Olching (weiße Trikots) und Gilching spielen im Landesliga-Derby.
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Endlich wieder Landesliga vor Kulisse: Olching (weiße Trikots) und Gilching schenkten sich nichts.

Gilchings letztjähriger Toptorjäger

Neue Rolle für TSV Gilching-Stürmer Ersoy: Warten auf Ersoys Flick-Flack

  • VonRedaktion Starnberg
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Murat Ersoy war in der vergangenen Saison der beste Torschütze des TSV Gilching-Argelsried. Nun sieht sich der Stürmer einer ungewohnten Rolle gegenüber.

Gilching – Auf seinen Flick-Flack mit anschließendem Salto als Torjubel müssen die Anhänger des TSV Gilching-Argelsried schon länger verzichten. Seinen letzten Treffer für den Fußball-Landesligisten in einem Pflichtspiel schoss Murat Ersoy am 24. November 2019 beim 2:1-Heimsieg über den FC Memmingen II. „So lange die Mannschaft erfolgreich ist, spielt das aber auch keine Rolle für mich“, stellt der 24-Jährige klar.

Doppelsturm mit Idrizovic und Hölzl schon mit vier Toren

In dieser Saison ist der beste Schütze des TSV der abgelaufenen Runde (neun Tore in 25 Partien) bislang in neuer Rolle zu bewundern. Trainer Peter Schmidt beorderte den gebürtigen Weilheimer mit türkischem Pass in das defensive Mittelfeld. „Er kann dank seiner Ausbildung alles spielen“, lobt Schmidt. Ersoy spielte in seiner Jugend nicht nur für den SV Raisting und die FT Starnberg 09, sondern auch ein Jahr lang beim FC Augsburg. Derzeit wird der Inhaber eines Lebensmittelgeschäfts in Weilheim auch nicht als Angreifer benötigt. Der neue Doppelsturm des TSV mit Belmin Idrizovic (2) und Maximilian Hölzl (2) hat nach zwei Partien schon vier Tore auf dem Konto.

Auch spielerisch machten die Gilchinger zuletzt beim 3:3 in Geretsried Fortschritte. „Gegen die haben wir früher eigentlich immer schlecht ausgesehen“, sagt Ersoy. Diesmal trennten die TSV-Fußballer nur wenige Augenblicke vom ersten Saisondreier. Der soll am Sonntag im Heimspiel gegen den SV Egg an der Günz (15 Uhr, Kies-Arena an der Talhofstraße) her. Egg überraschte jedoch unter der Woche mit einem 2:0-Heimerfolg über den ambitionierten 1. FC Sonthofen. „Das wird ein unbequemer Gegner, der aber keinesfalls unschlagbar sein wird“, urteilt Trainer Peter Schmidt.

„Das Spiel unter der Woche hat Kraft gekostet.“

TSV-Trainer Schmidt

Er wird seine Startelf trotz der guten Leistung umbauen. „Das Spiel unter der Woche hat Kraft gekostet“, sagt Schmidt. Nick Schnöller, der bereits nach knapp einer halben Stunde raus musste, wird wegen muskulärer Beschwerden auf jeden Fall ausfallen. Auch Michael Freinecker ist schwer angeschlagen. Dafür könnte Florian Huber in den Kader zurückkehren.

Ersoy wird dagegen aller Voraussicht nach wieder auflaufen. Dabei waren die fünf Spiele im Jahr 2020 alles andere als gut gelaufen. „Wir haben ihm gesagt, dass wir mehr von ihm erwarten“, berichtet Schmidt. Ersoy hatte aber auch gute Gründe. „Durch die Corona-Krise musste ich mich mit meinem Laden neu organisieren, war sehr stark beschäftigt“, erzählt der 24-Jährige. Inzwischen kann er Beruf und Hobby wieder besser vereinen. Und wer weiß, vielleicht dürfen sich die TSV-Fans schon am Sonntag endlich wieder über eine sehenswerte Turnübung freuen.  (toh)

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