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Simon Ollert trotzt Penzberger Fehlstart: „Ich vertraue der Mannschaft“

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Von: Andreas Mayr

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Es läuft noch nicht beim FC Penzberg.
Es läuft noch nicht beim FC Penzberg. © Onodera

Es läuft noch nicht beim 1. FC Penzberg. Bei der 1:2-Niederlage in Berg musste Simon Ollert, der neue Trainer des Fußball-Bezirksligisten, ein zweites Mal feststellen.

Penzberg – Seine Mannschaft hat sich noch nicht gefunden. Trotzdem sagt er: „Wir stehen in der Pflicht. Wir sind jetzt im Punktspielbetrieb.“ Und da zählen zunächst einmal nur Siege.

Gegen Berg ging dermaßen viel schief, dass der Coach gleich sämtlichen Fußballern „einen gebrauchten Tag“ ins Abschlusszeugnis schrieb. Rote Karte, Zeitstrafe, verschossener Elfmeter, Gegentor im Konter, Eigentor – die unbefriedigende Bilanz des Samstagnachmittags.

Hauptpunkte bei der Niederlage: „Selbstvertrauen und Eingespieltheit – uns fehlt beides“, sagt Ollert. Das fing bei der Abwehr an. Der Coach baute um, weil Mohamed Barrie angeschlagen passte und Spieler wie Max Grünzinger zuletzt im Pokal einen guten Eindruck hinterlassen hatten. Ihnen wollte Ollert eine Chance geben. Schon zu Beginn taumelte der FCP vor sich hin, während die Gastgeber die Partie an sich rissen. Passend zu diesem Nachmittag belohnte auch noch ein Penzberger die Hausherren. Denny Krämer beförderte den Ball nach einer Ecke ins eigene Tor. Penzbergs schwacher Start weitete sich aus. Gerade im Spielaufbau offenbarte der 1. FC Mängel. Penzbergs größte Chance entstand nach einer Flanke. Im unübersichtlichen Getümmel entschied Schiedsrichter Matthias Schubert auf Strafstoß, den Marco Hiry vergab. „Passiert, finde ich gar nicht schlimm“, betont Ollert.

Schiri Schubert blieb danach im Fokus. Nach dem 1:1 von Denis Grgic schmiss er den Torschützen vom Feld. Grgic trat beim Versuch, den Ball zu erobern, seinen Gegner von hinten. „Überhaupt keine Absicht“, betont sein Trainer. Aber: „Das war eine Rote, das muss man zugeben.“ Später schickte Referee Schubert noch Gabriel Taffertshofer für zehn Minuten vom Feld. Wegen Meckerns.

Nach Grgic’ Roter Karte nutzte Berg direkt die Überzahl aus. Penzberg fing sich bei einer eigenen Chance einen Gegenstoß ein. Lukas Hauptmann traf zum 2:1 für Berg. Selbst in Zwei-Mann-Unterzahl habe seine Mannschaft alles rausgehauen, sagt Ollert. Doch es reichte nicht für einen Punktgewinn. Gerade, weil das Spiel so emotional war, brauchte der Coach ein paar Stunden, um das Erlebte sacken zu lassen. Er stellt sich nach dem verpatzten Saisonauftakt vor sein Team. „Ich vertraue der Mannschaft und bin nach wie vor positiv gestimmt. Ich lasse mich nicht vom Umfeld herunterziehen.“  (am)

Statistik

MTV Berg 2

FC Penzberg 1

Tore: 1:0 (128.) Krämer (Eigentor), 1:1 (56.) Grgic, 2:1 (68.) Hauptmann. Gelbe Karten: Berg 2, Penzberg 4. Rote Karte: Penzberg: Grgic (60.). Schiedsrichter: Matthias Schubert. Zuschauer: 60.

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