Erzielte den ersten und den letzten Treffer: Valentin Hörndl (im schwarzen Trikot, Mitte) brachte die „Eishackler“ im ersten Bayernliga-Heimspiel gegen den ESC Kempten mit 1:0 in Führung und traf dann in der Verlängerung zum entscheidenden 5:4.
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Erzielte den ersten und den letzten Treffer: Valentin Hörndl (im schwarzen Trikot, Mitte) brachte die „Eishackler“ mit 1:0 in Führung und traf dann in der Verlängerung zum entscheidenden 5:4.

Eishockey: Nach 2:3 in Buchloe ringt Peißenberg den ESC Kempten in Verlängerung nieder

Hart erkämpfte erste Punkte für die „Eishackler“

  • vonRoland Halmel
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Zum Bayernliga-Start war der TSV Peißenberg der Papierform nach zweimal der Favorit. Doch die Aufgaben wurden schwerer als erwartet.

Peißenberg – Das erste Wochenende in der Bayernliga ist vorbei. Nach erst zwei Partien zeichnet sich aber bereits ein Trend ab. Die Liga ist in dieser Corona-Saison ausgeglichen wie vermutlich noch nie zuvor. Das zeigten die vielen engen Partien, zu denen auch die zwei Spiele der Peißenberger „Eishackler“ zählen. Bei Aufsteiger ESV Buchloe mussten sich die Mannen von Trainer Randy Neal mit 2:3 (1:1, 0:1, 1:1) geschlagen geben. Zwei Tage später sicherten sich die „Eishackler“ gegen den enorm verstärkten Neuling ESC Kempten, dem viele eine Top-Platzierung zutrauen, durch einen 5:4 (2:1, 2:2, 0:1, 1:0)-Sieg nach Verlängerung die ersten Punkte dieser Saison.

„Eishackler“ können zweimal nicht in Bestbestzung antreten

„Hut ab vor den Jungs, sie haben gekämpft bis zum Schluss“, so Neal nach dem Heimerfolg gegen die Allgäuer. „Das erste Drittel war ganz gut, aber im zweiten haben wir ein bisschen den Faden verloren“, konstatierte der TSV-Coach, der wie schon zwei Tage zuvor in Buchloe nicht seine Bestbesetzung aufbieten konnte. Da Sinan Öndortuglu im Gegensatz zur Auftaktpartie bei den „Pirates“ zur Verfügung stand, konnte er zumindest drei komplette Sturmreihen aufbieten. „Sinan gehört in die Bayernliga“, lobte Neal den Youngster ebenso überschwänglich wie seine komplette dritte Reihe. „Die war überragend“, so Neal.

Aufstieger Kempten reist mit einigen Ex-Oberliga-Spielern an

Seine Mannschaft setzte die mit einigen erfahrenen ehemaligen Oberliga-Spielern angereisten Allgäuer gleich ordentlich unter Druck. Dadurch provozierten sie immer wieder Scheibenverluste auf Seiten der Gäste. Einen solchen nutzte Valentin Hörndl sogleich zum Führungstreffer (2.). Max Willberger gelang mit einem verdeckten Schuss etwas später auch noch das 2:0 (13.). Während des ersten Überzahlspiels agierten die Hausherren jedoch nachlässig, die Quittung war der Kemptener Anschlusstreffer durch Roni Rukajärvi (16.).

Im Mittelabschnitt lief es bei den Peißenbergern nicht mehr so rund, Kempten kam besser ins Spiel. Dennoch gelang dem TSV das dritte Tor. In Peißenberger Unterzahl erzielte Maximilian Malzatzki nach einem Konter das 3:1 (27.). Nur eine Minute später, die Hausherren waren noch immer ein Mann weniger auf dem Eis, gelang Eugen Scheffer jedoch der neuerliche Anschlusstreffer (28.). Wenig später erzielte der Peitinger Markus Czogallik, der mit einer Förderlizenz in Kempten spielt, sogar den 3:3-Ausgleich (31.). Noch vor der Drittelpause schlugen die „Eishackler“ aber zurück. Maximilian Brauer staubte zum 4:3 ab (36.).

Im ausgeglichenen Schlussdrittel kassiert Peißenberg den Ausgleich

Im ausgeglichenen Schlussdrittel ging es hin und her. „Uns war aber das schwere Spiel in Buchloe anzumerken“, so Neal. Er musste erkennen, dass seinen Spielern die Beine schwerer und schwerer wurden. Dennoch verteidigten die Hausherren ihre knappe Führung bis kurz vor Schluss. Dann aber war es doch passiert, Michel Maaßen traf zum 4:4 für Kempten (56.). Danach hatten die Peißenberger während einer Überzahl die Chance, die Partie zu ihren Gunsten zu entscheiden. Doch retteten die Latte sowie ESC-Torhüterin Jennifer Harß mit einer starken Parade die Gäste in die Verlängerung. In der Overtime nutzte Hörndl ein weiteres Powerplay zum Siegtreffer 5:4 (64.).

Peißenberg in Buchloe nur mit 14 Feldspielern

Beim Auswärtsspiel in Buchloe standen Neal lediglich 14 Feldspieler zur Verfügung, da wichtige Akteure wie Tobias Estermaier, Moritz Birkner und Martin Lidl fehlten. Im ausgeglichenen ersten Durchgang schoss Simon Sendl die „Eishackler“ mit einem Abstaubertor in Führung (11.). Die Hausherren antworteten umgehend mit dem Ausgleich (14.). Danach hatte der TSV Glück, als die „Pirates“ während eines Überzahlspiels nur den Pfosten trafen.

Wegen zahlreicher Strafzeiten kam im Mittelabschnitt lange Zeit kein rechter Spielfluss auf. Michal Telesz schoss die Buchloer schließlich in Front (28.). Im Anschluss verhinderten die beiden guten Torhüter weitere Tore hüben und drüben. Erst Timo Hauck gelang es im letzten Durchgang, TSV-Keeper Korbinian Sertl noch einmal zu überwinden (46.). Dominik Ebentheuer machte das Spiel mit seinem Anschlusstreffer noch mal spannend (56.). Die Peißenberger mobilisierten danach alle Reserven, der Ausgleich wollte aber nicht mehr fallen.

Statistik
TSV Peißenberg ESC Kempten n.V. 5:4 (2:1, 2:2, 0:1, 1:0)
1. Drittel: 1:0 (1:37) Hörndl (Singer, Maier), 2:0 (12:58) Willberger (Brauer), 2:1 (15:38) Rukajärvi (Oppenberger, Hermann/4-5). 2. Drittel: 3:1 (26:17) Malzatzki (Martin Andrä, Loth/4-5), 3:2 (27:17) Scheffer (Zimmer/5-4), 3:3 (30:29) Czogallik (Hermann), 4:3 (35:52) Brauer (Loth), 3. Drittel: 4:4 (55:46) Maaßen (Hermann, Seider). 5:4 (63:58) Hörndl (Malzatzki, Martin Andrä/5-4). Strafminuten: Peißenberg 4, Kempten 14. Zuschauer: 200.

ESV Buchloe - TSV Peißenberg 3:2 (1:1, 1:0, 1:1)
1. Drittel: 0:1 (10:32) Sendl (Brauer, Malzatzki), 1:1 (13:18) Göttle. 2. Drittel: 2:1 (27:44) Telesz (Petrak). 3. Drittel: 3:1 (45:10) Hauck (Wittmann, Beslic), 3:2 (55:36) Ebentheuer. Strafminuten: Buchloe 12, Peißenberg 12 + 10 für Singer (Check gegen Kopf oder Nackenbereich) + 10 für Ebentheuer (Check von hinten). Zuschauer: 200.

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