Es ist zum Verzweifeln: Spielertrainer Christoph Kammerlander muss in der Defensive seines TSV Perchting-Hadorf jede Woche umstellen.
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Es ist zum Verzweifeln: Spielertrainer Christoph Kammerlander muss in der Defensive seines TSV Perchting-Hadorf jede Woche umstellen.

Ambitionierte Perchtinger kommen nicht in die Gänge

TSV Perchting: Problemzone Viererkette - Sieg gegen SV Wielenbach wird benötigt

  • VonChristian Heinrich
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Die Personalsituation beim TSV Perchting-Hadorf ist derzeit angespannt. Dabei braucht das Team von Christoph Kammerlander gegen den SV Wielenbach einen Sieg.

Perchting – Christoph Kammerlander ist längst aus dem Alter heraus, in dem er zum Geburtstag einen Baukasten geschenkt bekommt. Trotzdem absolviert der Trainer des TSV Perchting-Hadorf seit dieser Saison quasi eine Fortbildung zum diplomierten Bastler. Seit dem Auftakt gegen den FC Kochelsee-Schlehdorf musste der Coach des Fußball-Kreisklassisten ständig eine neue Abwehrformation aufs Feld schicken.

So lange Markus Herrmann noch mit von der Partie war, lief alles glimpflich ab. Aber seit der Verteidiger nach dem zweiten Spiel beim WSV Unterammergau wieder zum Studium nach Wien aufbrach, geht es in der Hintermannschaft der Schwarz-Gelben drunter und drüber.

TSV Perchting kassierte zuletzt fünf Pleiten in sechs Partien

„Es ist uns nicht gelungen, ihn im Kollektiv zu ersetzen“, gibt Kammerlander zu. Nach Herrmanns Abschied setzte es fünf Niederlagen in sechs Spielen und 4:16-Tore. Auch wenn der Trainer seinen Spielern attestierte, dass sie sich nach den beiden Auftaktsiegen viel zu „selbstgefällig“ präsentiert hätten, gingen die Wechselspiele in der Abwehr nicht spurlos an der gesamten Mannschaft vorüber.

Beim 0:2 gegen Raisting verteidigten Florian Fuchs und Ben Bongardt in der Innenverteidigung und Stefan Glas und Leonhard Wagner auf den Außen. Beim 0:4 gegen Höhenrain schwammen Wagner und Christoph Aschermann im Zentrum, sowie Glas und Tobias Leskien auf den Seiten. Die bitterste Abfuhr setzte es beim 0:5 gegen Münsing. Fuchs und Tobias Mörtl wurden in der Zentrale komplett auseinandergenommen, was Glas und Wagner außen nicht reparieren konnten. Wesentlich stabiler präsentierten sich Valentin Schwetz und Mörtl beim 4:2 gegen Eglfing, während Glas und Fuchs die Flanken sicherten. Da gegen die Reserve des FC Garmisch-Partenkirchen jüngst Schwetz und Glas, die einzige Konstante in der Abwehr, ausfielen, setzte es eine herbe 0:3-Pleite. Mohamed Ghaznawi gab seinen Einstand in der Innenverteidigung neben Mörtl, während Fuchs und Wagner außen absicherten.

TSV Perchting braucht Sieg gegen Vorletzten SV Wielenbach

Erschwerend kam hinzu, dass gegen Garmisch mit Luigi Martorana ein wichtiger Mittelfeldspieler kurzfristig ausfiel. Tobias Rampf und Christoph Aschermann konnten ohne ihn den Druck auf die Abwehr nicht gering genug halten. Coach Kammerlander ist überzeugt, dass sich die Verunsicherung auf die gesamte Mannschaft überträgt: „Du spielst einfach befreiter auf, wenn du weißt, du hast hinten vier Leute drin, die den Laden sauber halten.“

Auch am Mittwochabend im Heimspiel gegen den SV Wielenbach (19.30 Uhr) wird er wieder improvisieren müssen. „Ich hoffe, dass wir an die Partie gegen Eglfing anknüpfen können“, sagt Kammerlander vor dem Aufeinandertreffen mit dem Tabellenvorletzten der Kreisklasse 3. Sonst brechen für den TSV noch schwerere Zeiten an.

(Christian Heinrich)

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