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Kampfbetonte Partie ohne Sieger: Im Hinspiel trennten sich Raisting (in weißen Trikots, hier Viktor Neveling, vorn, und Roman Schuster) und Penzberg (hier Samir Neziri) 1:1.

FCP weist Favoritenrolle von sich

FC Penzberg: Bleibt Raisting ein Angstgegner?

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Die Tabelle spricht eine deutliche Sprache: Trotzdem weist der FC Penzberg vor dem Bezirksliga-Derby gegen den SV Raisting die Favoritenrolle von sich. Zum Jahresabschluss müssen beide Teams punkten: die einen, um ihre Titelchancen zu wahren, die anderen, um nicht wieder in den Abstiegsstrudel zu geraten.

VON ROLAND HALMEL

Penzberg/Raisting – Zwischen Martin Wagner, dem Trainer des FC Penzberg, und Johannes Franz, seinem Amtskollegen beim SV Raisting, besteht ein gutes Verhältnis. Die beiden tauschen sich vor Spielen gern über die jeweiligen Gegner aus. Vor dem direkten Duell an diesem Samstag in Penzberg gab es verständlicherweise keinen Kontakt. „Wir kennen die Raistinger und haben einen Riesenrespekt vor ihnen“, sagt Wagner vor dem Landkreisduell.

Der SVR ist für den Tabellenzweiten so etwas wie ein Angstgegner. Vergangene Saison kassierten die Penzberger zwei Niederlagen, das Hinspiel im vergangenen August endete nur mit sehr viel Glück durch den Ausgleichstreffer des FC in der Nachspielzeit 1:1. „Die Raistinger sind zweikampfstark, stehen defensiv sehr kompakt und sind ein unangenehmer Gegner“, so Wagner. „Wir werden gegen sie vermutlich keine 30 Chancen bekommen.“ Vielmehr erwartet Penzbergs Trainer ein chancenarmes Kampfspiel, in dem spielerischer Glanz nicht gefragt sein wird. „Wir müssen den Kampf annehmen und nicht Hacke-Spitze spielen“, stellt der FCP-Trainer klar. Sein Team sieht er trotz des deutlichen Vorsprungs in der Tabelle – Raisting belegt derzeit Platz elf – nicht als Favorit.

Das sieht Johannes Franz ganz anders: „Für mich ist das schon der Fall“, so Raistings Trainer. Er gesteht seinem Team im letzten Spiel des Jahres nur Außenseiterchancen zu. Das heißt aber nicht, dass sich der SVR nicht etwas ausrechnen würde: „Auch wenn Penzberg eine der besten Mannschaften der Liga hat, das Derby entscheiden der größere Wille und Einsatz“, so Franz. Er traut seiner Truppe durchaus zu, auch im vierten Duell in Folge gegen die Penzberger zu punkten. „Wir müssen die Anfangsphase schadlos überstehen, dann werden sie vielleicht nervös.“

Seine Abwehr wird vor allem ein waches Auge auf Samir Neziri haben, der zuletzt Aubing mit seinen vier Toren im Alleingang besiegte. Allerdings kann Franz in der Abwehr nicht seine Bestbesetzung aufbieten, da Außenverteidiger Daniel Weber (Grippe) weiterhin fehlt. Zudem muss er auf den ebenfalls erkrankten Aaron Schetilin sowie Yannick Hübner (verletzt) und den gesperrten Andreas Heichele verzichten. Dafür kehrt Kapitän Victor Neveling zurück. Andreas Köppl und nach langer Pause auch Roman Schuster stehen als Joker zur Verfügung.

Auch der FCP ist nicht komplett. Spielmacher Hannes Huber ist verletzt. Kapitän Maximilian Kalus plagt eine Leistenverletzung. Bei ihm entscheidet sich ein Einsatz erst kurzfristig. „Wir wollen die gute Runde mit einem Derbysieg krönen“, so Wagner. „Wir müssen über uns hinauswachsen und alles aus uns rausholen“, sagt Franz. Er hofft auf eine Überraschung wie vergangene Saison, als der SVR den Penzberger Kunstrasen als 1:0-Sieger verließ. Schließlich wollen die Raistinger in der Tabelle über dem ominösen Strich überwintern.

Zum Spiel

Anstoß: Samstag, 15.30 Uhr, Nonnenwaldstadion an der Karl-Wald-Straße in Penzberg

FC Penzberg: Wolff – Hiry, Wiedenhofer, Wirtl, Buchner, Siegert, Panholzer, Poplacean,M. Kalus, Samir Neziri, Krämer/Sabir Neziri, Lajqi, Oberpriller, Simic, Verep, Dzambas, Vogel (TW)

SV Raisting: Schaidhauf – Greinwald, Sigl, Sev, Kölbl, Sedlmeier, Neveling, Enzi, Greif, Riedl, Greis, Grgic/ Köppl, Schuster, Bertl, Beausencourt, Gast (TW)

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