Meist auf der Höhe des Geschehens: Die Habacher (in weißen Trikots, hier Peter Diepold) zogen sich gegen die zwei Klassen höher spielenden Garmischer gut aus der Affäre.
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Meist auf der Höhe des Geschehens: Die Habacher (in weißen Trikots, hier Peter Diepold) zogen sich gegen die zwei Klassen höher spielenden Garmischer gut aus der Affäre.

ASV hält gegen Landesligist gut mit

ASV Habach trotzt Garmisch Remis ab - Heckmeier spielt dieses Jahr nicht mehr

  • vonRoland Halmel
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Der ASV Habach hielt gegen den Landesligisten FC Garmisch-Partenkirchen gut mit. Die Spieler ziehen in der Vorbereitung gut mit.

Habach – Die Terrasse des Sportheims verwaist, keine Fans, die ihr Team lautstark unterstützen. Wer zufällig am Freitagabend am Habacher Sportplatz vorbeikam, hätte wohl nicht erkannt, dass ein hochkarätiger Gegner beim ASV zu Gast war, der in normalen Zeiten eine Zuschauerschar in dreistelliger Höhe interessiert hätte. Die Corona-Vorgaben brachten es aber mit sich, dass die Habacher ihren ersten Test nach fünfmonatiger Pause gegen den Landesligisten 1. FC Garmisch-Partenkirchen als Geisterspiel absolvieren mussten. „Schade, aber so sind nun mal die Regeln“, konstatierte ASV-Coach Jürgen Staiger, nachdem sein ersatzgeschwächtes Team dem Favoriten ein 2:2 (1:1)-Unentschieden abgetrotzt hatte.

Heckmeier: Will nach Knie-Op erst wieder richtig gesund werden

„Unser Ziel war es, die Räume eng zu machen und Nadelstiche zu setzen. Das ist uns gut gelungen“, urteilte Staiger, der unter anderem auf die Urlauber Maximilian Feigl und Maximilian Nebl, den verletzten Maximilian Gerg sowie Antreiber Benedikt Heckmeier verzichten musste. Der ASV-Kapitän unterzog sich vor fünf Wochen einer Knie-OP, um seine bereits seit der vergangenen Saison vorhandenen Beschwerden in den Griff zu bekommen. „Ich will jetzt erst wieder richtig gesund werden. In diesem Jahr werde ich nicht mehr spielen“, sagte Heckmeier, der mit ein paar Zaungästen von außerhalb des Vereinsgeländes das Spiel verfolgte.

Staiger: Jungs haben super mitgezogen

Auch sonst lief bei den Habachern in Sachen „Corona-Regeln“ alles vorbildlich. Der Weg in die Kabinen war ausgeschildert. Die Auswechselspieler saßen mit entsprechendem Abstand am Spielfeldrand. Der Trainer hatte den Mundschutz stets griffbereit und Vereins-Chef Jürgen Heckmeier, der wie bei einem regulären Ligaspiel als Linienrichter unterwegs war, versah sein Amt sogar während der kompletten Spielzeit mit einer Gesichtsmaske. Nichts auszusetzen hatte Staiger auch an der bisherigen Vorbereitung. „Wir haben ab Ende Mai einmal pro Woche und dann später zweimal trainiert. Wir haben vor allem Technik und Passspiel geübt und alles mit dem Ball gemacht“, berichtete Staiger. „Die Jungs haben super mitgezogen“, lobte der ASV-Coach.

Staiger: Junge Spieler „haben alles gegeben“

Auch an der Vorstellung gegen die Garmisch-Partenkirchener gab es wenig auszusetzen – und das, obwohl aufgrund der Lücken im Kader einige junge Kräfte wie Moritz Off oder Severin Annaberger ran mussten. „Sie haben alles gegeben“, urteilte Staiger, dessen Team durch Felix Habersetzer, der für Heckmeier die Kapitänsbinde trug, nach einer knappen halben Stunde in Führung ging. Der Oberhausener Moritz Müller im Trikot der Gäste glich wenig später mit einem sehenswerten Fallrückzieher aus (34.).

In der zweiten Hälfte bekamen die Werdenfelser, diepersonell deutlich mehr Alternativen hatten, ein deutliches Übergewicht. Dennoch gingen die Hausherren durch Tobias Habersetzer erneut in Führung (78.). Den Vorsprung brachte der ASV aber nicht ins Ziel. Mit der letzten Aktion gelang Jonas Poniewaz noch der Ausgleich (90.) für die Werdenfelser.  (rh)

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