Akif Abasikeles: Erhält eine besondere Auszeichnung.
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Akif Abasikeles: Erhält eine besondere Auszeichnung.

Remis und „Tor des Spieltags“

FC Penzberg Futsal: Hackentreffer von Abasikeles sichert Punkt in Mainz

  • Andreas Mayr
    VonAndreas Mayr
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Akif Abasikeles erzielte gegen die TSV Mainz das Tor des Spieltags in der Futsal-Bundesliga. Und bescherte dem 1. FC Penzberg damit auch einen Zähler.

Mainz/Penzberg – Für die Zauberstunde von Akif Abasikeles gab es zwar keinen Punkt zusätzlich, aber immerhin eine kleine Aufmerksamkeit. Das DFB-Futsal-Team lässt im Internet nach jedem Spieltag in der Bundesliga das Tor der Woche abstimmen. Fünf sind nominiert. In Woche zwei ging dieser Titel an den Kicker des 1. FC Penzberg. Was noch viel wichtiger war:

Abasikeles’ Hackentreffer gegen die TSG 1846 Mainz zum 2:0 sicherte dem FCP – wie sich später herausstellte – einen Zähler beim 2:2. „Du kannst froh sein, dass du mit einem heimfährst“, sagt Maximilian Kalus, der Teamsprecher.

Zu diesem ersten Auswärtsspiel gibt es natürlich eine Vorgeschichte. Bei der deutschen Meisterschaft im Juni hatte Penzberg 2:6 gegen Mainz verloren. Groß verändert hat sich die Mannschaft der TSG nicht, ein paar aus dem Raum Frankfurt kamen hinzu. Doch diesmal setzte Penzberg auf ein Mittel, das damals fehlte. Mithilfe des Videostudiums kundschafteten sie die grobe Gangart der Mainzer aus. „Ein Vorteil“, sagt Maximilian Kalus. So erklärt sich auch der starke Start der Gäste samt 2:0-Führung zur Pause – wobei dafür weitere Faktoren zusammen wirkten. Die Reise nach Mainz (Abfahrt 6.15 Uhr) verlief so entspannt, wie ein 500-Kilometer-Sonntagsausflug nur sein kann. Von München aus ging’s im Zug nach Frankfurt. Einziges Manko: Ein paar Spielkarten vergaßen die Futsaler daheim. Die Debütsaison in der Bundesliga ist ohnehin eine große Entdeckungstour für den FCP. „Wir lernen dazu“, so Kalus.

Erwähnen muss man auch, dass der Gegner schon unter Druck stand nach einer knappen Auftaktniederlage. Bereits nach zwei Spieltagen wird die Hegemonie der beiden Stuttgarter Top-Clubs offensichtlich. Für die große Masse dürfte es gegen den Abstieg gehen. Entsprechend fiel auch die Reaktion der Mainzer nach Spielende aus. Am Mikrofon des Verbands-TV sagt TSG-Coach Timo Ernst: „Das Spiel wollten und müssen wir gewinnen.“ Maximilian Kalus wollte ihm gar nicht widersprechen angesichts der zweiten Hälfte. „Wir waren platt.“

Beinahe alle hatten am Vortag Fußball gespielt. Zudem reiste der FCP mit nur fünf Wechselspielern an. Manuel Pratz, der Uffinger, kam zufälligerweise direkt aus Wuppertal hinzu – seine erste Partie nach fast eineinhalb Jahren. „Hat ausgeschaut, als wäre er nie weggewesen“, lobt der Teamsprecher. Neben Pratz fielen Abasikeles sowie Marco Hiry auf, der nicht nur die Fahrt geplant hatte, sondern Penzberg auch in Front schoss. Sein Versuch aus zehn Metern wurde noch abgefälscht – möglicherweise von Samir Azizi, aber da waren sich selbst die Penzberger nicht sicher. Sah jedenfalls aus wie ein Schlagschuss beim Eishockey, nicht die einzige Parallele der beiden Sportarten.

Nach dem magischen Moment von Akif Abasikeles spürte Kalus, wie die Mainzer „ungeduldiger“ wurden. Die Hausherren ließen sich nach der Pause auf ein Hasardspiel ein, das auch schief hätte gehen können. Früh zogen sie ihren Torwart in den Angriff mit vor, „Flying Goalie“ heißt’s im Jargon. Selbst nach dem Ausgleich riskierten die Mainzer alles. „Wir haben nicht mehr viel dagegen zu setzen gehabt“, sagt Kalus. Angesichts diverser Lattentreffer beschwerte sich niemand beim FCP über den vierten Punkt in der Bundesliga, mit dem Penzberg als Vierter in die Länderspielpause geht.

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