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ESV Penzberg: Nach Führung - Schlehdorf schießt den ESV weiter in den Abstiegskampf

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Von: Oliver Rabuser

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Meist nur zweiter Sieger: Die Penzberger (in schwarzen Trikots, hier Anthony Laera, li., und Kai Schumacher) gingen im Kellerduell gegen den FCK Schlehdorf nicht mit der nötigen Entschlossenheit zur Sache.
Meist nur zweiter Sieger: Die Penzberger (in schwarzen Trikots, hier Anthony Laera, li., und Kai Schumacher) gingen im Kellerduell gegen den FCK Schlehdorf nicht mit der nötigen Entschlossenheit zur Sache. © Rabuser

Der ESV verpasst den Sprung auf die Nichtabstiegsplätze. Gegen den FCK Schlehdorf setzte es zu Hause eine 1:2 Pleite. Der FCKS schreitet Richtung Klassenerhalt.

Penzberg – Das frühe Führungstor entpuppte sich letztlich nicht als Hilfestellung im Abstiegskampf. Während mit dem FC Kochelsee-Schlehdorf ein unmittelbarer Konkurrent den Klassenerhalt in der Kreisklasse 3 praktisch geschafft hat, geht beim ESV Penzberg nach dessen 1:2 (1:0)-Heimniederlage im direkten Duell das Zittern weiter.

Mimik und Gestik sprachen Bände. Zu Beginn der Nachspielzeit schritt Klaus Fahrner hinüber zu seinem Schlehdorfer Trainerkollegen Maximilian Wagner und gratulierte diesem zum Sieg. Ungewöhnlich, aber wohl Indiz mangelnder Zuversicht. Unmittelbar nach Schlusspfiff massierte sich der ESV-Coach an der Seitenlinie den Bereich um die Schläfen, vor ihm sitzend seine bis ins Mark enttäuschte Elf. Geometrisch dargestellt war das Spiel der Eisenbahner eine nach schräg unten verlaufende Linie. Vom starken Beginn bis hin zum bitteren Ende, mit der Verletzung von Benedikt Weigl als traurigem Höhepunkt. „Personell wird’s langsam arg dünn“, hält Fahrner mit Blick auf eine Reihe fehlender Stammkräfte um Michael Reicheier und Sebastian Schott fest.

ESV Penzberg: Trotz früher Führung - Die Hausherren gaben das Spiel noch aus der Hand.

Alldem zum Trotz bastelte der ESV erfolgreich am Vorsprung. Semi Güven schickte einen ruhenden Ball aus dem Halbfeld an den kurzen Pfosten, wo er mit Kai Schumacher einen Adressaten fand – 1:0 (11.). In der Folgezeit aber waren es die Kicker vom Kochelsee, die auf sich aufmerksam machten. „Wir haben nach dem Tor im Kopf schon aufgehört. Es kam nichts mehr an“, monierte Fahrer. Zunächst noch ohne Folgen, weil Juri Schindlers Wembley-Tor von Markus Doll nicht anerkannt wurde, obgleich der Ball deutlich hinter der Torlinie gesehen wurde. Fahrner beobachtete „20 Minuten Übergewicht auf den Flügeln“, ehe sich der FCK besser auf die Umstände einstellte und „uns dahin gebracht hat, dass wir den Spielplan verlassen“.

Die Ergebnisvolte im zweiten Abschnitt war mehr als verdient. Schlehdorf spielte den besseren Fußball, wirkte zunehmend entschlossener. Die Penzberger indes haderten immer wieder mal mit dem Unparteiischen, respektive dessen vermeintlich kleinlicher Regelauslegung. Fahrner führte dies auf eigene Unzufriedenheit zurück. „Da wird ein Schuldiger gesucht.“ Der aber war abwechselnd in den eigenen Reihen zu finden. Beim Ausgleichstor von Benno Beinhofer (56.) stimmten die Bewegungsmuster der Sechser nicht. Basti Reißenwebers Siegtor fußte auf der Missachtung klarer Absprachen (78.). „Es gibt keine Mauer bei Freistößen von der Seite.“ Doch Tormann Marius Becker stellte hierfür ein Duo ab, was negative Auswirkungen auf das Gefahrenzentrum im Strafraum und das bittere 1:2 zur Folge hatte.

Mit süffisantem Blick kommentierte Fahrner die Tatsache, gegen seinen Ex-Verein unterlegen zu sein und kommende Woche beim TSV Perchting gleich wieder auf einen seiner früheren Arbeitgeber zu treffen. Karma, mit dem der Coach aktuell nichts anfangen kann. Ungleich schwerer aber wogen die zwei von Tobias Szekeli verpassten Einschussgelegenheiten im Zuge der Schlussoffensive. (Oliver Rabuser)

Statistik

ESV Penzberg : FCK Schlehdorf 1:2

Tore: 1:0 (5.) Schumacher, 1:1 (56.) Beinhofer, 1:2 (78.) Reißenweber. Gelbe Karten: Penzberg 5, Schlehdorf 0. Schiedsrichter: Markus Doll. Zuschauer: 85.

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