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Anfang der 1990er Jahre mischte der junge Michael Wiesinger die Landes- und Bayernliga auf. 

Starnberger Sportgeschichte(n)

Rettet ein Ex-Seelöwe den 1. FC Nürnberg?

Michael Wiesinger war einer der besten Fußballer beim FC Starnberg. Am Samstag will er als Trainer den Nürnberger Club vor dem Abstieg aus der 2. Bundesliga retten.

Starnberg – 1992 war das Jahr, in dem eine neue, glorreiche Ära im Starnberger Fußball beginnen sollte. Die „Seelöwen“ waren gerade zum zweiten Mal nach 1989 in die Bayernliga aufgestiegen, aus der altehrwürdigen SpVgg war der noble FC Starnberg geworden. Und die Träume kannten keine Schranken.

Auch, weil ein junger Kerl mit langen Haaren (die „Matte“, die er heute nicht mehr sehen kann) die Konkurrenten schwindlig spielte. Der damals 19-jährige Michael Wiesinger stand am Anfang einer großen Fußballer-Karriere. An diesem Samstag muss er als Zwei-Spiele-Trainer den Club, seinen 1. FC Nürnberg, im Relegations-Rückspiel gegen den FC Ingolstadt vor dem Abstieg in die 3. Liga retten. Die Chancen stehen gut: Das Hinspiel gewannen die Franken nicht zuletzt dank Motivator Wiesinger am Dienstag mit 2:0.

Sprungbrett Starnberg: Zur Saison 1991/92 holte FC-Manager Dieter Kurz Wiesinger im Viererpack mit Dennis Grassow (später Unterhaching und Köln), Harti Schmidt (später Sendai/Japan) und Jörg Müller-Gesser aus der Jugend des TSV 1860 München zur SpVgg. Am 11. August 1991 bestritt er beim 4:1 bei Wacker München sein erstes Pflichtspiel für den damaligen Landesligisten. Ein Glücksgriff: Wiesinger avancierte schnell zum Leistungsträger, hatte unter der Regie von Trainer Karl-Heinz Finsterer großen Anteil am Aufstieg – und wurde dann schnell einer der besten Spieler der Bayernliga.

„Wieses“ ehemaliger Mitspieler Franz Wiesheu, heute Hotelier in Utting, erinnert sich: „Man hat damals schon gesehen, dass er ein Großer wird. Er war blitzschnell, dribbelstark und hatte für sein Alter schon ein großes taktisches Verständnis.“ Dazu kam: „Junge Spieler haben oft Durchhänger, aber Michi hat beständige Leistungen gebracht. Und er hat sich sicher von uns alten, erfahrenen Spielern, einem Jürgen Täuber, einem Toni Schmidkunz oder Frank Niederländer etwas abschauen können.“

Der Reporter des Starnberger Merkur berichtete damals über den FC Starnberg, war bei fast allen Spielen dabei, fuhr im Mannschaftsbus mit zu den Auswärtspartien, begleitete „Wiese“ von seinem ersten Tag in Starnberg an. Und er hörte bei den Pressekonferenzen nach den Spielen immer wieder diesen Satz: „Heute haben wir einen künftigen Bundesligaspieler gesehen.“ Klar, dass damit Wiesinger gemeint war. „Es ging dann ratzfatz“, blickt Wiesheu, der ehemalige Starnberger Kapitän, zurück.

Nach 24 Bayernliga-Spielen für die Seelöwen wechselte Wiesinger tatsächlich zum 1. FC Nürnberg in die Bundesliga, bestritt 186 Spiele für die Franken. Danach Bayern, 1860 und Burghausen. Karriereende dann in der Bayernliga – 2008 in Weiden. Trainerstationen: Ingolstadt, Nürnberg, Elversberg und Uerdingen. Im September 2019 kam Wiesinger zum 1. FC Nürnberg zurück und wurde Leiter des Nachwuchs-Leistungszentrums (NLZ).

Für die beiden Relegationsspiele gegen dier „Schanzer“ kehrte er zusammen mit Marek Mintal als Nachfolger von Jens Keller für zwei Spiele auf die Trainerbank zurück. Bereits nach dem Sieg im Hinspiel wurde Wiesinger als „Heilsbringer“ gefeiert. Am Samstag kann er Nürnberger Geschichte schreiben. Danach kehrt er ins NLZ zurück. Davor will er aber noch ein paar Tage Urlaub machen. Dort, wo alles begann: in Starnberg.  

Thomas Ernstberger

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