Wird auch heuer gejubelt? Vor zwei Jahren setzte sich Borussia Mönchengladbach beim „Junior Cup“ durch. 
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Corona-Pandemie

TSV Gilching: Renommiertes Hallenturnier auf der Kippe

  • vonChristian Heinrich
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Durch die Corona-Pandemie ist die Durchführung des Bayernwerk Junior Cup ungewiss. Das Organisationsteam setzt sich bis Ende August eine Deadline.

Gilching – Festlegen will sich Ansgar Brossardt nicht. „Ich warte ab, was passiert“, sagt der Mitorganisator des „Bayernwerk Junior Cup“. Er gibt sich zurückhaltend, ob das Turnier des TSV Gilching-Argelsried für E-Junioren im November stattfinden wird oder nicht. Die vergangenen Wochen haben ihn gelehrt, dass es ohne hellseherische Fähigkeiten schwierig ist, eine verbindliche Aussage zu treffen. Brossardt ist bewusst, dass in den kommenden fünf Monaten alles möglich ist. Die Corona-Pandemie kann abebben, sie kann den Kontinent aber auch mit einer zweiten Welle fluten.

Trotzdem weiß Brossardt, dass er nicht bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag auf Zeit spielen kann. Für Oktober hat er sich eine Deadline für die Entscheidung gesetzt, ob die 26. Ausgabe des Hallenturniers über die Bühne geht. In diesem Monat wurde in den vergangenen Jahren traditionell die Qualifikation für den „Junior Cup“ ausgetragen, bei der sich zwei Mannschaften aus der Region jeweils ein Ticket für das Hauptfeld sichern konnten. „Wenn wir da keine Quali spielen können, werden wir auch kein Turnier veranstalten können“, sagt Brossardt.

Nachfrage der Teilnehmer ist trotz Covid-19 groß

Dabei ist die Nachfrage trotz Covid-19 unter den Vereinen groß, wieder ihren talentierten Nachwuchs nach Gilching zu schicken. Neun Klubs haben schon fest zugesagt, dass sie auf jeden Fall kommen wollen. Dazu rechnet Brossardt noch die beiden Qualifikanten und die zwei Teams des TSV, die als Gastgeber stets gesetzt sind. „So viele fehlen dann nicht mehr“, sagt Brossardt. Für ihn besteht kein Zweifel, dass er das Teilnehmerfeld von 18 Mannschaften auf jeden Fall zusammenbringen wird. Damit beginnen aber schon die Probleme. Wie in den vergangenen Jahren setzt der „Junior Cup“ wieder auf internationale Gäste, da Brossardt das Turnier in einem europäischen Kontext sieht. Nur haben die vergangenen Monate gezeigt, dass jedes Land in Europa unterschiedlich auf die Corona-Krise reagiert. In Brossardts Augen erwies sich Deutschland innerhalb der Europäischen Union als Klassenprimus. „In vielen anderen Ländern war es eher chaotisch.“

Beim Hallenturnier will der TSV als Veranstalter deshalb mit gutem Beispiel vorangehen, um eventuelle Bedenken seiner internationalen Gäste zu zerstreuen. Für Brossardt sind deshalb kurz vor dem Turnier Corona-Tests bei allen Spielern und Betreuern unerlässlich. Aber nicht nur die Fußballer müssen getestet werden. Um wirklich sicherzugehen, müssen auch alle Mitglieder der privaten Haushalte, in denen die jungen Kicker gewöhnlich untergebracht werden, sich einer Untersuchung auf Covid-19 unterziehen. „Was kostet das?“, fragt sich Brossardt deshalb.

Auch wenn er zurzeit davon ausgeht, das Turnier unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden zu lassen, wäre er vor einem Ansteckungsfall nicht gefeit. „Was passiert, wenn einer Corona kriegt?“ Eine weitere gravierende Frage, die aktuell zahlreiche Veranstalter quält. Eine definitive Antwort hat er noch nicht gefunden. Aber noch ist Zeit. (hch)

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