Florian Maier tritt nach seinem Job als Trainer nun auch als Abteilungsleiter beim TSV Herrsching ab.
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Florian Maier tritt nach seinem Job als Trainer nun auch als Abteilungsleiter beim TSV Herrsching ab.

Seidl und Pilz übernehmen kommissarisch

TSV Herrsching: Abteilungsleiter Florian Maier tritt zurück

  • vonChristian Heinrich
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Florian Maier hat beim TSV Herrsching als Abteilungsleiter hingeworfen. Zweieinhalb Jahre hatte er die Geschicke beim TSV geleitet. Nun übernimmt eine kommissarische Leitung.

Herrsching– Die Fußballer des TSV Herrsching stehen ohne gewählte Führung da. „Ich bin nicht mehr Abteilungsleiter“, verkündet Florian Maier. Zweieinhalb Jahre hatte er die Geschicke der Kicker geführt, zunächst noch in Personalunion als Trainer der ersten Mannschaft. Maier musste sich jedoch eingestehen, dass er der Doppelbelastung kaum standhalten konnte. Der ehemalige Spartenchef nannte deshalb auch „familiäre Gründe“, die ihn dazu bewogen, seinen Posten an den Nagel zu hängen. Sogar eine gewisse Erleichterung schwinge bei seinem Entschluss mit. „Es ist mir nicht schwergefallen“, räumt Maier ein. In Zukunft wird er nur noch die C-Junioren der SG Fünfseenland trainieren.

Seidl: „Wir versuchen, eine Mannschaft zusammenzubringen“

Sein vorzeitiger Abschied trifft den TSV in einer schwierigen Situation. Die erste Mannschaft kämpft in der Kreisklasse 4 ums Überleben, hat kaum noch Chancen, den Klassenerhalt zu realisieren. Außerdem stehen im Herbst Abteilungswahlen an. Bis dahin führen Peter Seidl und Laszlo Pilz die Sparte kommissarisch. „Wir versuchen, eine Mannschaft zusammenzubringen“, betont Seidl. „Aber das ist nicht so einfach.“

Immerhin haben ihm zufolge bereits zwei Kandidaten signalisiert, den Nachwuchsbereich betreuen zu wollen. Außerdem habe sich jemand bereit erklärt, den AH-Bereich zu übernehmen. Auch die Damen bekommen eine neue Leitung, es wird wohl erstmals in der Geschichte der Herrschinger Kicker eine Frau sein. 

Seidl: „Es müssen ein paar Junge her“

Besetzt werden müssen noch die Posten des Abteilungsleiters und seines Stellvertreters. Seidl hält hier eine Doppelspitze für möglich. Auch ein Kassier und die Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing müssen noch gefunden werden. Dabei stellt Seidl klar, dass sich der TSV nicht allein von Rentnern führen lassen kann, wenn der Verein eine Perspektive haben möchte. Sein Credo: „Es müssen ein paar Junge her.“

Hinzu kommt, dass die neue Leitung auf mehrere Schultern verteilt werden sollte, um eine Überlastung der Amtsträger zu vermeiden. „Wenn nur drei oder vier Leute alles machen müssen, sind sie bald platt“, warnt Seidl. Er selbst wäre dazu bereit, sich im neuen Vorstand zu engagieren. 

(hch)

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