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Wer kommt eher an den Ball? Gastgeber Oberhausen/Weilheim (in grauen Trikots, hier Stefan Edenhofer) und der ESV Penzberg (hier Alexander Michl) lieferten sich ein weitgehend ausgeglichenes Duell. Am Ende hatte die SG knapp die Nase vorn. 

Kreisklasse 3 im Überblick: Aufsteiger Huglfing deklassiert, Oberhausen schlägt Penzberg

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Das hatten sie sich beim SC Huglfing sicher anders vorgestellt: Der Aufsteiger kassierte zum Start in die Kreisklasse 3 ein 1:6-Heimdebakel gegen Eurasburg Beuerberg. Mit einem Sieg starteten hingegen der ASV Antdorf und die SG Oberhausen/Weilheim.

VON STEFAN SCHNÜRER

SG Oberhausen/Weilheim 1
ESV Penzberg 0

Tor: 1:0 (53.) Habermann. Schiedsrichter: Lukas Seider (TSV Oberammergau). Zuschauer: 140.

Einen etwas holprigen Start legte die neu formierte Spielgemeinschaft Oberhausen/Weilheim hin. Gegen den Landkreisrivalen ESV Penzberg reichte es dennoch zu einem knappen Heimerfolg. „Es war nicht unbedingt schön, aber Hauptsache, wir haben drei Punkte“, zeigte sich SG-Coach Markus Bierling erleichtert. „Wir haben nicht so locker und befreit wie in der Vorbereitung gespielt“, erkannte sein Gegenüber Stefan Korpan einige Probleme bei seiner ersatzgeschwächten Truppe, bei der sieben Stammkräfte fehlten. „Wir hatten auch unsere Chancen, nur hatten wir keinen Knipser“, so Korpan. Einen Vollstrecker hätte aber auch die SG gebrauchen können. Kurz vor der Pause vergaben die Hausherren mehrere hochkarätige Möglichkeiten, darunter einen Pfostenschuss von Michael Heinbücher (44.). „In dieser Phase hat uns Torhüter Marius Becker im Spiel gehalten“, lobte Korpan.

Kurz nach dem Wechsel leistete sich Becker jedoch einen Fauxpas, als er einen hoch in den Strafraum getretenen Freistoß nicht festhalten konnte und Max Habermann zum 1:0 abstaubte. „Kein Vorwurf an ihn, da hat ihn die Sonne geblendet“, urteilte Korpan. In der Folge machten die Eisenbahner viel Druck. Der letzte Pass kam aber oft nicht an und bei der einen oder anderen Möglichkeit hatte SG-Keeper Florian Pfaff das nötige Quäntchen Glück. Auf der Gegenseite ließen aber auch die Gastgeber einige Großchancen aus. Die beste vergab Dominik Reindl, als er aus kurzer Distanz drüber schoss (90.). „Wir hätten das zweite Tor machen müssen,“ so Bierling, der bei seinem Team in Sachen „Abschluss“ noch viel Luft nach oben sah.  rh

ASV Eglfing 2
SV Münsing-A. 2

Tore: 1:0 (13.) Fettal, 2:0 (42.) Fettal, 2:1 (68.) Georgiadis, 2:2 (85.) Gampl (Handelfmeter). Schiedsrichter: Max Gall (SV Söchering). Zuschauer: 60.

Licht und Schatten wechselten sich bei den Eglfingern zum Saisonstart ab. In der ersten Hälfte erwiesen sich die Gastgeber als Meister der Effektivität und machten aus wenigen Chancen zwei Treffer. Nach dem Wechsel aber war der Faden gerissen. Die spielstarken Münsinger machten enorm viel Druck, Eglfing kam kaum noch aus der eigenen Hälfte heraus und kassierte noch zwei Treffer. Doch auch mit dem 2:2 war der ASV unterm Strich noch gut bedient.

In der ersten Hälfte hatte Trainer Dennis Destek an seiner Mannschaft kaum etwas auszusetzen. Münsing hatte zwar mehr Ballbesitz, doch der ASV störte immer wieder erfolgreich einen geordneten Spielaufbau bei den Gästen. Gleich ihre erste Chancen nutzten die Eglfinger zur Führung. Nach einer scharfen Hereingabe beförderte Simon Fettal – oder war’s ein Münsinger Abwehrspieler? – den Ball ins Netz – 1:0. Auf der anderen wehrte Jakob Kreutterer einen Schuss von Münsings Noah Fiene auf der Linie ab (15.). Nach einem weiten Einwurf von Simon Strasser konnte sich Fettal nahezu unbedrängt durchdribbeln. Sein platzierter Flachschuss schlug zum 2:0 im Münsinger Kasten ein. Nach dem Wechsel entwickelte sich dann ein Spiel auf ein Tor, Eglfing stand unter Dauerdruck. „Da waren wir viel zu passiv und hatten keine Aktionen nach vorn mehr“, bemängelte Destek. Nachdem seine Abwehr zu unentschlossen agiert hatte, kam Münsings Christos Georgiadis frei zum Schuss und traf zum 1:2. Die Gäste machten weiter Druck, und nach einem Handspiel der Eglfinger im Strafraum verwandelten sie den fälligen Elfmeter zum verdienten 2:2.

ASV Antdorf 4
FSV Höhenrain 2

Tore: 1:0 (22.) Lipinski, 2:0 (24.) Deschlmaier, 3:0 (38.) Deschlmaier, 4:0 (69.) Winkler, 4:1 (84.) Feirer, 4:2 (90.+1) Lech. Schiedsrichter: Stefan Rießenberger (SC Pöcking-P.). Zuschauer: 120.

Der Sieg der Antdorfer hätte durchaus noch höher ausfallen können, doch Trainer Hans-Peter Oswald drückte auf die Euphoriebremse. Nachdem der ASV ein Seuchenjahr hinter sich hat, das mit dem Abstieg endete, „wollen wir die Kirche schön im Dorf lassen und erst einmal in der Liga ankommen“, sagte Oswald. Doch der neue Antdorfer Coach hatte auch ein Lob parat: „Wir haben tollen Fußball gespielt.“ Innerhalb von zwei Minuten sorgten Philipp Lipinski und Patrick Deschlmaier gegen keinesfalls schwache Gäste für eine 2:0-Führung. Noch vor der Pause ließ der gut aufgelegte Deschlmaier Treffer Nummer drei folgen. Als Markus Winkler Mitte der zweiten Hälfte das 4:0 erzielte, war alles entschieden. In der Folge agierten die Gastgeber ein wenig unkonzentriert, was Höhenrain in der Folge noch zu zwei Treffern nutzte. Mehr als ein Schönheitsfehler war das aber nicht.

SC Huglfing 1
SV Eurasburg-Beuerberg 6

Tore: 1:0 (13.) Lory (Eigentor), 1:1 (21.) Tafertshofer (Foulelfmeter), 1:2 (32.) Manhart, 1:3 (36.) Gellner, 1:4 (56.) Manhart, 1:5 (61.) Seelbach, 1:6 (90.+1) Gellner. Gelb-rote Karten: Eurasburg: Delli Zotti (30.), Huglfing: Buchwieser (80.). Schiedsrichter: Piet Fentross (SV Haunshofen). Zuschauer: 75.

Gleich am ersten Spieltag zahlte der Aufsteiger SC Huglfing in der neuen Liga richtig Lehrgeld. Immerhin legten die Gastgeber einen guten Start hin, der die Eurasburger ein wenig verwirrte. Auch von einem Eigentor ließen sich die Huglfinger nicht aus der Ruhe bringen. Einige Minuten später verwandelte Maximilian Tafertshofer nach einem Foul an Nizar Taboubi den fälligen Elfmeter zum 1:1. Kurioserweise wurde für den SC alles schlechter, nachdem sie nach einer Ampelkarte gegen die Gäsate numerisch überlegen waren. Erst kassierten die Huglfinger nach einem Freistoß das 1:2, und wenig später folgte Treffer Nummer drei, als sie sich nach einer eigenen Ecke hatten auskontern lassen. „Dieses Tor hat mir richtig gestunken“, sagte SC-Trainer Anton Heichele. In der Folge verlor seine Mannschaft komplett die Ordnung. „In der zweiten Halbzeit haben wir richtig orientierungslos gespielt“, bemängelte Heichele. So hatten die vor allem in der Offensive überzeugenden Gäste auch in Unterzahl leichtes Spiel und kamen noch zu drei weiteren Treffern.

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