Er marschiert stets voran: Für seinen Trainer ist Benedikt Heckmeier beim ASV Habach der Führungsspieler schlechthin. foto: halmel Als C-Jugendlicherbei der A-JugendWechsel kommtnicht in Frage

„Balotelli-Ritual“ bei ASV Habach 

ASV-Habach-Kapitän ist Vorbild: Benedikt Heckmeier hat Bauchmuskeln wie Balotelli

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Habach – Beim Fußball-Kreisligisten ASV Habach gibt es ein Ritual: Nach Spielende bildet die Mannschaft auf dem Platz einen Kreis mit einem Spieler in der Mitte, der mit nacktem Oberkörper umherspringt und lauthals „Balotelli“ ruft

Habach – Beim Fußball-Kreisligisten ASV Habach gibt es ein Ritual: Nach Spielende bildet die Mannschaft auf dem Platz einen Kreis mit einem Spieler in der Mitte, der mit nacktem Oberkörper umherspringt und lauthals „Balotelli“ ruft. Dabei handelt es sich nicht um einen ausgewiesenen Fan des gleichnamigen ehemaligen Italienischen Nationalspielers, sondern um ASV-Kapitän Benedikt Heckmeier. Entstanden ist das spezielle Jubelprocedere in der Kabine. „Da meinten meine Teamkollegen, ich hätte Bauchmuskeln wie Balotelli“, erzählt der 28-Jährige, der nicht nur nach dem Spiel, sondern auch während der Ball noch rollt den Ton angibt.

„Druckts’n nei“, ist nur einer der Anfeuerungsrufe des Abwehrchefs, der, was Einsatz und Engagement betrifft, ein absolutes Vorbild ist. „Er lebt den ASV und ist der Führungsspieler“, sagt Trainer Jürgen Staiger über Heckmeier, der schon mit sechs Jahren das Habacher Trikot trug. Zu Anfang war der Torhüter. „Ab der D-Jugend war ich aber zu klein für das Tor, deshalb haben mich die Trainer in die Abwehr gesteckt“, erinnert sich der Heckmeier.

Die Grundlagen für seine herausragende Stellung beim ASV, bei dem er seit dem Aufstieg in die Kreisliga vor über sechs Jahren die Kapitänsbinde trägt, legte er ein paar Spielzeiten später. Heckmeier war C-Jugendlicher, doch beim ASV gab es kein Team in dieser Altersstufe. Also musste er bei der A-Jugend mitspielen. „Die anderen waren da einen Kopf größer, aber diese harte Schule hat ihm gut getan“, sagt sein Vater Jürgen Heckmeier, der Vorstand beim ASV ist. Sein Sohn entwickelte sich in der Folge zum absoluten Leistungsträger, was vermutlich auch anderen höherklassigen Vereinen in der Nachbarschaft nicht verborgen geblieben ist. „Wechselanfragen habe ich aber keine bekommen“, verrät Benedikt Heckmeier. Vermutlich war bekannt, dass er als eingefleischter Habacher seinen Heimatverein nicht verlassen würde. „Ich will mit meinen Spezln zusammenspielen“, so Heckmeier. Der 28-Jährige, der als enorm zweikampf- und kopfballstark gilt, hat auch gar nicht den Wunsch, in höheren Fußballgefilden unterwegs zu sein. Obwohl: Die Bezirksliga würde ihn schon reizen würde. „Das wäre mit dem ASV schon gut“, so der Kapitän.

Im vergangenen Sommer stand der Dorfverein in der Relegation gegen Schwaig auch schon mit einem halben Bein in dieser Liga drin, um letztlich aber doch knapp zu scheitern. „Das waren tolle Spiele gegen Peiting und Schwaig“, erinnert sich Heckmeier trotz des verpassten Aufstiegs gern an diese spannenden Duelle vor großer Kulisse. Vielleicht klappt es ja in dieser Saison mit dem Sprung nach oben. Die Chancen hierfür stehen allerdings nicht besonders gut: Der ASV Habach ist zur Winterpause zwar Tabellendritter, der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt allerdings bereits sieben Zähler. Heckmeier und seine Teamkollegen steckt vermutlich noch immer die lange und kräftezehrende Relegation in den Knochen. Heckmeier, der zwischenzeitlich mit gebrochener Nase und mit Maske spielte, plagt seit geraumer Zeit eine Knieverletzung. In der Winterpause will er sie auskurieren, um dann im neuen Jahr wieder voll angreifen zu können. Schließlich wollen die ASV-Fans noch oft seine Bauchmuskeln sehen und die „Balotelli“-Gesänge zu hören bekommen. 

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