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Thomas Dötsch soll den TSV Oberalting-Seefeld vor dem Abstieg bewahren.

Der Trainer der Futsal-Löwen im Interview

Thomas Dötsch: „Können die stärkste Kraft in München werden“

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Thomas Dötsch soll den TSV Oberalting-Seefeld vor dem Abstieg bewahren. Beim TSV 1860 München trainiert er die Futsal-Mannschaft in der Bayernliga. Dort gilt ein ganz anderes Ziel.

  • Thomas Dötsch trainiert den TSV Oberalting und die Futsal-Löwen
  • Das Ziel des 42-Jährigen ist die Futsal-Bundesliga
  • Er will den TSV Oberalting-Seefeld vor dem Abstieg bewahren.


Wird es schwer das Ziel Klassenerhalt mit dem TSV Oberalting zu realisieren?

Mit der Qualität, die in der Mannschaft steckt, dürften wir mit dem Kampf um den Klassenerhalt nichts zu tun haben. Aber wenn ich nicht positiv gestimmt wäre, hätte der Verein mich nicht einstellen müssen.

Was erwarten sie sich für ein Spiel gegen den FT Jahn Landsberg?

Erstmal, dass wir einen Keeper über 90 Minuten im Tor haben und dass wir das Spiel zu elft beenden. Wenn wir gegen Moorenweis zu elft gewesen wären, dann hätten sie sich auch deutlich schwerer getan. Ich kenne Landsberg und weiß, dass es eine gute Truppe ist. Ich habe meine Jungs jetzt eine Woche mehr gehabt. Sie haben jetzt gesehen, wo wir ungefähr hinwollen. Bei unserem Testspiel unter der Woche gegen Germering haben die Jungs auch schon einiges gut umgesetzt. Landsberg muss erst mal auf unserem Kunstrasen so dominant auftreten. Viele malen den Teufel bereits an die Wand, aber so schwarz sehe ich es definitiv nicht.

Sie sind auch Trainer beim TSV 1860 München Futsal. Was reizt sie am meisten an dieser Sportart?

Futsal ist am besten als Außenstehender zu beurteilen. Als Beispiel nehme ich gerne meine Frau, die mit Fußball nichts am Hut hat. Sie war einmal bei einem Futsalspiel dabei. Danach hat sie gesagt, dass sie viel lieber dort zuschaut. Weil beim Futsal rührt sich was – es geht rauf und runter. Es gibt kein großes Gejammer, es passieren viele Zweikämpfe und man bekommt einfach etwas geboten.

Penzberg war für mich eine sehr lehrreiche und interessante Station

Grundsätzlich reizt mich am Futsal mein Ziel die Meisterschaft in der Regionalliga zu gewinnen. Und auch irgendwann den Aufstieg in die Bundesliga zu schaffen. Deswegen war auch der Schritt zu 1860. Durch mich kommt vielleicht auch der ein oder andere Kontakt zustande, wodurch man bei 1860 über längeren Zeitraum auch arbeiten und somit gewisse Ziele verfolgen kann. Der Edin Kulasic, der Gründer vom TSV 1860 Futsal, hat auch ganz klare Ziele, die er erreichen will. Da muss ich ihn etwas bremsen, weil ich das Ganze etwas realistischer einschätzt. Aber ich denke, dass wir über die Jahre hinweg in München auch die stärkste Macht werden können. Wobei es im Umland sehr schwer wird mit Mannschaften, wie dem FC Deisenhofen.

Trainieren sie lieber Futsal oder den normalen Fußball?

 Von der Trainerseite ist Futsal unglaublich interessant. Denn es ist technisch noch stärker und taktisch noch intensiver, als der normale Fußball. Man muss auch auf jeden Fall körperlich fit sein, um beim Futsal mit der hohen Geschwindigkeit mitzukommen. Da kannst du dir nicht mal schnell eine Auszeit nehmen. Trotzdem trainiere ich beides gleich gerne. Ich bin nach Oberalting gegangen, um den Verein wirklich zu unterstützen und weiterzubringen.

Wie schauen sie mit etwas Abstand auf die Trennung beim FC Penzberg zurück?

Penzberg war für mich eine sehr lehrreiche und interessante Station. Ich habe mit dem Verein nie ein Problem gehabt. Es ist ein sehr gut geführter Klub und deshalb wird es nie ein schlechtes Wort darüber geben. Der Vorstand hat mir auch verdeutlicht, dass es sportlich keinen Grund gab, mich zu entlassen. Des war auf der persönlichen Ebene, warum es nicht mehr geklappt hat. Ich verfolge Penzberg auch natürlich immer noch. Ich mag die Truppe sehr. Ich habe sie auch im großen Teil zusammengestellt. Und mich freut es, wenn sie ihre Spiele gewinnen.

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