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Jürgen Staiger lobt Aufsteiger Peißenberg vor dem Duell am Samstag. 

Erstes Duell seit über zwei Jahrzehnten

Derby zwischen Peißenberg und Habach – Polling will ersten Heimsieg

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Seit der Saison 2013/2014 spielt der ASV Habach in der Kreisliga 1. In den ersten drei Jahren seiner Zugehörigkeit gab es für den ASV stets zwei Landkreisderbys.

Landkreis – Dauer-Rivale war der ASV Antdorf, darüber hinaus ging es gegen den BSC Oberhausen (13/14), den ESV Penzberg (14/15) und den FC Penzberg (15/16). Danach hatten die Habacher einzig die Antdorfer als Landkreis-Kontrahenten, die jedoch im Juni den Gang in die Kreisklasse antreten mussten. Dennoch darf sich der ASV in dieser Spielzeit auf zwei Duelle gegen Teams mit dem gleichen Autokennzeichen freuen. Das erste, gegen den SV Polling, endete für die Habacher mit 5:1 erfolgreich. An diesem Samstag steht beim TSV Peißenberg das zweite derartige Duell auf dem Programm (14 Uhr, Stadion in Wörth). Die Teams waren seit über zwei Jahrzehnten nicht mehr in einem Pflichtspiel gegeneinander angetreten.

„Trotz ihrer Personalsorgen haben sie sieben Punkte – und damit mehr als einige Favoriten“, hat ASV-Coach Jürgen Staiger großen Respekt vor dem Aufsteiger aus der Marktgemeinde. Auch die Peißenberger loben den Kontrahenten: „Habach hat eine routinierte Mannschaft, die für mich klarer Kandidat auf Platz eins oder zwei ist“, sagt TSV-Trainer Bodo Nusser. Die Peißenberger plagen nach wie vor große Verletzungssorgen. „Unser Lazarett wird auch nicht kleiner“, sagt Nusser, der nach wie vor auf zahlreiche Stammkräfte verzichten muss.

Wenigstens haben sich die großen Probleme auf der Torhüterposition, zuletzt beim 0:3 in Lenggries stand mit Adrian Erhart ein Feldspieler im Kasten, etwas entspannt. Gegen Habach kann Routinier Robert Spirkl wieder das Tor hüten. Doch auch der ASV Habach hat einige Ausfälle zu vermelden. Fünf Spieler, darunter Michael Baumgartner und Christian Radiske, fehlen mit Sicherheit. Bei Torjäger Maximilian Nebl, den die Ferse schmerzt, ist der Einsatz sehr fraglich. „Wegen der vielen Angeschlagenen konnten wir auch nicht wie gewohnt trainieren“, berichtet Staiger, der mit einem defensiv eingestellten Gegner rechnet, „der uns alles abverlangen wird“, so der ASV-Coach. Nusser indessen setzt auf die Unterstützung aus der zweiten Garnitur und hofft, den Favoriten etwas ärgern zu können. „Mit einem Punkt wäre ich mehr als zufrieden“, sagt der TSV-Trainer.

In bedrohlicher Nähe zu den direkten Abstiegsplätzen steht der SV Polling. Drei Niederlagen in Folge ließen das Team von Trainer Robert Färber in der Tabelle deutlich nach unten rutschen. Vor dem Heimspiel am Sonntag (14 Uhr) gegen den TuS Holzkirchen II, rangiert der SVP (in der vergangenen Saison Dritter in der Kreisliga 2) nur noch auf Platz zwölf. Noch etwas schlechter steht die TuS-Reserve da, die bis auf zwei Unentschieden noch nichts zu verbuchen hat. „Auch wenn es noch sehr früh in der Saison ist, ist das für uns bereits ein richtungsweisendes Spiel“, sagt SVP-Coach Robert Färber. „Holzkirchen ist ähnlich schwer aus den Startlöchern gekommen wie wir.“

Wie so oft bei Reserve-Teams, ist die zweite Garnitur des Landesligisten schwer einzuschätzen, da es immer mal Unterstützung aus der ersten Elf geben kann. „Ich rechne mit einem richtigen Kampfspiel“, sagt der SVP-Coach, der nicht so sehr auf den Gegner schaut. „Wir müssen uns auf unser Spiel konzentrieren und schauen, die Fehler der vergangenen Wochen abzustellen“, hofft Färber auf weniger Patzer in der Defensive und auf mehr Effektivität in der Offensive. Keeper Matthias Schuster und die Schimpl-Brüder sind noch im Urlaub. Die Ausfälle will Färber nicht als Entschuldigung gelten lassen: „Wir wollen mit aller Macht den ersten Heimsieg der Saison einfahren.“

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