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Das Fußballspielen lernte Edin Hyseni bei der FT Starnberg 09 (l.). Seit fünf Jahren kickt der 18-Jährige, der auch der U19-Nationalmannschaft des Kosovo angehört, in der Jugend des TSV 1860 München (l.). Zur kommenden Saison wechselt er zu Regionalligist 1. FC Schweinfurt 05. 

Fußball

FT-Talent unterschreibt ersten Profivertrag

  • vonTobias Huber
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Edin Hyseni (18), der bei der FT Starnberg 09 ausgebildet wurde, wechselt vom TSV 1860 München zu Regionalligist 1. FC Schweinfurt 05.

Starnberg – Er hat große Vorgänger: Thomas Meggle, Michael Wiesinger, Skerdilaid Curri. Sie alle zog es weg aus Starnberg, um die Fußball-Welt zu erobern. Edin Hyseni will es ihnen gleich tun. Der gebürtige Starnberger unterschrieb jetzt beim 1. FC Schweinfurt 05 seinen ersten Profivertrag. „Obwohl er erst 18 ist, darf er mit der ersten Mannschaft trainieren. Diese Chance wollte er unbedingt nutzen“, sagt sein Vater Bekim Hyseni. Zuletzt spielte der torgefährliche Mittelfeldakteur beim TSV 1860 München in der U19-Bayernliga. „Sie hätten mit ihm auch verlängert“, erzählt der stolze Vater. Bei den Profis wäre er aber noch nicht zum Zug gekommen.

Edin Hyseni ist ein gutes Beispiel für die hervorragende Nachwuchsausbildung bei der FT Starnberg 09. „Er wurde dort von Trainern wie Cosimo Agostinacchio, Katrin Rumland oder Sascha Grießhammer sehr gut gefördert“, lobt Bekim Hyseni die Arbeit des Vereins. Bereits in jungen Jahren wechselte sein Sohn zum FC Bayern München. „Da hat er sich aber nicht so wohl gefühlt. Das kam zu früh“, erinnert sich Hyseni. So kam Edin zurück zu den Freien Turnern. Ab der U13 spielte der Kosovare dann bei den Löwen. Sein Talent blieb auch im Kosovo, der Heimat seines Vaters, nicht verborgen. Seit der U16 ist Edin Hyseni fester Bestandteil der Jugendnationalmannschaften des ehemaligen Kriegsgebietes. „Leider wurde auch das durch die Corona-Krise ausgebremst“, bedauert Bekim Hyseni. Bislang arbeitete sein talentierter Sohn zudem noch als angehender Bürokaufmann im väterlichen Betrieb. „Er soll die Ausbildung in Schweinfurt auch abschließen“, stellt der Papa klar.

Zwar sei Schweinfurt als ambitionierter Regionalligist – derzeit Tabellenzweiter – ein sehr gutes Sprungbrett, aber eben keine Garantie für eine lang andauernde Profikarriere. Überzeugungsarbeit mussten Vater und Sohn besonders bei der Mutter leisten. „Sie ist schon sehr traurig, dass ihr Sohn zum ersten Mal auszieht. Aber man muss auch mal loslassen können“, sagt Bekim Hyseni. „Ihm wird es mit Sicherheit guttun, zumal sie sich in Schweinfurt sehr gut um ihn kümmern werden“, so der ehemalige FT-Trainer weiter. Edin wird in eine Wohngemeinschaft mit ein paar seiner künftigen Mitspieler ziehen.

Am nötigen Selbstbewusstsein mangelt es Edin Hyseni nicht. „Nach sechs Jahren im Nachwuchsleistungszentrum des TSV 1860 München bin ich durch meine konstante Torgefährlichkeit und die Vorbereitung von Toren hervorgestochen. Das will ich auch in Schweinfurt beibehalten“, wird er in einer Pressemeldung seines neuen Klubs zitiert. „Edin ist ein junges Talent, das eine sehr gute Ausbildung bei einem Top-Verein durchlaufen hat. Wir haben viel Fantasie, wie wir ihn in unserem System einsetzen können, und glauben daran, dass er sein Potenzial in Schweinfurt ausschöpfen kann“, sagt FCS-Coach Tobias Strobl. „Für sein Alter ist er körperlich sehr reif und fit. Natürlich ist ein positiver Aspekt auch, dass er aufgrund seines Alters auch für die U19-Mannschaft eingesetzt werden kann. Wir freuen uns aber sehr, dass er den Sprung in den Herrenbereich in Schweinfurt erleben wird“, fügt der Cheftrainer hinzu.

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