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FC-Penzberg-Futsal: Playoff-Aus gegen Stuttgart - Torwart muss als Feldspieler aushelfen

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Von: Andreas Mayr

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Die Futsaler des FC Penzberg sind froh über das Saisonende.
Die Futsaler des FC Penzberg sind froh über das Saisonende. © Felix Schlikis via www.imago-images.de

Die Futsaler des FC Penzberg sind in den Playoffs gegen Stuttgart ausgeschieden. Das Team von Andreas Brunner trat allerdings nur noch mit einem Rumpfteam an.

Penzberg/Stuttgart – Vor der Rückfahrt in die Heimat bekam Andreas Brunner noch ein Geschenk überreicht. Die Verantwortlichen in Stuttgart luden den Penzberger Trainer für ein mögliches Endspiel in die baden-württembergische Landeshauptstadt ein. „Ich überlege mir schon, ob ich hinfahre“, betonte Brunner. Den Fußballfachmann hat dieser relativ junge Sport Futsal gepackt.

Doch ob für ihn und die Penzberger das Projekt weitergeht, ist ungewiss. „In der Konstellation macht es keinen Sinn“, so Brunner. Das sieht nicht nur der Trainer so, sondern auch seine Kicker. Im Play-off-Rückspiel trat der FCP gerade einmal mit fünf Feldspielern an. Torwart Christian Utmälleki erklärte sich bereit, im Feld auszuhelfen. Für die neue Saison braucht es einen größeren Kader und zuverlässige Kicker, die bis zum Saisonende mitmachen. In den nächsten zwei Monaten müsse man schauen, „wie man das in Zukunft organisiert“, sagte der Penzberger Coach.

Beim Rumpfteam, das nach dem 1:7 im Hinspiel in eigener Halle diesmal 1:8 (0:2) gegen den Stuttgarter Futsal-Club verlor, überwog am Ende die Erleichterung. „Die Jungs waren froh, dass es vorbei ist“, berichtete Brunner. In der finalen Phase war das Team geschrumpft. Ein Teil ist seit Wochen im Freiluftfußball gefragt, andere wie Milad Khojestah oder Jean-Luca Dötsch schmissen das Handtuch, weil sie mit ihrer Einsatzzeit und anderen Dingen unzufrieden waren. Die Verbliebenen lieferten in Stuttgart einen großen Kampf ab.

In Hälfte eins habe sein Team die schwierige Lage „brillant gelöst“, lobt Andreas Brunner. Penzberg trat sehr defensiv auf, nahm für weite Phasen sogar den Torhüter heraus, um mit dem Überzahlspiel für Entlastung zu sorgen. Beide Tore in den ersten 20 Minuten wären zu vermeiden gewesen. Beim 0:1 schlug ein Schuss im kurzen Winkel ein, vor dem 0:2 sah Brunner ein klares Foul an Fazlican Verep. „War ein bisserl schade.“

Bis zum 0:3 in Minute 27 sei der FCP „super dabei gewesen“. Der spielende Torwart Utmälleki etwa hielt sich strikt an die Vorgaben, verteidigte munter mit, was ihn schon von manch anderem unterschied, der gern mal aus dem System ausbricht. „Wenn der Uti mitmacht, ist das besser, als wenn einer stehen bleibt“, lobte Brunner. In der Schlussphase sah man den Penzbergern an, dass viele am Tag davor 90 Minuten auf dem Rasen gestanden waren. Adam Puta schoss das Ehrentor für den FCP, um das sich die Gäste ziemlich bemühten. Ein „großes Kompliment“ stellte Brunner seinen Spielern aus, auch wenn das Ergebnis etwas zu hoch ausfiel. Für die Stuttgarter geht’s nun im Halbfinale gegen Hamburg weiter. Brunner glaubt, dass sie diese Hürde locker nehmen. Im Endspiel hätte der SFC dann Heimrecht. „Der Verein freut sich schon.“ (Andreas Mayr)

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