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Thomas Dötsch trainierte zuletzt denKreisligisten Neuhadern.

Neuer 1.FC Penzberg-Trainer

Dötsch: „Mir ist egal, wie einer heißt, wo er herkommt und wie viel Geld er bekommt“

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Vom neuen Trainer des FC Penzberg kommen klare Ansagen. Nur wer seine Leistung bringt, den stellt Thomas Dötsch (41) auch auf. Und dreinreden lassen will er sich schon gleich gar nicht.

Penzberg – Den Namen pfiffen die Spatzen schon geraume Zeit von den Dächern. Jetzt bestätigte der FC Penzberg auch offiziell die Verpflichtung von Thomas Dötsch als neuen Trainer der ersten Mannschaft, die in der Bezirksliga Süd in ihre dritte Saison geht. Der 41-Jährige, der über die A-Lizenz „Junioren/Elite“ verfügt, ist im Kreis Zugspitze kein Unbekannter. Er trainierte bereits TuS Geretsried II, die Spielfreunde Aying und den SV Bad Tölz, als dieser noch in der Bezirksliga spielte. Die vergangenen drei Spielzeiten stand Dötsch beim FC Neuhadern, der in der Kreisliga 2 im Kreis „München“ aktiv ist, an der Seitenlinie. Darüber hinaus betreut Dötsch schon seit einigen Jahren die Futsal-Mannschaft des FC Deisenhofen, die als Dauerrivale der Penzberger Hallenkicker auf bayerischer Ebene einige Erfolge feierte. Nicht zuletzt durch diese Hallenturniere sind dem 41-Jährigen zahlreiche seiner neuen Schützlinge bekannt. Sean Erten und Hannes Huber hat er früher bereits trainiert. „Ich kenne 90 Prozent der Spieler und weiß, was sie leisten können“, so Dötsch.

Damit sind ihm auch die etwas speziellen Charaktere im Team und das nicht ganz einfache Umfeld in Penzberg vertraut. „Wenn ich zu einfachen Vereinen gehen wollte, würde ich zum FC Bayern gehen“, so Dötsch, der seine neue Aufgabe als reizvoll und herausfordernd erachtet. „So etwas zeichnet einen Trainer aus, wenn er es in einem schwierigen Umfeld packt“, sagt Dötsch, der so etwas in Bad Tölz und auch beim FC Neuhadern, den er als Abstiegskandidat übernahm und zu einem Team formte, das in der Saison 2016/17 die Relegation zur Bezirksliga erreichte, bereits erlebt hat.

Er selbst sieht sich als umgänglichen Typ, „der aber auch eine knallharte Linie fahren kann“, so Dötsch. „Mir ist es auch egal, wie einer heißt, wo er herkommt und wieviel Geld er bekommt,“ stellt Dötsch klar. „Wenn er die Leistung nicht bringt, spielt er nicht“, sagt Dötsch, der sich von niemandem nicht dreinreden lassen will. „Die Aufstellung mache ich“, sagt er, Störfeuer verbittet er sich. In der Mannschaft, in der es bis zum Trainingsstart am Dienstag, 19. Juni, auch noch die eine oder andere personelle Veränderung geben wird, sieht er jedenfalls großes Potenzial. „Ich weiß von den meisten, was sie leisten können. Maxi Kalus beispielsweise kann mehr, als er diese Saison gezeigt hat.“

Gleichzeitig bittet Dötsch aber auch um Geduld, da seine Philosophie Zeit braucht. „Ich will einen gepflegten Fußball spielen lassen, was aber nicht heißt, dass alles nur offensiv ausgerichtet ist“, erklärt Dötsch. „Das geht nicht von null auf jetzt, wobei der FCP gute Voraussetzungen bietet, dass es schneller gehen könnte“, so Dötsch. Was das Saisonziel betrifft, hält er den Ball zunächst einmal flach. Vorrangig ist der Klassenerhalt. Einen Spitzenplatz anzupeilen, hält er für vermessen. „Schließlich muss sich die Mannschaft mit dem neuen Trainer erst finden“, so Dötsch. „Ein Platz im oberen Drittel wäre gut.“

Mit dem Laptop wird er nicht arbeiten. „Das ist was für die Profis“, sagt Dötsch, der aber auf die Videoanalysen von Co-Trainer Takanobu Onudera setzt. „Davon bin ich ein Fan, auch wenn man es nicht von jedem Gegner braucht“, berichtet Dötsch, der sich zudem die Nachwuchsarbeit auf die Fahne geschrieben hat. „Ich habe in der Vergangenheit immer A-Jugend-Spieler eingebaut. Auch Spieler aus der Zweiten bekommen eine Chance, wenn sie sich aufdrängen“, verspricht Dötsch.

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