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Gemeinsam sind wir stark: Huglfings Spieler bedankten sich nach dem vollbrachten Aufstieg mit einem Transparent bei ihren Fans.
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Baumeister des Erfolgs: Anton Heichele (rechts) führte die Huglfinger binnen zwei Jahren von der B-Klasse in die Kreisklasse.

Fußball

Aufstieg trifft SC Huglfing ein wenig unvorbereitet

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Der SC Huglfing hat es geschafft: Nach einer achtjährigen Durststrecke, die den Verein bis hinunter in die B-Klasse führte, ist er wieder Kreisklassist. Der vorzeitige Titelgewinn kam für die Huglfinger überraschend.

Huglfing – So wirklich hatte bei den Huglfinger Verantwortlichen keiner damit gerechnet, dass es am vorletzten Spieltag der A-Klasse 6 den Aufstieg in die Kreisklasse zu feiern geben würde. „Es war nichts vorbereitet“, berichtete SC-Trainer Anton Heichele. Er selbst etwa hatte sich für den folgenden Tag nicht freigenommen. Allerdings konnte er sich schon während des Spiels seiner Mannschaft gegen Mittenwald darauf einstellen, dass man hinterher doch länger zusammensitzen würde als sonst. „Irgendwann hat einer reingeplärrt, dass Uffing gegen Bichl mit 2:0 vorn liegt“, so Heichele. Da seine eigene Mannschaft zu diesem Zeitpunkt ebenfalls vorn lag, bedeutete das: Huglfing ist Meister. Doch Heichele winkte nur ab: „Lasst mich in Ruhe, ich will nichts davon hören“, entgegnete er. Wichtig war ihm zu allerst einmal, dass seine Huglfinger ihre Hausaufgaben erledigten. Zwar machten sie es nach einer 3:1-Führung noch einmal spannend, schlussendlich gewannen sie aber mit 3:2. Wenig später war auch die 1:3-Heimniederlage des schärfsten Verfolgers Bichl gegen Uffing II amtlich – damit stand der Meisterfeier nichts mehr im Wege. Sogar Erhard Mach, Spielleiter der Gruppe Mitte, erschien kurzfristig und überreichte dem SC die Meisterurkunde.

Huglfings Trainer ließ es ordentlich krachen

Obwohl Heichele am nächsten zur Arbeit gehen musste, ließ er es ordentlich krachen. Den gestrigen Montag verbrachte er dann aber zu Hause. „Meine Frau musste mich in der Arbeit entschuldigen. Ich war dazu nicht fähig“, berichtete Heichele lachend. Bei manchem seiner Spieler hegte der SC-Trainer gestern Nachmittag den Verdacht, dass sie noch gar nicht zu Hause gewesen waren. Bei der Meisterfeier im Sportheim tauchten dann auch noch Spieler des SV Uffing II und des ASV Eglfing auf. „Da war dann natürlich eine Riesenstimmung“, so Heichele. Seine Erkenntnis: „Also Feiern können wir in Huglfing schon.“

„Wenn du nach so einem Spiel nicht aufsteigst, wann dann?

Der SC-Trainer war stets jemand, der, obwohl als ehrgeizig bekannt, mit dem Thema „Aufstieg“ eher defensiv umging. „Zur Winterpause haben wir ja auch immer noch nach hinten schauen müssen.“ Das hatte sich aber schnell erledigt, da seine Mannschaft in der Rückrunde richtig auf Touren. Lediglich gegen Eschenlohe verließ seine Elf als Verlierer den Platz. In den elf weiteren Partien punktete seine Elf aber stets (acht Siege, drei Unentschieden). Der Kader des SC war zwar klein, aufgrund der intensiven Vorbereitung im Sommer und im Winter war er aber fit. Diese Fitness zahlte sich aus, einige Partien bogen die Huglfinger in der Schlussphase noch. Wie etwa beim dramatischen 5:4-Sieg vergangene Woche bei Antdorf II, als der SC bis zur 86. Minute mit 3:4 hinten lag. „Wenn du nach so einem Spiel nicht aufsteigst, wann dann?“, fragte er sich hinterher. Ab diesem Zeitpunkt war für ihn klar, dass es mit dem Titel klappen würde.

SC-Fußballerchef Karl Albrecht lobt seinen Trainer in den höchsten Tönen: „Was der Anton in drei Jahren hier geleistet hat, verdient den allerhöchsten Respekt.“ Der so Gelobte ist froh, dass es im abschließenden Spiel beim FC Penzberg um nichts mehr geht: „In Penzberg habe ich noch nie gute Erfahrungen gemacht. Egal, welche Mannschaft ich trainiert habe.“

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