Hat nicht nur das Männer-Team im Blick: Christian Strobl, Trainer des SV Söchering, hilft derzeit auch bei der Betreuung der F-Jugend.
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Hat nicht nur das Männer-Team im Blick: Christian Strobl, Trainer des SV Söchering, hilft derzeit auch bei der Betreuung der F-Jugend.

Söcherings Coach setzt auf alternative Angebote

Christian Strobl: Spagat zwischen A-Klasse und F-Jugend beim SV Söchering 

  • Andreas Mayr
    VonAndreas Mayr
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Christian Strobl hat eine neue Nebenbeschäftigung. Er betreut neben seiner Herrenmannschaft in der A-Klasse jetzt auch die F-Jugend bei SV Söchering. 

Obersöchering – Christian Strobl betreut jetzt auch die F-Jugend, die Fußballzwerge beim SV Söchering. Einmal die Woche, immer dienstags, hilft er bei der Ausbildung. Die Corona-Auflagen verlangen einen zweiten Betreuer. Und weil er den Verein bei so einer Geschichte nicht im Stich lassen will, lässt sich Strobl jede Woche testen, um danach mit den Minis auf den Platz zu gehen.

Bei seiner eigentlichen Mannschaft, den Männern, gibt es gerade nicht so viel zu tun. Frühzeitig hat er Laufgruppen gebildet. Als er dann vom Angebot der Gymnastiksparte erfuhr, schlossen sich er und seine Kicker dem Powerpump-Kurs von Kathrin Linner an. Die Fitnesstrainerin bietet zweimal wöchentlich Einheiten im Internet an, die Resonanz im Verein hervorrufen. „Ist anstrengend“, sagt Christian Strobl, aber „tut ganz gut, mir selbst auch“. Der Coach geht voran, beteiligt sich, stemmt Hanteln, turnt auf Matten. Nicht alle haben seine Botschaft decodieren können. „Dieses Training wäre optimal gewesen für Fußballer und ihre Stabilität. Aber es haben nicht immer alle Zeit.“ Fairerweise erwähnt er die privaten Umstände bei einigen Fußballern, manche haben geheiratet, andere Kinder bekommen. „Die werden bei den Frauen gut eingespannt“, scherzt der Trainer. Christoph Taffertshofer etwa, einer der talentiertesten, hat den Pferdehof daheim übernommen.

Die Söchinger warten noch auf die Ligeneinteilung und hoffen auf viele Gegner aus dem Landkreis

Intern hat sich die sportliche Führung einmal ausgetauscht. Strobl hat erklärt, dass er weiter trainiert. Auf ein gemeinsames Treffen mit der Mannschaft wartet Christian Strobl seitdem vergebens. „Es ist alles schwierig. Wenn wir dürfen, fangen wir sofort an.“ Nur vom Testen im großen Stil hält er wenig. Das könne man vielleicht in Murnau machen, wo eine eigene Teststation auf dem Vereinsgelände untergebracht ist. „Aber das ist eine andere Welt.“ Und so bleibt den Söcheringern nichts anderes übrig, als zu tun, was sie seit Monaten tun: warten. Warten auf die Regierung, warten auf den Verband, warten auf die Ligeneinteilung. Der Coach hofft auf möglichst viele Gegner aus dem Landkreis. „Das wären gute Spiele, wenn du nur a paar Meter zum Fahren hast.“

(ANDREAS MAYR)

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