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Sein Abschiedsspiel beim TSV Pentenried bestreitet Daniele Rachella am Freitag, wenn er gegen den TSV Geiselbullach in der Reserve aufläuft. 

Fußball

TSV Pentenrieds Trainer Rachella gibt sein Abschiedsspiel

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Daniele Rachella verlässt den TSV Pentenried im Winter aus beruflichen und privaten Gründen. Ein Abschiedsspiel auf dem Platz lässt er sich nicht nehmen.

Pentenried – Die vor dem Derby gegen den TV Stockdorf bekannt gewordene Nachricht von Trainer Daniele Rachellas Abschied aus Pentenried kam aus heiterem Himmel. Die Fußballer des TSV Pentenried hatten vor dem Spiel eine starke Serie von fünf Spielen ohne Niederlage hingelegt und sogar dem FC Puchheim, Tabellenführer der A-Klasse 2, die erste Saisonniederlage zugefügt. Ein Trainerwechsel aus sportlichen Gründen lag also nicht in der Luft.

Dennoch wurde die Mannschaft am Dienstag darüber informiert, dass beide Seiten sich im Winter einvernehmlich trennen werden. „Aus privaten und beruflichen Gründen kann ich leider nicht weitermachen“, erklärt Rachella, und ergänzt: „Es wird ein bisschen schmerzen, aber der Job ist nun mal wichtiger.“

Mit dem Gedanken gespielt hatte Rachella bereits seit längerem. Der 35-Jährige, der in Memmingen arbeitet, wird demnächst auch dorthin ziehen. Bereits in den vergangenen Wochen war die Belastung von Arbeit und Training für ihn nur noch schwer zu stemmen. „Ich habe gemerkt, dass ich das Ganze mit weniger Einsatz mache und mir die Zeit und die Motivation fehlen, das Training vorzubereiten“, berichtet er. Umso erstaunlicher mutet die starke Serie seiner Mannschaft an. Rachella vermutet: „Die Jungs haben gemerkt, dass es mir nicht so gut geht. Sie versuchen eben das Beste, um mich aufzumuntern.“

Dem Verein verbunden bleiben wird er auch nach seinem Abschied. „Ich bin ein Pentenrieder“, sagt der gebürtige Italiener, der 1997 noch als Jugendfußballer erstmals am Römerfeld die Fußballschuhe schnürte. Später spielte Rachella unter anderem beim SC Fürstenfeldbruck, ehe er vor über drei Jahren nach Pentenried zurückkehrte. Er trainierte zunächst die Reserve und in den vergangenen eineinhalb Jahren die in der A-Klasse beheimatete erste Mannschaft, die die vergangene Saison als Tabellenachter abschloss. Der Name eines Nachfolgers ist aktuell noch nicht bekannt.

Rachella selbst möchte erst einmal nicht mehr als Trainer arbeiten, dafür bei einem Verein in Memmingen wieder als Spieler zum Einsatz kommen. Bereits in der laufenden Spielzeit wechselte er sich in Pentenried ab und zu als Mittelstürmer selbst ein. Ein letztes Mal für den TSV auflaufen wird er am kommenden Freitag (19.30 Uhr) im Spiel der zweiten Mannschaft beim TSV Geiselbullach. Schon jetzt freut er sich auf sein Abschiedsspiel. Rachella: „Das lasse ich mir nicht nehmen.“

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