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Penzberg will Negativserie gegen den SC Oberweikertshofen beenden

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Von: Andreas Mayr

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Am Boden: Für den FC Penzberg (hier Sandu Poplacean nach der Partie gegen Haidhausen) läuft es seit einigen Wochen nicht mehr. Nach vier Niederlagen in Folge ist das Team in die Nähe der Abstiegszone gerutscht.
Am Boden: Für den FC Penzberg (hier Sandu Poplacean nach der Partie gegen Haidhausen) läuft es seit einigen Wochen nicht mehr. Nach vier Niederlagen in Folge ist das Team in die Nähe der Abstiegszone gerutscht. © andreas mayr

Nach zuletzt vier Spielen will der FC Penzberg wieder dreifach Punkten. Trotz Negativlauf lässt sich das Team um Spieler Hiry nicht verunsichern.

Penzberg – Seine Rolle als Führungsspieler legt Marco Hiry etwas anders aus als die anderen. Der Co-Kapitän der Penzberger Fußballer sagt: „Ich sehe mich schon als großer Bruder.“ Rein vom Alter her betrachtet passt das auch ziemlich gut: Marco Hiry, 31 Jahre alt, hilft Fußballern bei ihren ersten Schritten im Seniorenbereich, die gerade 19 Jahre alt sind.

Gleichzeitig gibt er auch den Spaßvogel. Zur Zeit ist Hiry mehr denn je gefragt. Denn nach vier Niederlagen in Serie in der Bezirksliga Süd und mit doch einer beträchtlichen Anzahl an verletzten Stammspielern packt man noch mehr Verantwortung auf seine Schultern. Er spürt das auch, wie er am Telefon sagt. „Alle schauen noch mehr auf dich. Du musst komplett für die Mannschaft da sein.“ Derzeit gebe es noch mehr Gesprächsstoff als sonst. Beinahe nach jedem Training und jeder Partie erfüllt Hiry seine Pflichten als „Sprachrohr zwischen Martin und den Spielern“ – also als Mittelsmann des FCP zu Trainer Martin Wagner.

Die Themen, die vor allem die Jungen belasten, sind vielfältig. Manche meinen, dass sie längst das Zeug zur Stammkraft haben. Andere beschleicht dagegen das Gefühl, dass sie trotz der vielen Einheiten noch nicht bereit sind. Nun kommen natürlich noch die sportlichen Nöte hinzu. Woche für Woche ein neuer Rückschlag. „Das staucht schon. Vor allem eine junge Mannschaft, die noch nicht so weit ist, dass sie das komplett tragen kann“, sagt Hiry. Doch eines hat er bei den Penzbergern nicht ausgemacht: einen Hang zur Depression. Trotz der schlechten Ergebnisse stimmt die Trainingsbeteiligung. 16 bis 18 Kicker schlagen im Stadion auf. Darüber hinaus merke man vor jeder Partie, „dass Dampf da ist, dass Wille da ist, dass es brennt“, so Hiry Umso schwerer sei es zu begreifen, warum die Punkte in den jüngsten Duellen an die anderen gingen.

Den Weg aus der Mini-Krise planiert Coach Wagner bei seinen Einheiten. Da es zuletzt am Toreschießen mangelte, schnitt er die Übungen auf das Spiel im vorderen Drittel zu, auf Flanken, Hereingaben, Torabschluss. „Üben wir seit zwei Wochen intensiv“, erklärt Hiry, der Führungsspieler. Genauso schwören sich die Penzberger bei jeder Gelegenheit ein. „Von der Mannschaft passt es voll“, sagt Hiry, der Fotios Roumbos und Jürgen Seifert als seine frühen Mentoren nennt. Von der Qualität des Teams ist er längst vollkommen überzeugt, auch wenn er anfangs der Saison ob der vielen Jungen skeptisch war. „Wir haben genug Qualität und genug gute Stimmung.“ Was es braucht, um die imaginäre Blockade zu brechen: „ein dreckiges, blödes Tor, einen knappen Sieg – dann läuft das“, ist Hiry überzeugt.

Diesen Samstag trifft der FCP im Heimspiel auf den SC Oberweikertshofen (14.30 Uhr, Nonnenwaldstadion). Die Gäste sind neben den punktgleichen Raistingern und Haidhausenern schärfster Verfolger von Tabellenführer Denklingen. Leicht wird die anstehende Aufgabe wirklich nicht. Mit etwas Glück hilft Maximilian Kalus, Kapitän und Hirys guter Spezl, auf dem Platz wieder mit. Neben Hiry füllt er die Rolle als Leitwolf aus, wobei er als Verletzter seine eigenen Schwierigkeiten hat. Doch Kalus kam und kommt zu jeder Sitzung, organisiert, was anfällt. Am Einsatz wird es in Penzberg nicht scheitern. Marco Hiry glaubt ebenso nicht, dass der FC nun in den Abstiegskampf der Bezirksliga schlittert. Er stellt klar: „Da unten haben wir nichts verloren. Rein von der Mannschaft her sehe ich keine Bedenken.“ (ANDREAS MAYR)

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