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Eglfing freut sich, Huglfing ist enttäuscht: Die Gäste vom ASV bejubeln in dieser Szene den Elfmetertreff er zum 2:0, der im Derby der Kreisklasse 3 letztlich für die Entscheidung sorgte.

Kreisklasse 3 kompakt

Zwei Elfmeter sichern ASV Eglfing den Derby-Sieg - ESV Penzberg enttäuscht

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Oben festgesetzt hat sich in der Kreisklasse 3 der ASV Eglfing, der das Derby in Huglfing vor stattlichen 300 Zuschauern gewinnt – allerdings nicht die bessere Mannschaft war. Die SG Oberhausen/Weilheim verliert trotz Führung erneut daheim, die Siegesserie des ESV Penzberg endet überraschend in Münsing.

VON BORIS FORSTNER

SC Huglfing 0
ASV Eglfing 2

Tore: 0:1 (44.) Heringer (Elfmeter), 0:2 (68.) (Elfmeter) Schiedsrichter: Yubiz Widholz Gelb-rote Karte: Huglfing: Stefan Buchwieser (74.) Zuschauer: 300

Nach dem spielerischen Offenbarungseid aus der Vorwoche zeigten sich die Huglfinger gut erholt, hatten gegen den Favoriten aus Eglfing sogar mehr vom Spiel – und standen am Ende doch wieder mit leeren Händen da, „obwohl wir das Spiel beherrscht haben“, wie Trainer Anton Heichele haderte. Pech hatte Huglfing, als der Schiedsrichter Mitte der ersten Hälfte erst einem Elfmeter für die Gastgeber gab, dann aber zurückruderte und mit Schiedsrichterball weitermachte. Kurz vor der Halbzeit dann der Pfiff auf der anderen Seite, nachdem der Unparteiische das Spiel zunächst hatte weiterlaufen lassen – Matthias Heringer traf zum 1:0 für die Gäste (44.).

Huglfing ackerte unverdrossen weiter, doch das zweite Tor gelang wieder Eglfing, wieder Heringer per Elfmeter dieses Mal nach klarem Foul (68.). „Letzte Woche hatte er noch einen Strafstoß verschossen, doch vor dem Spiel hatte er mir gesagt, dass er gerne wieder schießen würde“, sagt Eglfings Trainer Dennis Destek – das nennt man Selbstvertrauen. Davon haben die Huglfinger leider kaum mehr etwas, die wenigen klaren Chancen wurden vergeben. „Wir wissen gar nicht mehr, wie sich ein Torerfolg anfühlt“, sagte Heichele, „offenbar sind wir als Aufsteiger zu naiv.“

SG Oberhausen/Weilheim 1
WSV Unterammergau 3

Tore: 1:0 (33.) Schüller, 1:1 (67.) Stumpfecker, 1:2 (86.) Wagner, 1:3 (88.) Brauchle Schiedsrichter: Felix Angerer Zuschauer: 40

Erheblich verbessert zeigte sich die SG Oberhausen/Weilheim nach der 1:6-Heimklatsche aus der Vorwoche, doch Zählbares sprang bei der erneuten 1:3 (1:0)-Heimniederlage gegen den abwehrstarken WSV Unterammergau trotzdem nicht heraus – für Trainer Markus Bierling bitter, weil der K.o. erst kurz vor Schluss kam: „Einen Punkt hätten wir verdient gehabt.“

Der Spielgemeinschaft war anzumerken, dass sie sich für die schwache Leistung der Vorwoche rehabilitieren will. „Wir waren gut im Spiel“, sagte Bierling, seine Mannschaft erzielte auch die Führung: Tobias Schüller schenkte den Gästen das erst dritte Gegentor der Saison ein. Wer weiß, wie die Partie ausgegangen wäre, wenn Patrick Jäger kurz vor der Halbzeit auf 2:0 erhöht hätte: Mehrere Gegenspieler tanzte er aus, schoss aber knapp am Tor vorbei.

In Durchgang zwei übernahm Unterammergau die Initiative und hatte beim Ausgleich von Simon Stumpfecker Glück, dass der Ball von der Unterkante der Latte ins Weilheimer Tor sprang. Die Gastgeber verteidigten wacker das Remis, doch eine Flanke kurz vor Schluss konnten sie nicht verhindern, auch der zuvor stark haltende Torhüter Anton Tafertshofer sah in der Szene nicht gut aus – plötzlich stand es 1:2 (86.), dem kurz darauf durch einen Konter gegen die aufmachenden Oberhauser der Treffer zum 1:3-Endstand folgte (88.).

SV Münsing-Ammerland 1
ESV Penzberg 0

Tore: 1:0 (80.) Christos Gkouziatis Schiedsrichter: David Becker Zuschauer: 90

Rätselhaft bleibt ESV-Penzberg-Trainer Stefan Korpan, warum seine Mannschaft nach zuletzt drei Siegen in Folge jetzt in Münsing einen so blutleeren Auftritt hingelegt hat. „Lauer Sommerkick“, „Not gegen Elend“, das sind seine Worte nach dem 0:1. Gefeiert haben seine Spieler am Vorabend nicht, „das habe ich sie nach dem Spiel auch gleich gefragt“, so Korpan. Eine einzige Chance hatte sein Team, die in der 5. Minute vergeben wurde. In der 80. Minute schlitterten die Penzberger bei einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung in einen Konter und kassierten den entscheidenden Gegentreffer. Korpan begründete die schwache Leistung mit vier Wechseln, die er im Vergleich zum erfolgreichen Spiel der Vorwoche habe vornehmen müssen, „die Neuen haben sich nicht unbedingt aufgedrängt“.

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