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„Da muss ich mich als Trainer hinterfragen“: TSV Gilching sehr glanzlos gegen Schwabmünchen

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Hatten viel zu besprechen und mussten sich auch manchmal an den Kopf greifen: Gilchings Trainer Peter Schmidt (l.) mit seinem Assistenten Christoph Meißner. Gerade in der Anfangs- und Schlussphase kam der TSV ins Schwimmen.
Griff sich nach dem Auftritt gegen Schwabmünchen an den Kopf: Gilchings Trainer Peter Schmidt (Archivbild). © Andrea Jaksch

Der TSV Gilching-Argelsried kann in dieser Saison auch zwei Spiele in Folge gewinnen. Beim 2:1 (0:0) am Sonntag in Schwabmünchen bekleckerten sich die Landesliga-Fußballer aber keineswegs mit Ruhm.

Gilching – Peter Schmidt stellte die Sinnfrage. „Da muss ich mich als Trainer schon hinterfragen“, sagte der Übungsleiter des TSV Gilching-Argelsried. Er rätselte, warum sein Team auch am Sonntag beim krisengeplagten TSV Schwabmünchen trotz eines 2:1 (0:0)-Sieges eine schlechte Leistung ablieferte. „Wir können momentan in keiner Weise das im Spiel abrufen, was wir unter der Woche trainieren“, analysierte er die 90 wenig ansehnlichen Minuten. Vor allem im Offensivspiel hakte es am Sonntag gewaltig. Die gefährlichste Chance der ersten Halbzeit hatte noch Angreifer Maximilian Hölzl, der seinen Chip in der Anfangsphase zu hoch ansetzte. Danach folgte viel Leerlauf, ehe der sehr kleinlich leitende Schiedsrichter Felix Wolf die 105 Zuschauer mit dem Pausenpfiff erlöste.

Immerhin begann die zweite Halbzeit mit einem Höhepunkt. Dummerweise aus Gilchinger Sicht hatten den die Gastgeber zu verzeichnen. Thomas Rudolphs Distanzschuss mit rechts schlug im kurzen, oberen Eck ein. Gilchings Keeper Sebastian Hollenzer reagierte nicht, sodass der Außenseiter nicht einmal unverdient führte (55.). Immerhin können sich die Gilchinger momentan auf die Schussstärke ihres derzeit gefährlichsten Akteurs verlassen. Marcel Ebeling drosch einen Freistoß kurz hinter der Strafraumgrenze nur sieben Minuten später humorlos unter die Latte. „Die Mauer war falsch gestellt“, wunderte sich Schmidt. Die Gilchinger hatten danach gegen den im Tabellenkeller stehenden Bayernliga-Absteiger mehr Ballbesitz, luden den Gegner aber auch immer mal wieder zu Chancen ein. Umso glücklicher war der finale Akt der Begegnung. Plator Doqaj kam frei vor dem Tor an den Ball. Sein Lupfer wurde von Torwart Soma Orban mit einer Hand gestoppt, ehe dieser in Doqaj hineinlief. Zum Entsetzen von Orban zeigte Wolf auf den Elfmeterpunkt. „Ich hätte ihn nicht gegeben, denn er spielt zuerst den Ball“, bekannte Schmidt. Ebeling übernahm die Aufgabe und sicherte durch den verwandelten Elfmeter mit seinem bereits siebten Saisontreffer den zweiten Dreier in Folge für sein Team.

Dieses Saisonnovum sorgte dafür, dass die weiter ungeschlagenen Gilchinger vor dem Heimderby am Freitag gegen den Nachbarn SC Olching (19.30 Uhr, Kies-Arena) weiter Anschluss an das Spitzenduo aus Kaufering (3:2-Heimsieg gegen Erkheim) und Sonthofen (3:1-Sieger in Jetzendorf) halten. (Tobias Huber)

TSV Schwabmünchen – TSV Gilching-A. 1:2 (0:0)

TSV Schwabmünchen: Orban - Berger, Kusterer, T. Uhde, Omerbegovic, Heckmeier, Schäffler, El Fayyad (82. Berger), Hoppe, M. Uhde, Rudolph

TSV Gilching: Hollenzer - Kuhn, Rodenwald (52. Kraus), Häusler (86. Freinecker)- Doqaj, Brand, Leutenecker, Ralic (63. Buckl) - Ebeling - Eichberg (72. Saibou), Hölzl (63. Benouachkou)

Tore: 1:0 Rudolph (55.), 1:1 Ebeling (62.), 1:2 Ebeling (86., Foulelfmeter)

Zeitstrafe: Benouachkou (90.+4, Gilching/Spielverzögerung) Schiedsrichter: Felix Wolf (TSV Dietramszell)

Zuschauer: 105

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