1. Startseite
  2. Sport
  3. Amateurfußball
  4. Landkreis Weilheim

Kalte Dusche für SV Polling in der Schlussphase

Erstellt:

Von: Andreas Mayr

Kommentare

Pollinger Tristesse: (v. l.) Fabian Berg und Hans-Georg Huber nach dem Gegentor zum 2:5-Endstand gegen Pöcking.
Pollinger Tristesse: (v. l.) Fabian Berg und Hans-Georg Huber nach dem Gegentor zum 2:5-Endstand. © Andreas Mayr

Eigentlich boten die Pollinger im Heimspiel gegen den SC Pöcking eine ordentliche Leistung. In den entscheidenden Szenen war der Bezirksliga-Absteiger aber cleverer.

Polling – So eine kalte Dusche bei hochsommerlichen Temperaturen ist ja an sich nichts verkehrtes. Zumindest waren alle am Spiel Beteiligten froh, wie die Pollinger Auswechselspieler das kalte Wasser eimerweise entlang des Feldes verteilten. Allerdings bekamen die Gastgeber dann auch noch sportlich eine kalte Dusche verpasst – und die fühlte sich für alle Pollinger schrecklich an. Mit drei Treffern in den letzten zehn Minuten versenkten die Gäste aus Pöcking ihre Gegner. Michael Schöttl, Trainer beim SVP, sagte: „In den entscheidenden Situationen sieht du, dass du gegen eine ausgebuffte Bezirksliga-Mannschaft spielst.“

In der Schlussphase der Partie wird Qualitätsunterschied deutlich

Nun, das stimmt nicht ganz, weil der SC Pöcking-Possenhofen im Mai abgestiegen ist. Komischerweise haben es die Kicker vom Starnberger See geschafft, direkt wieder eine Euphorie zu entfachen. Man merke gar nicht, dass sein Team abgestiegen ist, sagte zuletzt Stürmer Clemens Link. In der Schlussphase des Kreisliga-Duells wurde ein Qualitätsunterschied deutlich:. Während SVP-Kapitän Marcel Mayr beim Stand von 2:2 den Ball zu zentral aufs Tor feuerte, schoben ihn Tobias Mair (81./85.) sowie Philipp Poggenseier (89.) „brutal überlegt“ ins Eck – jeweils nach ansehnlichen Angriffen. „In der Entstehung zu schläfrig“, urteilte Michael Schöttl. Seine Mannen kamen in allen drei Szenen gar nicht erst in den Zweikampf, weil Pöcking seine Spielzüge präzise und zügig zu Ende kombinierte. „Die entscheidenden Angriffe waren alle drin“, so der Pollinger Coach.

Trotz neun Gegentoren in zwei Spielen: Die Abwehr ist nicht Pollings Problem

Nach zwei Spieltagen steht sein Team mit null Punkten und neun Gegentoren da. Wobei die Abwehr gar nicht das große Problem darstellt. Vorige Woche in Peißenberg sei’s ein kollektives Versagen gewesen, das jetzt noch weh tut. Gegen Aufstiegskandidat Pöcking hingegen lieferte Polling die passende Antwort. Nach ein paar wackligen Momenten in der Anfangsphase stellte sich der SVP gut aufs Passspiel der Gäste ein, erzwang Ballgewinne. Ein Konter endete im Schuss von Philipp Seligmann sowie dem Abstaubertor von Felipe Creutzner (28.). Eine ähnliche Szene nutzte Clemens Link für Pöcking zum 1:1. „Wir haben mithalten können“, hielt Michael Schöttl fest.

Nach der Pause artet die Partie in ein unschönes Gedresche aus

Nach der Pause, das lag auch an den heißen Temperaturen, ging das Spiel in ein unschönes Gedresche über. Investieren wollten beide Teams nicht viel, sie warteten auf Fehler. „Die Konter der ersten Halbzeit haben wir nicht mehr gehabt“, sagt der Coach. Maximilian Baumgartner (66.) antwortete umgehend auf die Pöckinger Führung (64.). Danach sah Schöttl sein Team näher am Siegtreffer. Half letztlich nichts. „Pöcking hat das gemacht, was wir machen wollten“, sagt Co-Trainer Hans-Georg Huber. Sprich effizientes Spiel am Strafraum. Nach zwei sieglosen Partien steht Polling am Ende der kleinen Kreisliga-Gruppe. „Wir kennen die Situation“, sagt Michael Schöttl. Unruhe wird in Polling nicht ausbrechen. „Wir haben uns immer raufgearbeitet.“

Statistik

SV Polling - SC Pöcking 2:5

Tore: 1:0 (28.) Creutzner, 1:1 (37.) Link, 1:2 (64.) Schulz, 2:2 (66.) Baumgartner, 2:3 (81.) Mair, 2:4 (85.) Mair, 2:5 (89.) Poggenseier. Gelbe Karten: Polling 0, Pöcking 1. Schiedsrichter: Felix Thiel. Zuschauer: 65.

Auch interessant

Kommentare