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TSV Pentenried: Mit Youngstern zum Aufstieg? „Die Jungs haben uns alte Hasen mitgerissen“

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Michael Möhwald ist mit dem Abschneiden seiner Mannschaft hochzufrieden.
Michael Möhwald ist mit dem Abschneiden seiner Mannschaft hochzufrieden. © dr

Der TSV Pentenried hat eine starke Hinserie hinter sich. Mit viel frischem Wind will der Verein jetzt in die Kreisklasse. Was fehlt, ist ein echter Torjäger.

Pentenried – Es ist noch nicht lange her, da mussten die Fußballer des TSV Pentenried in der A-Klasse bis zum Saisonende um den Klassenerhalt zittern. Doch diese Zeiten sind vorbei. Die Römerfelder haben die beste Hinrunde seit Jahren hinter sich und überwintern mit 33 Punkten aus 15 Spielen auf dem zweiten Platz der A-Klasse 2. Gelingt es der Mannschaft, die Platzierung zu halten, würde das zur Teilnahme an der Aufstiegsrelegation berechtigen.

Kapitän und Abteilungsleiter Michael Möhwald sieht keinen Grund mehr zu falscher Bescheidenheit: „Wir wollen den Platz nicht so leicht wieder aus der Hand geben.“ Dieses Selbstvertrauen haben sich die Römerfelder, die vor Saisonbeginn lediglich einen Mittelfeldplatz anvisiert hatten, in den vergangenen Monaten Stück für Stück erarbeitet. Besonders gegen Ende der Hinrunde kam die Mannschaft immer besser in Schwung. Inklusive des Rückrundenauftakts gelangen sieben Siege in Serie. Darunter war zwar auch einer am grünen Tisch, nachdem der SC Wörthsee wegen Spielermangels hatte absagen müssen. In der Form, in der sich das Team zu diesem Zeitpunkt präsentierte, wäre alles andere als ein Dreier für Pentenried aber auch in diesem Spiel eine Überraschung gewesen.

Besonders süß schmeckten die beiden Derby-Siege gegen den TV Stockdorf. Gegen den Lokalrivalen, der sich ebenfalls noch im Aufstiegsrennen befindet, gelangen sowohl beim 5:2-Auswärtssieg Ende September als auch beim 3:0 im Rückspiel kurz vor der Winterpause überraschend deutliche Ergebnisse. „Das waren echte Highlights“, so Möhwald. Allerdings wurde die Freude über den nahezu perfekten Nachmittag Anfang November bald durch eine für Außenstehende überraschende Nachricht verdrängt: Trainer Franz Möhwald, der seit seinem Amtsantritt vor gut zwei Jahren großen Anteil am Pentenrieder Leistungsumschwung gehabt hatte, gab aus gesundheitlichen Gründen seinen Abschied bekannt (wir berichteten).

Neffe Michael Möhwald hofft nun, dass die Mannschaft auch unter Nachfolger Magnus Piele, der bis zur Ankunft von Trainer-Rückkehrer Alexander Strahberger im Sommer als Interimstrainer fungiert, an ihre starken Leistungen anknüpfen kann. Mut macht ihm dabei nicht nur die Ankunft des landesligaerfahrenen Rückkehrers Quirin Wiedemann (wir berichteten), sondern auch der vollzogene Mentalitätswandel. „Diesen Willen, erfolgreich zu sein, habe ich in Pentenried schon lange nicht mehr gesehen“, sagt Möhwald mit Blick auf die vergangenen Monate. Hatte sich das Team in der Vergangenheit bereits mit einem Mittelfeldplatz zufriedengegeben, war nun in den Trainingseinheiten und Spielen eine andere Gier spürbar.

Dies liegt auch an der veränderten Struktur des Teams. Viele Spieler aus dem starken A-Jugend-Jahrgang, wie Björn Papelitzky oder Tuncay Karaduman, rückten nach und sorgten für neuen Schwung. „Die Jungen haben uns alte Hasen auch mitgerissen“, sagt der Kapitän, dem das vergangene Halbjahr so viel Freude bereitet hat wie lange nicht. Auch deshalb, weil die Mannschaft von Corona-Fällen oder sonstigen pandemiebedingten Problemen weitgehend verschont blieb: „Sportlich bin ich mehr als zufrieden, und dass wir nahezu keine Einschränkungen hatten, war auch wunderbar. Es hat einfach wieder Spaß gemacht.“

Zwischenzeitlich hatten zwar auch die Pentenrieder ein Leistungstief und verloren drei Spiele in Serie, ließen sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen und fanden bald in die Erfolgsspur zurück. Besonders gut funktionierte die Defensive, mit 18 Gegentreffern die zweitbeste der Liga. Auch 38 Treffer sind ordentlich, allerdings fehlt der Mannschaft ein echter Torjäger. Möhwald sieht hier noch Verbesserungspotenzial: „Wir mussten viel ausprobieren in der Offensive und haben noch nicht die optimale Lösung gefunden.“ (te)

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