Starker Linksfuß im Mittelfeld: Tobias Rampf kickt wieder für den TSV Perchting-Hadorf, nachdem er mit dem 1. FC Penzberg (Foto) und dem SC Pöcking den Aufstieg in die Bezirksliga schaffte.
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Starker Linksfuß im Mittelfeld: Tobias Rampf kickt wieder für den TSV Perchting-Hadorf, nachdem er mit dem 1. FC Penzberg (Foto) und dem SC Pöcking den Aufstieg in die Bezirksliga schaffte.

Perchting-Coach von Neuzugang überzeugt

TSV Perchting: Hochkarätiger Rückkehrer beim Kreisligisten

  • vonChristian Heinrich
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Die Kicker vom TSV Perchting können sich nach der längeren Fußball-Pause freuen. Hochkaräter Tobias Rampf kehrt nämlich zu seinem Ex-Verein zurück.

PerchtingCorona hatte doch ein Gutes für die Fußballer des TSV Perchting-Hadorf. Zwar mussten sie im März tief in die Tasche greifen, weil ihr Trainingslager in Italien wegen der Pandemie storniert wurde, aber spätestens im Frühjahr machte sich der finanzielle Verlust wenigstens sportlich wieder wett. Tobias Rampf tauchte im Training auf und fand Gefallen am Treiben beim Tabellenvierten der Kreisklasse 3. Christoph Kammerlander versichert, dass er den Mittelfeldspieler nicht vom SC Pöcking-Possenhofen abgeworben hat: „Ich bin ihn nie proaktiv angegangen“, sagt der TSV-Trainer. Kammerlander konnte warten, weil er wusste, dass der Rückkehrer bald von selbst zu ihm kommen würde.

Rampf äußerte irgendwann den Wunsch, wieder für die Schwarz-Gelben zu spielen, bei denen einst seine Karriere begonnen hatte. 2015 hatte er zum ersten Mal seine sieben Sachen gepackt und sich dem 1. FC Penzberg angeschlossen. Mit dem Klub aus dem Oberland feierte er den Aufstieg in die Bezirksliga. Nach zwei Jahren kam er wieder nach Perchting zurück, blieb aber nicht lange, bevor er nach Pöcking weiterzog. Dem Sportclub brachte er ebenfalls Glück. Auch wenn er nur auf wenige Einsätze kam, wieder war Rampf am Aufstieg in die Bezirksliga beteiligt.

Der Kontakt zu seinem Heimatverein riss in all den Jahren aber nicht ab. In München lebt Rampf in einer Wohngemeinschaft mit den Perchtinger Kickern Luca Waldenmeier, Dominik Sepperl und Michael März zusammen. Selbstverständlich schwört das Trio Stein und Bein, den ehemaligen Teamgefährten nie in seiner Entscheidung beeinflusst zu haben. Dass Rampf zusammen mit ihnen ins Training fahren kann, ist in diesen Zeiten jedoch ein Argument, das nur schwer zu entkräften ist. Zeit zum Fußballspielen und Trainieren hat Rampf jetzt wieder mehr, nachdem er seine Ausbildung zum Physiotherapeuten abgeschlossen hat.

Mit dem starken Linksfuß gewinnt Kammerlander einen weiteren fähigen Spieler für das zentrale Mittelfeld, der das Niveau der gesamten Mannschaft heben dürfte. Der Coach ist überzeugt: „Er wird in der Kreisklasse zu den besten Spielern gehören.“ Kammerlander ist optimistisch, mit Rampf die Aufstiegsplätze angreifen zu können, sollte die Saison tatsächlich wieder starten: „Wir wären für eine Fortsetzung der Saison gut gerüstet.“ Und wenn der Ball nicht rollt, dann hat der Trainer immerhin eine helfende und heilende Hand mehr in seinem Betreuerteam.  hch

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