Der FC Penzberg (in Grün) musste im Pokalspiel gegen den FC Deisenhofen einiges einstecken.
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Der FC Penzberg (in Grün) musste im Pokalspiel gegen den FC Deisenhofen einiges einstecken.

Bayernligist FC Deisenhofen erteilt Penzberg Lehrstunde

FC Penzberg mit Pokal-Pleite gegen Deisenhofen

  • Roland Halmel
    VonRoland Halmel
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Der FC Deisenhofen erteilte dem FC Penzberg eine ordentliche Lehrstunde. Die Deisenhofener gewannen das Pokal-Spiel mit einer deutlichen Führung.

Penzberg – Im vergangenen Jahr warf der FC Penzberg noch den Fußball-Landesligisten TuS Geretsried aus dem Pokal. Eine zweite Überraschung gegen einen höherklassigen Konkurrenten blieb in der ersten Runde des Toto-Pokals auf bayerischer Ebene diesmal aber aus. Vielmehr erteilte der Bayernligist FC Deisenhofen dem FCP im heimischen Nonnenwaldstadion bei der 1:7(1:3)-Heimpleite eine ordentliche Lehrstunde.

Verunsicherung statt Selbstvertrauen beim FC Penzberg

„Die Art und Weise der Niederlage stimmt mich schon nachdenklich, wir haben uns gar nicht richtig gewehrt, auch wenn es ein wirklich starker Gegner war“, konstatierte FCP-Coach Martin Wagner nach der schwachen Vorstellung seiner Elf nur drei Tage nach der Pokalniederlage in Murnau. Eigentlich wollte Penzberg Selbstvertrauen tanken, stattdessen „herrscht jetzt tiefe Verunsicherung in der Mannschaft“, ergänzte Wagner, der das Fehlen einiger Leistungsträger wie Max Panholzer (krank) oder Sepp Siegert (Urlaub) als Ausrede nicht gelten lassen wollte. „Es stand immer noch genügend Qualität auf dem Platz.“

Wobei von Qualität bei den Hausherren nur wenig zu sehen war. Ungenaue Zuspiele in Serie und Fehlpässe machten es den Deisenhofenern leicht, die Partie über 90 Minuten zu dominieren. „Man hat gemerkt, dass wir in der Formation noch nicht eingespielt sind und dass es auch konditionelle Rückstände gibt“, erkannte Wagner noch viel Arbeit bis zum Saisonstart in der Bezirksliga, der für sein Team im Gegensatz zur Konkurrenz erst in zwei Wochen ist. „Da gibt es dann keine Unterbrechung durch den Pokal und da können wir jetzt intensiv trainieren.“

FCP-Torwart zur Halbzeit ausgewechselt

Gegen Deisenhofen zeichnete sich schnell ab, dass die Hausherren einen gebrauchten Tag erwischten. In der ersten halben Stunde brachten die Penzberger kaum einen Ball in den gegnerischen Strafraum. FCP-Keeper Moritz Wolff hatte dagegen sofort alle Hände voll zu tun. Beim schön herausgespielten 1:0 durch Florian Schmid (9.) und beim abgefälschten Schuss von Martin Mayer (19.), der zum 2:0 einschlug, war er chancenlos. Mehr oder weniger aus dem Nichts gelang den Gastgeber nach einem Standard der Anschluss. Einen Freistoß von Patriot Lajqi aus dem Halbfeld verlängerte Fazlican Verep (32.) per Kopf zum 1:2 in die Maschen. Die Antwort der Gäste folgte jedoch umgehend. Marco Finster (37.) stellte wenig später den alten Abstand wieder her.

Zur Halbzeit brachte Wagner zwei frische Feldspieler und Korbinian Neumaier für Wolff. Der junge Keeper musste gleich zweimal bei einem Elfmetertreffer von Finster (50.) und dem 5:1 durch Niklas Sagner (52.) hinter sich greifen. Vorwürfe gab es von Wagner an die Adresse seiner Torleute jedoch nicht. „Sie waren die ärmsten Hunde auf dem Platz und nicht an den Gegentoren schuld“, urteilte der FCP-Coach. Die Partie war danach endgültig gelaufen. Bei den Hausherren schwanden in den Schlussminuten die Kräfte, was Deisenhofen noch mit zwei weiteren Treffern durch Schmid (81., 87.) bestrafte. „Lieber haben wir jetzt das Tief in den beiden Pokalspielen, als dann zum Saisonstart“, versuchte Wagner das Resultat so schnell wie möglich abzuhaken.

FC Penzberg-FC Deisenhofen: Die Torschützen im Detail

Tore: 0:1 (9.) Schmid, 0:2 (19.) Mayer, 1:2 (32.) Verep, 1:3 (37.) Finster, 1:4 (50.) Finster (Elfmeter), 1:5 (52.) Sagner, 1:6 (81.) Schmid, 1:7 (87.) Schmid.

Zuschauer: 97.

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