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Nachbarduell ohne Sieger: Der SC Huglfing (in gelben Trikots) und der ASV Eglfing trennten sich 2:2. Beide Kontrahenten erreichten die nächste Runde.

SC Huglfing als Gastgeber in der Futsal-Vorrunde

SC Huglfing und ASV Eglfing maschieren in die nächste Runde

Einige Mannschaften aus dem Umkreis nahmen an der Futsal-Vorrunde teil, doch nur der ASV Eglfing und der SC Huglfing konnten die nächste Runde erreichen. 

Die Sporthalle in Huglfing ist im Winter ein Zentrum des Gaudi-Fußballs. Wen Anton Heichele, der Trainer des gastgebenden Sportclubs, hier schon gesehen hat: Kicker aus Eglfing, Raisting, ja sogar Garmisch-Partenkirchen, ein „komplett zusammengewürfelter“ Haufen. Ihm wäre es lieber, wenn seine Burschen die Winterpause auch zum pausieren nutzen würden. Ein Monat abschalten, Skifahren gehen, Eishockey spielen, andere Dinge machen, damit sich der Kopf einmal vom Fußball trennt. Aber nein, unter den Huglfinger Spielern, ihren Freunden und Nachbarn gibt es einfach zu viele, die den Hallenfußball und die „reine Gaudi“ lieben. „Da haben sie keinen Druck, können sich zusammenstellen, wie sie wollen, und ihre eigenen Regeln machen“, erklärt Heichele. Der Coach verfolgt die Einheiten gelegentlich mit Interesse, er mischt sich aber nicht ein.

Entsprechend zog er sich auch bei der Futsal-Vorrunde der Spielgruppe Mitte im Zugspitz-Kreis auf die Tribüne zurück. Den Tag verbrachte er mit Zuschauen und Ratschen. Deshalb hat er beispielsweise die Jugendturniere von früher so sehr geliebt. Bei denen kam die ganze Szene zusammen. Zum „Reden und Austauschen“ habe es keinen besseren Umschlagplatz gegeben.

SC Huglfing bleibt ohne Niederlage

Auch in Huglfing traf er viele bekannte Gesichter. Man war sich einig: Die (doch nicht mehr ganz so) neuen Futsal-Regeln tun dem Hallenfußball gut. Man bolzt nicht mehr, man zaubert jetzt – oder versucht’s zumindest. Weil die Huglfinger oft trainieren, war es dann auch keine Überraschung, dass sie sich ohne Niederlage für die zweite Runde qualifizierten. Nur gegen den Nachbarn ASV Eglfing gaben sie beim 2:2 zwei Punkte ab. Sechs Siege, 16 Tore – ein beeindruckender Auftritt der Gastgeber.

Der ASV folgte den Huglfingern als Zweiter. Bis zum letzten Spiel gegen den ASC Geretsried zitterte das junge Team. Mit einem 4:2-Sieg sicherte die Mannschaft, die sich ohne den kranken Trainer Dennis Destek selbst organisierte, das Ticket für das Kreisfinale in knapp zwei Wochen. Doch damit schuf der ASV Probleme, die er zuvor gar nicht kalkuliert hatte. Beim Finale in zwei Wochen fehlt die ganze Mannschaft, die sich aufmacht zum Ausflug nach Düsseldorf. Simon Strasser, der Koordinator beim Vorrundenturnier in Huglfing, hat sich schon eine Lösung überlegt. „Wir kaufen uns Erfahrung ein und schicken die Alt-Stars hin.“ In der Zeit vor Weihnachten sei es immer schwierig, genug freie Termine für Feiern, Familie, Freunde und Fußball zu finden. Wenigstens einmal pro Woche verabreden sich die Eglfinger derzeit in der Sporthalle in Seehausen. In diesem Jahr fanden sich aus dem Pool genügend gesunde Spieler, die sich für das Verbandsturnier begeisterten. Das Interesse schwankt von Jahr zu Jahr. 2018 etwa klagten viele über Knieprobleme. Der ASV verzichtete auf den Start. Nun sind sie wieder dabei – und marschieren in Runde zwei. 

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