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Freude hier, Enttäuschung dort: Münsings dreifacher Torschütze Simon Schmid (Zweiter von rechts) dreht jubelnd ab, die Eberfinger wenden sich mit Grausen ab oder müssen hilflos zusehen.

Münsing steigt in die Kreisklasse auf

Fataler Aussetzer der Eberfinger nach der Pause

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Nach zwölf Jahren muss der SV Eberfing, der die vergangenen zwei Spielzeiten mit dem SSV Marnbach eine Spielgemeinschaft bildete, sein Glück wieder in der A-Klasse versuchen. Beim 1:4 im Rückspiel gegen den SV Münsing wurde der SG ein zehnminütiger Aussetzer zum Verhängnis.

Eberfing/Münsing – Spielertrainer Martin Plonner machte höhere Mächte für das Scheitern seiner Mannschaft verantwortlich. „Irgendwer wollte, dass wir absteigen“, sagte der SG-Spielertrainer unmittelbar nach dem Schlusspfiff. Schon weit vor dem Anpfiff gab’s die ersten Hiobsbotschaften. Die Verletzung von Abwehrchef Wolfgang Plonner, die er sich im Hinspiel zugezogen hatte, ist wohl doch schwerer als vermutet. Aller Voraussicht hat er sich das Kreuzband gerissen. Sein Bruder Martin konnte zwar auflaufen, doch war er angeschlagen. Am Vormittag hatten sich die Eberfinger Spieler auf dem heimischen Sportplatz getroffen, um beim Fußballtennis die Stimmung noch ein wenig zu heben. „Es war lustig, alle waren locker“, berichtete Martin Plonner. Dann aber trat er in eine Glasscheibe, die auf dem Rasen gelegen hatte. Der SG-Spielertrainer musste anschließend mit zwei Stichen genäht werden. Daniel Kaufmann, der im Hinspiel noch im Urlaub weilte, wurde kurz vor dem Spiel vom Flughafen abgeholt und direkt zum Spiel nach Münsing gebracht. „Personell kommen wir dermaßen auf dem Zahnfleisch daher“, berichtete Martin Plonner.

Schon nach wenigen Minuten war abzusehen, dass es für die SG nach dem 0:0 im Hinspiel schwer werden würde. Die Eberfinger agierten zögerlich, fast ängstlich. Und diese Spielweise sollten sie über die gesamte Dauer des Spiels kaum einmal ablegen. „Wir haben uns einfach zu wenige Chancen erspielt“, so Plonner, „das war ein Knackpunkt“. Ein weiterer war ein zehnminütiger Blackout, den sich seine Elf unmittelbar nach der Pause leistete. So wurde aus einem 0:1 ganz schnell ein 0:4 (47., 48., 58.). „Von diesen drei Toren haben wir zwei mehr oder weniger selbst geschossen“, so der SG-Spielertrainer.

Schon der Start in dieses entscheidende Relegationsspiel verhieß für die Gäste nicht Gutes. Gleich mit ihrer Chance, die streng genommen gar keine Chance war, gingen die Münsinger in Führung. Nach einem missglückten Schuss der Hausherren, der irgendwie quer durch den Strafraum rauschte, hielt Torjäger Simon Schmid einfach mal den Kopf hin – und schon stand es 1:0 (10.). Eberfing kämpfte sich nur sehr langsam ins Spiel zurück. Es dauerte eine halbe Stunde, ehe es seine erste Chance verzeichnete. Nach einer hohen Hereingabe stoppte sich Sebastian Ammer im Strafraum den Ball herunter. Hätte er gewusst, wie frei er steht, hätte er die Aktion wohl nicht so überhastet abgeschlossen wie er es letztendlich tat (30.). Kurz vor der Pause behielt Ammer zwar die Übersicht, seinen platzierten Schuss fischte Münsings Torhüter Thomas Berger jedoch aus dem Winkel (41.).

Das mit der Eberfinger Aufholjagd nach der Pause hatte sich schnell erledigt. Teilweise haarsträubende Abwehrfehler der SG nahmen die Münsinger dankbar an, vor allem der dreifache Torschütze Schmid war nicht zu bremsen. Eberfings Trainer Martin Kindermann verfolgte das Treiben auf dem Rasen nur noch schweigend. Aber was hätte er auch noch sagen sollen? Immerhin ließ sich sein Team nicht völlig hängen. Nach einem Foul an Dominik Ehrenberg gelang Spensberger per Elfmeter zumindest noch der Ehrentreffer. Wirklich ein Trost war das für den nunmehr ehemaligen Kreisklassisten aber nicht mehr.

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