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Der Kapitän als Trostspender: Nach dem Abstieg versuchte Bernhard Spensberger, seinen deprimierten Mannschaftskameraden Sebastian Ammer aufzumuntern.

Spielgemeinschaft löst sich auf

Eberfing und Marnbach gehen wieder getrennte Wege

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Nach dem schmerzlichen 1:4 beim SV Münsing im Rückspiel der Kreisklassen-Relegation stand fest: Die SG Eberfing/Marnbach war abgestiegen. In der kommenden Saison wird in der A-Klasse jedoch der SV Eberfing antreten. Die Spielgemeinschaft, die Eberfing und Marnbach für zwei Jahre gebildet haben, ist ab sofort beendet.

Laut Martin Plonner, der neben seiner Tätigkeit als SG-Spielertrainer auch noch zweiter Abteilungsleiter bei den Eberfingern ist, hatte sich bereits in der Winterpause abgezeichnet, dass dieses Zweckbündnis keine Zukunft mehr hat. „Wir sind auf keinen gemeinsamen Nenner gekommen“, so Plonner. Die Marnbacher wollten weiterhin die Hälfte der Heimspiele auf ihrem Sportgelände „Am Hecherried“ austragen, die Eberfinger wollen hingegen ausnahmslos wieder auf ihrem Platz auflaufen. Das sei laut Plonner nötig, da der SV Eberfing sein Sportgelände in größerem Maße umgestalten will. Unter anderem steht der Bau eines Kunstrasenplatzes weit oben auf der Agenda. Und da sei es eben sehr wichtig, auf eigenem Platz dauerhaft Präsenz zu zeigen.

Den Abstieg nahm Plonner bemerkenswert gefasst hin. „Klar sind wir jetzt alle enttäuscht, aber wir lassen die Köpfe nicht hängen. Und völlig aus heiterem Himmel sei der Sturz in die A-Klasse dann ja auch nicht gekommen. „Man hat ja drauf warten können. Hätten wir es diesmal geschafft, wären wir eben nächstes Jahr abgestiegen“, so Plonner. Da der Verein die Mannschaft verjüngen will und dabei ausschließlich auf einheimische Nachwuchskräfte setzt, „ist die A-Klasse für uns vielleicht sogar besser“, so Plonner.

Seine Saisonbilanz fällt ernüchternd aus: „Jeder hat in dieser Saison seine Leistung nicht gebracht.“ Von der Kritik nimmt er auch sich selbst nicht aus. Acht Tore sind für einen Spieler seiner Qualität in der Tat wenig. Allerdings mussten die Eberfinger schmerzvoll erkennen, wie abhängig die Mannschaft von Plonner ist, selbst wenn dieser seine Höchstform mal nicht erreicht. Anfang Oktober vergangenen Jahres brach sich Plonner im Heimspiel gegen Krün das Schlüsselbein, was ihn zu einer mehrmonatigen Pause zwang. In den folgenden sieben Partien ohne ihren Leithammel holte die Spielgemeinschaft keinen einzigen Punkt mehr. Sie rutschte in die Abstiegszone, die sie bis zum Saisonende nicht mehr verlassen sollte.

In der kommenden Saison kann sich der 30-Jährige wieder ausschließlich aufs Spielen konzentrieren. Sein Amt als Spielertrainer gibt er ab. In der kommenden Saison wird der Ohlstadter Anton Geiger die Mannschaft coachen. „Wir sind Martin Plonner für seine Arbeit sehr dankbar“, sagte Eberfings Fußballerchef Markus Ammer nach dem 1:4 in Münsing. „Er war immer ein Vorbild. Jetzt sind wir froh, dass wir ihn als Spieler wieder haben.“ Auch der so Gelobte fand Worte des Dankes, und zwar für Martin Kindermann, mit dem zusammen Plonner die Mannschaft in den vergangenen beiden Jahren betreute: „Er hat mir sehr viel beibegebracht. Er ist ein richtiger Fußball-Lehrer.“ Kindermann coacht in der kommenden Saison den Kreisligisten TSV Peiting.

Die Eberfinger versuchen also kommende Saison in der A-Klasse ihr Glück, der SSV Marnbach-Deutenhausen wagt einen Neustart in der C-Klasse. „Wir haben wieder eine Mannschaft angemeldet“, berichtet Florian Niedermaier, Abteilungsleiter der SSV-Fußballer. „Wir schauen, dass wir noch einige Leute auftreiben und zurückholen“, so Niedermaier. Von den drei Marnbachern, die beim 1:4 in Münsing auf dem Platz standen, wird kommende Saison vermutlich nur Thomas Kergl zur Verfügung stehen. Andreas Kergl und Torhüter Benjamin Werner wollen hingegen kürzertreten. Beide hatten zuletzt immer wieder Verletzungen, die sie jetzt auskurieren wollen. Daher, so Niedermaier, sei mit ihnen vorerst nicht zu rechnen.

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