nach einem Handspiel im Strafraum von Rudolf Böck Schiedsrichter Marco Achmüller auf Strafstoß entschied, den erneut Friedrich verwandelte, hatten die Falken im Unparteiischen den Sündenbock gefunden.

Doch Achmüller wehrte sich auf seine Art, indem er die kleinste Äußerung eines Spielers mit Gelb ahndete. Da schwante Pressesprecherin Felizitas Bauer schon in der Halbzeitpause Böses, ob alle elf Falken bis zum Schlusspfiff auf dem Platz bleiben würden.

Symptomatisch für die Partie war die 36. Minute, als Martin Wanke nach Zuspiel von Joachim Schiwietz über den Ball trat. Aus ähnlichen Positionen hatte Wanke in den Spielen zuvor seine Treffer erzielt.

Nach dem Wechsel vergaben Wolfgang Weidenthaler (50.) und Schmalz (59.) Gelegenheiten zum Anschlusstreffer. Spätestens als Wanke in der 67. Minute nach Foul gegen Friedrich Gelb-Rot sah, war klar, dass die Falken in Starnberg nicht gewinnen würden.

Trainer Franz Schick wurmte am Ende nicht nur die Niederlage. Viel schlimmer traf den Coach der Platzverweis gegen Thomas Hollerith. Der Manndecker sah die Rote Karte in der 80. Minute wegen Beleidigung. "Wie blöd bist Du denn?", glaubte der Schiedsrichterassistent aus Holleriths Munde vernommen zu haben.

Schick muss nun Carsten Bertsch wieder von Beginn an bringen. Bertsch, der für den gesperrten Michael Bauer aushalf, mühte sich in Starnberg zwar redlich, doch ihm war deutlich anzumerken, dass er nach seinem Kreuzbandriss vom März noch nicht wieder die nötige Fitness für ein Landesligaspiel besitzt.

Gegen neun Mann gelang den Starnbergern in einer Co-Produktion der eingewechselten Markus Schulz und Alexander von Moers noch das 3:0. Von Moers verwandelte die Flanke von Schulz per Kopf (86.). Für die Falken ist einzig die Tatsache positiv, dass Michael Bauer nach seinem Handspiel gegen Heimstetten nur ein Spiel gesperrt wurde und im Heimspiel gegen Rain am Lech wieder zur Verfügung steht.

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