+
Ein Punkt ist besser als keiner: Der TSV Gilching (2.v.r. Marco Brand) musste mit dem Unentschieden im Derby gegen den BCF Wolfratshausen nach Rückstand zufrieden sein.

Gilching verpasst Sieg gegen BCF Wolfratshausen

Krebs ärgert sich nach Remis: „Irgendeiner patzt immer“

  • schließen

Wieder kein Sieg, aber immerhin ein Punkt nach Rückstand: Die Landesliga-Fußballer des TSV Gilching-Argelsried holten am Sonntag zu Hause ein 1:1 (0:0) gegen den Tabellennachbarn BCF Wolfratshausen.

Gilching – Die Reaktionen nach dem Schlusspfiff sprachen Bände. Ein Verantwortlicher des BCF Wolfratshausen trat auf dem Kunstrasenplatz ein herumstehendes Mini-Fußballtor um, Trainer Philipp Bönig wütete: „Schon wieder so ein Drecks-Unentschieden.“ Die Gäste waren mit dem 1:1 (0:0) am Sonntag beim TSV Gilching-Argelsried – bereits ihr zehntes Unentschieden in dieser Saison – offensichtlich gar nicht zufrieden.

Wolfgang Krebs sah dagegen deutlich entspannter aus. „Nachdem wir mal wieder in Rückstand geraten sind, können wir mit dem Punkt leben“, sagte der Trainer der Gastgeber. Dass der Punkt seinen TSV auf seinem Weg zum Klassenerhalt nicht entscheidend voranbringt, war ihm bewusst. „Eine Niederlage wäre aber fatal gewesen“, fügte Krebs an.

Nach dieser roch es stark, als TSV-Torwart Markus Hartmannsgruber einen Schuss ganau auf die Tormitte nur unzureichend abwehren konnte und Kerem Tokdemir für die bis dahin harmlosen Gäste den Abpraller im Netz versenkte (58.). „Irgendeiner patzt momentan bei uns immer“, ärgerte sich Krebs. Gilching wirkte danach geschockt, und der BCF war dem 2:0 näher als die Hausherren dem Ausgleich.

In der 79. Minute zeigte Schiedsrichter Elias Tiedeken jedoch auf den Elfmeterpunkt. Ob er letztlich nach kurzer Beredung mit seinem Assistenten ein Handspiel eines Wolfratshauseners oder das kurz darauf folgende Foul am eingewechselten Florian Huber ahndete, war nicht auszumachen. Christoph Meißner war es egal. Er verwandelte den Strafstoß sicher und brachte den TSV zurück ins Spiel. Die Gilchinger witterten Morgenluft und bekamen sogar noch die große Chance zum Siegtreffer. Doch Murat Ersoy brachte den Ball per Kopf nach Huber-Vorlage nicht mehr am kurz vor ihm auftauchenden BCF-Torwart Cedomir Radic vorbei (88.).

In der ersten Halbzeit hatten es die Gilchinger trotz heftigen Rückenwinds versäumt, in Führung zu gehen. In einem von vielen Zweikämpfen geprägten Match waren sie vor allem bei Standards gefährlich gewesen. Gilchings Abwehrakteur Christian Rodenwald hatte nach einem Meißner-Freistoß aus kurzer Distanz über das Tor geköpft, es war die beste Chance für den TSV gewesen.

TSV Gilching-A. – BCF Wolfratsh. 1:1 (0:0)

TSV Gilching: Hartmannsgruber – Hölzl, Rodenwald, Sarac – Wiedemann, Brand, Ruml, Meißner – Ersoy, Schnöller (63. Huber), A. Michl (76. Kraus)

BCF Wolfratshausen: Radic – Keskin, Potenza, Boubacar, Barut, Cakir, Tokdemir (88. Zander), Hummel, Gobitaka (67. Kantar), Kleinert (79. Bonic), Lehr

Tore: 0:1 Tokdemir (58.), 1:1 Meißner (79., Foulelfmeter)
Schiedsrichter: Elias Tiedeken (TSV Neusäß)

Zuschauer: 150

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Dank SCPP-Trainer Simon: Fußballschule und Unterhaching-Stützpunkt für Pöcking-Nachwuchs
Fußball richtig erlernen, nicht einfach nur drauf losspielen. Mit einem qualitativ hochwertigen Training können junge Nachwuchsfußballer schnell sehr gut werden.
Dank SCPP-Trainer Simon: Fußballschule und Unterhaching-Stützpunkt für Pöcking-Nachwuchs
Trotz drohenden Abstiegs: Altmann bleibt Trainer der Berger Reserve
Am Wert von Florian Altmann bestand für Florian Garke nie der geringste Zweifel. „Es ist nicht selbstverständlich, dass man so einen engagierten Trainer bekommt“, stellt …
Trotz drohenden Abstiegs: Altmann bleibt Trainer der Berger Reserve
Rakaric würde gerne Trainer des TSV Herrsching bleiben
Es ist seine erste Saison als Trainer des Kreisklassisten TSV Herrsching. Robert Rakaric würde gerne auch weiterhin die Fußballer vom Ammersee trainieren, aber bis jetzt …
Rakaric würde gerne Trainer des TSV Herrsching bleiben
Katastrophenstart bringt SC Wörthsee auf die Verliererstraße
Der SC Wörthsee konnte trotz dreier Tore und sensationeller Aufholjagd keine Punkte gegen Fürstenfeldbruck holen. 
Katastrophenstart bringt SC Wörthsee auf die Verliererstraße

Kommentare