Tadellos: Christoph Aschermann machte in der Perchtinger Innenverteidigung einen hervorragenden Job. foto: a. Jaksch

Kammerlanders glückliches Händchen

TSV Perchting gewinnt dank zweier Joker-Tore, erster Sieg für Höhenrain-Trainer Hösl

  • vonChristian Heinrich
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„Es hat sich bezahlt gemacht, dass wir in der Breite so gut aufgestellt sind“, lautete das Fazit von Christoph Kammerlander zum 2:0-Erfolg über Schlehdorf

TSV Perchting-Hadorf – FCK Schlehdorf 2:0 (0:0)
Tore: 1:0 Schwetz (68.), 2:0 Leipold (83.)

„Es hat sich bezahlt gemacht, dass wir in der Breite so gut aufgestellt sind“, lautete das Fazit von Christoph Kammerlander zum 2:0-Erfolg über Schlehdorf. Der Perchtinger Trainer hatte ein glückliches Händchen bewiesen und in der zweiten Halbzeit mit Mohamed Ghaznawi und Louis Leipold die beiden Akteure eingewechselt, die das Match entscheiden sollten. Nach einer schönen Kombination zwischen den beiden erzielte Leipold sieben Minuten vor dem Abpfiff das 2:0.

Das Kräftemessen mit einem starken FCK entwickelte sich zur Geduldsprobe für die Platzherren. Torraumszenen waren in der ersten Hälfte absolut Mangelware. Die beiden Kontrahenten neutralisierten sich im Mittelfeld gegenseitig. Als beide Mannschaften aus der Kabine kamen, änderte sich erst einmal nichts an der Situation. Am Ende musste ein Zufallstreffer von Valentin Schwetz herhalten, der die Kugel Mitte der zweiten Halbzeit aus der eigenen Hälfte nach vorne drosch. Der Ball wurde immer länger und länger und schlug schließlich über den bis dato hervorragend haltenden Schlehdorfer Keeper im Kasten ein. „Vielleicht war der Wind auch ein bisschen mit dafür verantwortlich“, rätselte selbst Kammerlander, wie es zu diesem Treffer kam. Da neben Schwetz auch Christoph Aschermann ein starkes Spiel in der Innenverteidigung ablieferte und Torhüter Christoph Müller stets auf dem Posten war, wenn es gefährlich wurde, fuhren die Perchtinger nach dem Auftakt-Unentschieden gegen in Oberhausen ihren ersten Dreier ein.

FSV Höhenrain – ASV Eglfing 4:2 (3:2)
Tore: 1:0 Mock (6.), 1:1 Hirschler (12.), 1:2 Heringer (18.), 2:2 Huber (32.), 3:2 Pauli (43.), 4:2 Feirer (51.) – Gelb-Rot: Mayr/ASV (82., wiederh. Foulspiel)

Nach einer guten Viertelstunde sah es schon wieder zappenduster für den FSV aus. Matthias Mock hatte die Höhenrainer zwar schon nach sechs Minuten mit einem Freistoß aus 30 Metern in Front gebracht, dem kurz vor der Torlinie fast noch die Luft ausgegangen wäre. Aber die Gäste ließen sich durch den Rückstand überhaupt nicht beeindrucken und drehten innerhalb von nur sechs Minuten durch Fabian Hirschler und Matthias Heringer die Partie. Bei beiden Treffern machte die Defensive der Platzherren nicht den souveränsten Eindruck. Die Reaktion, die seine Mannschaft auf die beiden Schnitzer zeigte, rang Peter Hösl größte Bewunderung ab. „Es war der Schlüssel, dass wir eine gute Moral gezeigt haben“, lobte der Höhenrainer Trainer seine Fußballer für ihr Engagement. Eine gute halbe Stunde war vorbei, da erzielte Michael Huber mit einem direkt verwandelten Freistoß den Ausgleich. Kurz vor der Pause drehte Simon Pauli die Partie mit einem Schuss aus dem Gewühl heraus. Die Eglfinger kamen mit Wut aus der Kabine und starteten heftige Angriffe. Doch der Aufsteiger gab schon bald die richtige Antwort, als Max Feirer aus 16 Metern den Ball volley nahm und in die gegnerischen Maschen hämmerte. „Das kam genau zum richtigen Zeitpunkt“, war Coach Hösl erleichtert über den fulminanten Kunstschuss, der ihm den ersten Pflichtspielsieg als Trainer des FSV bescherte und seiner Elf neuen Elan im Kampf um den Klassenerhalt.  hch

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