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Torwart Lukas Welzmüller soll in der Restrunde den Kasten des SV Inning sauber halten.

Erstes Spiel des Jahres gegen Tabellenführer Moorenweis

SV Innings Meisterambitionen leben und sterben mit dem Restrunden-Start

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Nur noch drei Tage trennen die Inninger Fußballer von ihrem wichtigsten Spiel in dieser Saison. Am Sonntag, 17. März, bietet sich dem Sportverein im Spitzenspiel daheim gegen Tabellenführer TSV Moorenweis die letzte Chance im Kampf um den Titel in der Kreisklasse 1.

„Das ist der absolute D-Day“, verkündet Christian Ritzer in Anlehnung an die Landung der Alliierten in der Normandie, „danach entscheidet sich, wohin die Reise geht“.

Bei einem Sieg über den Klassenprimus darf sich der Coach wieder Hoffnungen auf die Meisterschaft machen. Eine Niederlage würde den Abstand auf den Ranglistenersten auf zehn Punkte vergrößern. Diesen Rückstand in den verbleibenden zehn Partien der Saison aufzuholen, wäre so gut wie aussichtslos für den aktuellen Tabellendritten. Das ist auch Ritzer bewusst, der darum bemüht ist, den Druck, der auf seiner Mannschaft lastet, nicht zu groß werden zu lassen. „Wir wollen aufsteigen, aber wir müssen nicht“, versichert der Coach.

Eine Alternative wäre, den Weg in die Kreisliga über die Relegation zu nehmen. Nur ist die Konkurrenz groß. Der SC Weßling (36 Punkte), der FC Emmering (27) und der TSV Fürstenfeldbruck West (27) befinden sich mehr oder weniger auf Augenhöhe mit dem SV Inning (31).

Zum Plus im Aufstiegsrennen könnte das Comeback von Lukas Welzmüller werden. Der Torhüter hat seine Verletzung aus der Hinrunde inzwischen auskuriert und stand in der Vorbereitung wieder zwischen den Pfosten. Mit ihm gewinnt die ohnehin kompakte Abwehr, die mit zwölf Gegentreffern die mit Abstand wenigsten in der Liga kassierte, weitere Stabilität. Zudem erhält Ritzer mit Robert Schöttl und Thomas Keil zwei wertvolle Alternativen für die Defensive zurück. Die beiden Verteidiger befinden sich nach ihrem Kreuzbandriss auf einem guten Weg der Besserung.

Allein die Abwehr wird den Aufstieg nicht garantieren. Als Dauerproblem bei den Ammerseern erweist sich weiterhin die eklatante Abschlussschwäche. 31 Treffer bedeuten zwar einen respektablen Wert in der Spielgruppe, gemessen an den Chancen ist die Ausbeute jedoch gering. Josef Basel und Xaver Scheidl weisen mit neun beziehungsweise acht Toren gemeinsam eine gute Quote auf. Die beiden Stürmer werden jedoch nicht effektiv genug aus dem Mittelfeld unterstützt, das sich vorwiegend auf seine Defensivaufgaben konzentriert. Nur sechs Treffer bereitete die Inninger Zentrale vor, während sich die Stürmer zehn Tore selbst auflegten. Da war sogar die Zahl der erfolgreichen eigenen Abschlüsse höher. Maximilian Steininger (3), Matthias Heilander (3) und Tobias Fischer (1) netzten zusammen siebenmal ein. „Es ist das alte Lied“, klagt Ritzer.

Torgefährliche und kreative Mittelfeldspieler sind rar und nur schwer zu verpflichten, da der Sportverein nur auf Kicker mit eigenem Stallgeruch setzt. Einen gäbe es da noch. Maximilian Welzmüller ist momentan drauf und dran, mit den Amateuren des FC Bayern München den Aufstieg in die Dritte Liga zu schaffen. Der wüsste außerdem, wie Aufstieg geht.  

Testspiele: SVI – TSV Geltendorf 3:0, 1. SC Gröbenzell – SVI 2:1, Oberalting – SVI 3:5, SVI – Mammendorf 5:3, SVI – FC Weil 5:1
Erstes Punktspiel: Sonntag, 17. März, 15.30 Uhr, SVI – TSV Moorenweis

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