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Derby zum Jahresabschluss: Penzberger wollen Dreier gegen HSV – Ollert kündigt Winterzugänge an

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Von: Andreas Mayr

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Die meisten Schüsse verfehlten das Ziel: Beim Hinspiel im vergangenen August kassierten die Penzberger (in grünen Trikots, hier Gabriel Taffertshofer) gegen Bad Heilbrunn eine 1:3-Niederlage.
Die meisten Schüsse verfehlten das Ziel: Beim Hinspiel im vergangenen August kassierten die Penzberger (in grünen Trikots, hier Gabriel Taffertshofer) gegen Bad Heilbrunn eine 1:3-Niederlage. © oliver rabuser

Der FC Penzberg empfängt zum Abschluss der Bezirksliga Saison den SV Bad Heilbrunn. Coach Ollert will das Derby gewinnen und kündigt Neuzugänge an.

Penzberg – Ob’s nun Zufall war oder vom Verband gewollt: Am letzten Spieltag des Jahres in der Bezirksliga Süd stehen gleich drei Oberland-Duelle an, die sich – ganz zuschauerfreundlich – auch noch auf drei Tage verteilen. „Es gibt nichts Geileres, als mit einem Derby abzuschließen“, sagt Simon Ollert vom 1. FC Penzberg. Sein Team eröffnet das Derby-Wochenende am heutigen Freitag mit der Heimpartie gegen Nachbar SV Bad Heilbrunn (19 Uhr). Danach steht ein gemütlicher Abend im Vereinsheim an, an dem auch Neuigkeiten zu verkünden sind.

FCP-Coach Ollert verspricht Neuzugänge

Denn klar ist auch: Nach diesem Spiel beginnt ein neuer Abschnitt der Penzberger Fußballsaison. „Es wird das eine oder andere passieren im Winter“, kündigt Trainer Simon Ollert an. Zuletzt tummelten sich mehrere Probespieler im Training des FCP, darunter Patriot Lajqi, der bei Landesligist TuS Geretsried rausgeflogen war, danach mit seinem Trainer öffentlich abrechnete und nun auf Vereinssuche ist. Ollert wollte die Interessenten unbedingt über mehrere Einheiten hinweg beobachten, damit sie „ohne Druck und Stress“ vorspielen können und er auch ihren Charakter besser einzuschätzen vermag. „Sie müssen eins zu eins zum Verein passen“, betont der Coach.

Bis zum 10. Januar hat er seinen Kickern freigegeben. Dazwischen stehen nur ein paar Hallenturniere an, die der FCP aber „auf Gaudiebene“ bestreitet. Ollert selbst genießt die fußballfreie Zeit. Urlaub wird er machen, mit der Freundin etwas unternehmen, in der Heimat ein bisschen was arbeiten. Und natürlich die Weltmeisterschaft schauen. Einerseits findet er zwar ein Turnier in Katar mit allen Verästelungen „beschissen“, andererseits interessiert ihn als „Fußballer pur“, wie er sich selbst bezeichnet, „wie der taktische Standard“ ist. „Ich bin überhaupt nicht in WM-Stimmung, will mich aber als Trainer weiterentwickeln“, betont Ollert.

FCP wartet seit sieben Jahren auf einen Sieg gegen Bad Heilbrunn

Die Vorbereitungen für den zweiten Teil der Saison hat er abgeschlossen. Acht Wochen Aufwärmen warten auf den FCP samt Trainingslager. Mit Maximilian Bauer habe er nun einen Gesprächspartner, mit dem er in Ruhe neue Ideen entwickeln könne. Genauso stehen einige Treffen mit der sportlichen Führung des Klubs an. „Wie wir unsere Mannschaft künftig aufstellen.“ Um die Stimmung in den kalten Monaten warm zu halten, wäre ein Sieg über Bad Heilbrunn, aktuell Dritter, sehr wichtig. „Einen Erfolg nimmst du mit in die Vorbereitung. Da trägst du einen leichteren Rucksack“, sagt der 26-Jährige. Seit sieben Jahren, damals noch in der Kreisklasse, gab’s keinen Penzberger Sieg über den SVH mehr. „Wir wollen es nicht acht Jahre werden lassen“, sagt Ollert.

Das Heilbrunner Team mit seiner Mega-Abwehr erinnert ihn stark an Atletico Madrid zu Glanzzeiten – die kompakte Defensive, das Umschaltspiel, die Standardstärke. „Mit minimalen Verhältnissen haben sie maximalen Erfolg“, lobt der Penzberger Trainer. Wie dieser Abwehrbolzen zu knacken ist? Mit der von Ollert so oft beschworenen Leidenschaft, die Penzberg allerdings nicht immer zeigt. „Ich will sehen, dass die Mannschaft lebt“, sagt er. Außerdem gebe es ja noch den jüngsten Lauf zu bestätigen, merkt der Coach an. Womöglich gibt Franz Huber nach überstandener Grippe noch ein Kurz-Comeback. Das hängt aber davon ab, wie fit sich der Stürmer fühlt.

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