Trainer Martin Wagner beim Dirigieren seiner Mannschaft an der Seitenlinie.
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Trainer Martin Wagner beim Dirigieren seiner Mannschaft an der Seitenlinie.

FC Penzberg setzt auf den eigenen Nachwuchs

1. FC Penzberg: Die Jugend soll es richten

  • Andreas Mayr
    VonAndreas Mayr
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Der Bezirksligist FC Penzberg wird mit einem jungen Team in die neue Saison starten. Trainer Martin Wagner freut sich vor allem auf ein einheimisches Team.

Penzberg – Martin Wagner sind natürlich die Fahrräder aufgefallen. Bei welchem größeren Verein gibt’s das schon, dass ein beträchtlicher Teil der Ersten Mannschaft ins Training radelt? Nur zwei, die nicht in der direkten Umgebung wohnen, zählt der Trainer des FC Penzberg. Er selbst, ein Habacher, fühlt sich nach beinahe zwei Jahren heimisch. Der FC, das wissen die Verantwortlichen selbst am besten, hatte in der Region lange nicht den besten Ruf, galt er als Sammelstelle für Fußball-Legionäre. Doch die Macher haben über Jahre alles für die Umpolung des Markenkerns getan. Das Ergebnis dieses Relaunches sieht – vorerst – so aus: In die Bezirksliga-Saison 2021/22 startet ein junges, ein talentiertes, ein eher unerfahrenes, aber zuvorderst ein Penzberger Team. „Es macht mich stolz, wenn wir eine einheimische Mannschaft stellen“, sagt Martin Wagner.

FC Penzberg: Weggebrochene Mittelachse muss kompensiert werden

Praktisch die gesamte Mittelachse – Torwart David Salcher, Verteidiger Benedikt Buchner und Zehner Johannes Huber – hat den Verein verlassen. „Das müssen wir im Kollektiv auffangen“, sagt der Trainer. Es geht auch konkreter: Penzberg justiert sich und seinen Stil in mehreren Bereichen neu. Zunächst schraubt Martin Wagner die Erwartungen an die junge Auswahl zurück. Bei der Frage nach den Favoriten, zählt er Aubing, Wolfratshausen und Oberweikertshofen, nicht aber sein eigenes Team auf. „Wenn wir gut starten, ist etwas möglich“, glaubt er. Andererseits gehe es ihm nicht so sehr um die Platzierung. „Ich möchte, dass wir ein guter Haufen sind.“

Efe Kurtar: 19-Jähriger als Aushängeschild der Defensive

Überzeugt hat ihn schon Efe Kurtar, ein groß gewachsener Spieler, geeignet für die Rolle des Abräumers im Mittelfeld. Das Beste: Der 19-Jährige ist Penzberger, hat 2014 etwa die E-Jugend mit einem Traumtor ins Merkur-CUP-Bezirksfinale geschossen. Sein Coach hält ihn für „ein kleines Juwel“. Nach dem Weggang von Hannes Huber, so etwas wie das Gehirn des Teams, betreibt der FCP einen Systemwechsel. „Wir werden nicht mehr den Hurra-Fußball spielen“, betont Wagner. „Es gibt kein Gesetz, dass der FC Penzberg nach vorne spielen muss.“ Stattdessen setzt er auf eine starke Verteidigung, auf das Kollektiv und auf die Qualitäten der Außenspieler. Bei der EM sehe man, was eine stabile Defensive ausmacht.

Futsal: Bundesliga in Penzberg läuft parallel

Wem es um Tore und Technik geht, der schaut ohnehin besser beim Futsal vorbei. Die Penzberger treten ab Herbst in der Bundesliga an. Zwangsläufig werden sich Spieltage mit der Freiluftsaison kreuzen. „Man kann nicht auf allen Hochzeiten tanzen“, sagt Martin Wagner. Er habe mit den Betroffenen schon gesprochen. Sie versicherten, dass sie zeitlich beides hinbekommen. „Das müssen wir hinbekommen“, so Wagner.

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