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Mit einem „Goldenen“ Tor in Augsburg schrieb Stefan Köppe Starnberger Sportgeschichte.

Ein Stück Starnberger-Fußballgeschichte

SpVgg Starnberg und der Kampf gegen den Abstieg

Aktuell läuft gar nichts auf den Fußballplätzen auf der ganzen Welt. Das Coronavirus ist schuld. Das hätte sich vor 30 Jahren kein Mensch vorstellen können.

StarnbergIm März 1990 startete Bayernliga-Aufsteiger SpVgg Starnberg als Tabellen-Siebter in die 90er-Jahre. Und kam gleich mal in einem mittelfränkischen 380-Seelen-Kaff böse unter die Räder. Die Truppe von Trainer Gerd Ritzer verlor beim TSV Vestenbergsgreuth mit 1:5, rutschte auf Platz zehn ab und war plötzlich die Mannschaft mit den meisten Gegentoren.

Dabei sah es eine Stunde lang prima aus für die Gäste. Nach der Starnberger Führung durch Karl-Heinz Baumgartl, dem ersten Tor im neuen Jahr, glich Verteidiger Harald Kupfer in der 62. Minute aus. Danach brachen alle Dämme.

Verständlich, dass nach so einer Klatsche bei der SpVgg sofort die Alarmglocken läuteten. „Wir hätten dieses Spiel sogar gewinnen können. Aber jetzt stecken wir mitten im Abstiegskampf“, erkannte Neuzugang Toni Schmidkunz. Und Ritzer rief die nächsten Partien zu „Schicksalsspielen“ aus.

Eine Woche später erzielt Köppe das Goldene Tor

Nur eine Woche später sah die Starnberger Fußball-Welt schon wieder viel besser aus. Durch ein 1:0 bei Schwaben Augsburg eroberte sich die SpVgg Rang sieben zurück. Mann des Tages war Stürmer Stefan Köppe, der in der Winterpause mit großen Vorschusslorbeeren aus Göttingen gekommen war und den verletzten Torjäger Peter Weiser (Muskelfaserriss) ersetzte. Der Neuzugang erzielte in der 59. Minute nach Vorarbeit von Schmidkunz per Kopf das „Goldene Tor“. Ein „Schwaben-Streich“, der das Vestenbergsgreuther Auftakt-Debakel vergessen machte.

„Aber ich hab‘ damals schon gewarnt, diesen Sieg überzubewerten“, erinnert sich Coach Ritzer. Nur ein paar Wochen später sollte sich zeigen, dass der mit dieser Einschätzung völlig richtig lag. Aber zunächst zählten erst mal nur die „zwei wichtigen Punkte im Kampf um den Klassenerhalt“ (Präsident Ingo Lang). Zwei Punkte, die neben Köppe zwei Neue festhielten, die im Frankenland ihre Premiere im SpVgg-Dress feierten.

Neuzugänge drängen sich auf

Zum einen Torwart Ernst Thaler, der ehemalige Unterhachinger, der Stammkeeper Andreas Wollinger (Blutvergiftung) glänzend vertrat und bei seinem Bayernliga-Debüt keinerlei Nerven zeigte. Zum anderen Jürgen Müller, laut dem „Starnberger Merkur“ vom März 1990 die „Überraschung des Tages“. Der Mittelfeldmann, der aus der zweiten spanischen Liga an die Egerer Straße kam, war nach seiner Einwechslung einer der auffälligsten Akteure im Rosenaustadion. Auch der „Spanier“ war ein weiteres SpVgg-Ass im Abstiegskampf.

30 Jahre später spielt der TSV Vestenbergsgreuth nach der Fusion mit der SpVgg Fürth als SpVgg Greuther Fürth in der 2. Liga. Schwaben Augsburg spielt seit 2017 in der Bayernliga. Die SpVgg Starnberg ist längst aufgelöst, die FT belegt als Spielgemeinschaft mit dem SV Söcking Rang drei in der B-Klasse 5, Kreis Zugspitze...

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