1. Startseite
  2. Sport
  3. Amateurfußball
  4. Landkreis Starnberg

TSV Perchting gefällt sich in der Jägerrolle

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Christian Heinrich

Kommentare

Seine Tore brachten den TSV Perchting-Hadorf wieder in die Spur: Tobias Leskien (r.) sorgte mit seinen vier Treffer in den letzten Spielen seiner Mannschaft vor der Winterpause acht Punkte bescherte.
Seine Tore brachten den TSV Perchting-Hadorf wieder in die Spur: Tobias Leskien (r.) sorgte mit seinen vier Treffer in den letzten Spielen seiner Mannschaft vor der Winterpause acht Punkte bescherte. © Andrea Jaksch

Fußball-Kreisklassist TSV Perchting-Hadorf will nach der Winterpause noch mal vorne angreifen - auch wenn er schon neun Punkte Rückstand auf Rang zwei hat.

Perchting – Einen neuen Vertrag für die kommende Saison hat Christoph Kammerlander nicht unterschrieben. Noch ziert sich der Trainer des TSV Perchting-Hadorf. „Ich habe mir Bedenkzeit ausgebeten“, erklärt er sein Zaudern.

Zu bedenken gibt es für den Coach des Fußball-Kreisklassisten nach viereinhalb Jahren bei seinem Heimatverein eigentlich nur wenig. Viel mehr möchte er beobachten, welche Weichen die Verantwortlichen in diesen Tagen für die Zukunft stellen. „Ich will wissen, wohin die Reise mit dem TSV geht“, sagt Kammerlander.

Die Aussichten sind wieder rosig, nachdem der Tabellendritte der vorigen Saison in der Zugspitz-Kreisklasse 3 wieder in die Spur gefunden hat. Sieben Spiele ohne Niederlage, in denen 13 Punkte gutgeschrieben wurden, haben die Perchtinger auf Tabellenplatz sechs katapultiert. Der Abstand auf Rang zwei, der zur Aufstiegsrelegation berechtigt, beträgt neun Zähler. Nur sechs Punkte trennen den TSV dagegen von der Abstiegszone. Wohin sich seine Mannschaft orientieren soll, ist für den Übungsleiter jedoch klar: „Wir sind in der Jägerrolle, das lag uns schon immer.“ Kammerlander gibt die Richtung für die ausstehenden zehn Begegnungen nach der Winterpause vor – und heißt Angriff auf Rang zwei.

„Wir wollen die Serie so lange wie möglich fortsetzen“

Mit der Last der Favoritenbürde wurde die Elf mal wieder nicht fertig. Wie schon die Rückrunde der vergangenen Saison vergeigte sie fast die gesamte erste Hälfte der neuen Spielzeit. Verantwortlich dafür macht Kammerlander den perfekten Saisonstart mit den beiden Siegen beim FC Kochelsee-Schlehdorf und in Unterammergau. „Vielleicht war dann eine gewisse Selbstgefälligkeit da“, mutmaßt der Trainer. Seine Kicker waren jedenfalls nicht mehr mit dem nötigen Ernst bei der Sache und wurden von der Konkurrenz prompt für ihre Überheblichkeit gemaßregelt. In den folgenden sieben Partien setzte es sechs Niederlagen bei einem Torverhältnis von 4:22.

Die Probleme lagen zum einen in der Abwehr, in der Markus Herrmann schmerzlich vermisst wurde, nachdem er sich zum Studium nach Wien begeben hatte. Dann fielen mit Kammerlander, Tobias Rampf und Luigi Matorana auch noch drei Routiniers aus. Das Team präsentierte sich kopflos. „Wir mussten Lösungen finden“, sagt der Trainer. Und es war gar nicht so einfach, seiner Mannschaft wieder die nötige Stabilität zu verleihen. Mit der Nullnummer gegen den Tabellenletzten aus Antdorf läutete der TSV die Trendwende ein. Dass der TSV wieder in Fahrt kam, lag nicht nur an der kompakten Defensivarbeit, sondern auch an Tobias Leskien, der mit vier eminent wichtigen Treffern in vier Spielen seiner Mannschaft acht Punkte und den Glauben an sich selbst bescherte.

„Wir wollen die Serie so lange wie möglich fortsetzen.“ Kammerlander hofft, dass sein Team nach der Winterpause sofort wieder in den Tritt kommt. Die ersten drei Gegner haben es in sich. Gegen die Raistinger Reserve (0:2), den FSV Höhenrain (0:4) und den SV Münsing (0:5) handelten sich die Perchtinger in der Vorrunde elf Gegentreffer ein. Es gibt also einiges gut zu tun, wenn Kammerlander und TSV auch in Zukunft zusammenarbeiten sollen.

Auch interessant

Kommentare