Victor Neveling (vorn), Fußballspieler des Bezirksligisten SV Raisting.
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Victor Neveling (vorn), Fußballspieler des Bezirksligisten SV Raisting.

Fussball: Bezirksliga Süd

SV Raisting: Im ersten Heimspiel geht‘s gleich gegen einen Topfavoriten

  • Andreas Mayr
    VonAndreas Mayr
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Da kommt was auf den SV Raisting zu: Im ersten Heimspiel der Saison erwartet das Team einen Gegner, den viele als den Topfavoriten schlechthin ansehen.

Raisting – Es war Johannes Franz ein Anliegen, einmal die Führung des SV Raisting zu loben. Neun Neuzugänge – und dann noch ausnahmslos welche mit Qualität – hat man nicht alle Tage. Zumal sie in Raisting außer ein wenig Fahrtgeld für manchen Kicker nichts löhnen. „Das spricht für den Verein, da ist sehr gute Überzeugungsarbeit geleistet worden“, lobt der Spielertrainer.

Franz’ Danksagung liefert praktisch die Geschichte zum Spiel am Sonntag, der ersten Heimpartie der Saison, gegen die SpVgg Haidhausen (15 Uhr). Denn die Neuzugänge sind auch beim Gegner das bestimmende Sujet des Sommers gewesen. Wie die Bezirksliga von den Krachern erfuhr, die die Münchner der Konkurrenz abluchsten, erkoren sie die Spielvereinigung direkt zum Top-Favoriten. Bei zehn von 16 Vereinen stand der Name Haidhausen auf der Favoritenliste. „Der Favorit schlechthin“, sagt etwa Hannes Franz vom SVR.

Vier Top-Transfers sorgten für Gesprächsstoff bei den Gegnern. Gilbert Diep (15 Bayernligatore in der Vorsaison) und Justin Geigl (20 Spiele) kamen aus Pullach, Thomas De Prato (davor Grünwald) sowie Anton Deibele (Brunnthal) als Stammspieler aus der Landesliga. „Extrem hohe Qualität“ stellt Franz den neuen Männern aus. Haidhausen – in der Relegation zur Landesliga gescheitert – werde wie vorige Saison spielen, also vor allem offensiv, nur mit noch mehr Klasse auf den einzelnen Positionen. Nun hat man Feuer seit jeher mit Wasser bekämpft – und in der Bezirksliga gibt es kaum bessere Feuerwehrmänner als die Raistinger.

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Schon in Spiel eins schuf der SVR ein defensives Meisterwerk. Bis auf ein, zwei Schüsse in Strafraumnähe habe Deisenhofen beim 0:0 keine klare Chance gehabt, rekapituliert der Spielertrainer. Zur Erinnerung: Die Deisenhofener Reserve mag Aufsteiger sein, setzt sich aber aus vielen hochklassigen Oldies und Talenten zusammen. Hannes Franz und seine Fußballer werden ihr Abwehrnetz auch gegen Haidhausen auswerfen. Auch wenn das „keine Garantie ist, dass man was holt“. Dafür ist der Gegner einfach zu gut. Die Haidhauser Auftaktniederlage vorige Woche in Neuried erschwerte die Lage zusätzlich. „War nicht das Beste für uns“, so Franz.

Kaum ein Durchkommen für den Gegner: Die Raistinger (in roten Trikots, hier Gianluca Zandt) präsentierten sich beim Start in Deisenhofen defensiv sehr kompakt. SVR in Deisenhofen defensiv top.

Für ihn begann die Fußballwoche mit einem Schock. Im Pokalspiel beim TSV Peiting am vergangenen Dienstag verletzte sich einer der Neuen, der Ex-Peitinger Benedikt Multerer. Ein „Mentalitätsspieler im Mittelfeld“, wie sein Coach sagt. Ein Faser- oder Bündelriss im hinteren Oberschenkel steht im Raum. Die Neuzugänge haben aber für viel Breite im Kader der Raistinger gesorgt. Trainings mit sechs Mann – so geschehen vorigen August in der Urlaubszeit – wird’s in Zukunft nicht mehr geben, stellt Hannes Franz klar. „Eine Steigerung um 300 Prozent im Vergleich zur letzten Saison“, lobt er.

Und dennoch erhoffen sie sich sehnlichst und schnell Rückkehrer. Benedikt Stechele etwa steigt langsam wieder ein. Bei Andreas Heichele warten sie darauf, dass er mit dem Aufbautraining beginnen kann. In Woche eins der Vorbereitung hat er sich verletzt, und Raisting nach dem Abgang von Denis Grgic in eine kleine Angriffskrise versetzt. Hannes Franz sagt: „Das kompensierst du nicht so einfach.“

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