Schießerei in San Diego: Zwei Erwachsene und drei Kinder tot

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Opfer der angeblichen unappetitlichen Attacke: Christian Rodenwald und Quirin Wiedemann (v.l.) behaupten, von Geretsrieds Trainer Martin Grelics bespuckt worden zu sein. Der streitet dies jedoch ab. Der TSV Gilching hat jedenfalls ein Verfahren beim Verbandssportgericht angestoßen.

Nach angeblicher Spuckattacke

TSV Gilching zieht vors Sportgericht

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Es war der Aufreger der Woche. Die Spuckvorwürfe zweier Spieler des TSV Gilching-Argelsried in Richtung Trainer des TuS Geretsried haben vor dem Gilchinger Heimspiel am Sonntag gegen die SpVgg Kaufbeuren (15 Uhr) hohe Wellen geschlagen.

Gilching – Peter Schmidt hat unter der Woche einen Anruf bekommen. „Mich hat ein Anwalt kontaktiert“, berichtet der Trainer des Landesligisten TSV Gilching-Argelsried. Er hatte zuvor den Geretsrieder Übungsleiter Martin Grelics beschuldigt, seine Spieler Quirin Wiedemann und Christian Rodenwald während des Spiels vor einer Woche bespuckt zu haben. Daraufhin erschien im Isar-Loisach-Boten eine völlig andere Version der Vorkommnisse. Grelics behauptet darin, Wiedemann „nur an der Schulter berührt“ zu haben. Außerdem schaltete Geretsrieder Trainer einen Juristen ein. „Am Ende wird es darauf hinauslaufen, dass Aussage gegen Aussage steht“, sagt Schmidt.

Ob das auch für das Verfahren beim Verbandssportgericht gilt, das die Gilchinger unter Federführung von Abteilungsleiter Stefan Schwartling angestoßen haben, ist fraglich. Wiedemann und Rodenwald, die als Zeugen benannt wurden, bleiben laut Schmidt bei ihren Aussagen. Der Coach hat sich sehr über einige Behauptungen der TuS-Verantwortlichen gewundert. „Ich habe nur Grelics den Handschlag verweigert, nicht aber dem Co-Trainer und dem Kapitän“, sagt er. Sein Fernbleiben von der Pressekonferenz sei nachvollziehbar gewesen. „Ich bin ab der 70. Minute in einer Tour von den Zuschauern beleidigt worden. Da hat man keine Lust mehr, denen nachher auch noch gegenüberzusitzen“, sagt Schmidt. Wiedemann und Rodenwald waren am Freitag für eine Stellungnahme zu den Vorkommnissen während der Nachspielzeit nicht zu erreichen.

Negative Auswirkungen auf seine Mannschaft befürchtet er nicht. „Das war kein großes Thema bei uns unter der Woche“, berichtet der Schmidt. Stattdessen richtete sich der Fokus auf das eminent wichtige letzte Heimspiel der Vorrunde am Sonntag um 15 Uhr im heimischen Stadion an der Talhofstraße gegen die SpVgg Kaufbeuren. „Wir wollen endlich die 20-Punkte-Marke knacken“, sagt Schmidt. An dieser beißen sich seine Fußballer bereits seit mehreren Wochen die Zähne aus. Inzwischen sind die Gilchinger Fußballer schon seit acht Begegnungen sieglos. Auch deshalb erwartet er eine harte Aufgabe gegen das abgeschlagene Schlusslicht aus Kaufbeuren. „Der Gegner hat in den letzten drei Spielen mehr Punkte geholt als wir“, konstatiert der Lehrer. Zuletzt unterlag die SpVgg jedoch zu Hause dem 1. FC Garmisch-Partenkirchen mit 0:1. Zuvor hatte Kaufbeuren überraschend gegen Memmingen II (1:0) und Neuburg (1:1) gepunktet.

Spielerische Ansprüche schraubt Schmidt in der Krise zurück. „Es könnte viele lange Bälle geben“, prognostiziert er für das Kellerduell. Vor allem mit leidenschaftlichem Kampf, den seine Akteure zuletzt beim 1:2 in Geretsried über weite Strecken vermissen ließen, soll der TSV endlich den zweiten Heimerfolg der Runde unter Dach und Fach bringen. Gutes Omen: Bislang haben die Gilchinger alle drei Begegnungen gegen die Allgäuer auf eigenem Platz siegreich gestaltet.

Nicht mit dabei sein wird aller Voraussicht nach nur Rachid Teouri, der seit kurzem im Urlaub weilt. „Ich habe die Qual der Wahl, wer es alles in den Kader schafft“, berichtet Schmidt. Mit einem Sieg könnte sich seine Mannschaft etwas Luft im Kampf gegen den Abstieg aus der Landesliga Südwest verschaffen.

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