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Applaus, Applaus: Mit den Leistungen seiner Mannschaft war Penzbergs Trainer Martin Wagner seit dem Re-Start weitestgehend zufrieden.

Bezirksligist-Trainer im Interview

FC Penzberg Coach Martin Wagner: „Wir hätten gern weitergespielt“

  • vonRoland Halmel
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Die Ausgangslage ist weiterhin vielversprechend: Der FC Penzberg geht in der Fußball-Bezirksliga Süd auf Platz drei in die Winterpause. Der Aufstieg ist noch drin.

Penzberg – Der Rückstand auf den Tabellenzweiten Oberweikertshofen beträgt nur einen einzigen Punkt. Zudem haben die Penzberger zwei Partien weniger ausgetragen als der Kontrahent aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck. FCP-Coach Martin Wagner zieht von der Zeit seit dem Re-Start eine positive Bilanz.

Herr Wagner, an den vergangenen Wochenenden herrschte praktisch durchgehend bestes Fußballwetter. Da schmerzt die vorzeitige Winterpause besonders, oder?

Wir hätten natürlich gern weitergespielt, nicht nur des Wetters wegen. Wir haben durch unseren Kunstrasenplatz eigentlich immer die Möglichkeit, zu spielen. Uns allen fehlt einfach das Fußballspielen. Wenn man Fußballer ist, möchte man am Wochenende ein Match austragen. Die BFV-Entscheidung im Frühjahr, die Saison fortzusetzen, ist durchaus kritisiert worden.

Wie stehen Sie dazu?

Ich habe es schon damals gesagt, dass ich die Entscheidung für richtig erachte. Sonst hätte die Gefahr bestanden, gleich zwei Spielzeiten kaputt zu machen.

FC Penzberg noch am Aufsteig dran

Für den FCP ist es nach dem Re-Start nicht schlecht gelaufen. Wie fällt Ihre Bilanz aus ?

Wir haben im ersten Spiel in Oberweikertshofen ordentlich einen auf die Mütze bekommen (die Penzberger verloren mit 1:6, Anm. d. Red.). Das war der Tiefpunkt. Danach mussten wir uns aufrappeln. Das hat die Mannschaft aber gut hinbekommen. Wir haben uns gesteigert. Highlight war das Pokalspiel gegen TuS Geretsried, da hat die Truppe ihre beste Saisonleistung gezeigt. Da hat man gesehen, was in der Mannschaft steckt. Unser Ziel zur Winterpause, in der Liga Kontakt zu Platz zwei zu halten, ist uns gelungen.

In der Bezirksliga wäre aber auch etwas mehr drin gewesen, oder?

Ja, schon. Das wurmt mich etwas. Durch die Niederlage in Oberweikertshofen und das Unentschieden gegen Brunnthal ist wohl der Zug in Richtung Platz eins abgefahren.

Beim Blick auf die einzelnen Mannschaftsteile, was ist da gut oder schlecht gelaufen?

Bei sechs Gegentoren im ersten Spiel fragt man sich natürlich, was mit der Abwehr los war. Aber das war eine Sache der ganzen Mannschaft. Eigentlich kann man nicht einen einzelnen Mannschaftsteil herausgreifen. Was man sagen muss, ist, dass wir erst jetzt gemerkt haben, was für einen wichtigen Spieler wir durch den Weggang von Samir Neziri Anfang des Jahres verloren haben. Mit seiner aggressiven Art hat er hervorragend zu unserer Spielweise gepasst.

FC Penzberg: Corona-Pause und Abgänge 

Im Sommer verlor die Mannschaft dann auch noch Franz Fischer. Konnten die beiden Ausfälle kompensiert werden?

Neziri kann man nicht komplett ersetzen. Die Jungs haben das aber ganz gut gemacht. Denny Krämer ist in die Bresche gesprungen und Maxi Kalus hat seine Sache im Sturm sehr gut gemacht.

Wie hat sich Corona auf den Trainings- und Spielbetrieb beim FCP ausgewirkt?

Es gab massive Einschränkungen. Wir konnten ganz lange nicht duschen. Und dann gehört es einfach dazu, dass man sich nach dem Training zusammensetzt. Das geht nicht nur den Spielern, sondern auch mir als Trainer ab. Was mich ein wenig verwundert hat war, dass die lange Pause im Sommer einigen Spielern gutgetan hat.

Wie geht es beim FC Penzberg jetzt weiter?

Jetzt wäre sowieso Winterpause gewesen. Wir hoffen, dass wir irgendwann in die Halle gehen können. Im Frühjahr geht es hoffentlich mit den üblichen Sachen wie Laufeinheiten wieder los.

Wie ist ihr Gefühl? Kann es im Frühjahr wieder normal weitergehen?

Das kann ich – Stand heute – nicht beurteilen. Ich hoffe es. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass es im Januar und Februar recht viel besser wird.

(Das Interview führte Roland Halmel)

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