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Torhüter im Mittelpunkt: Penzbergs Schlussmann Marius Becker (im lilafarbenen Trikots) zeigte gegen Unterammergau einzige Glanzparaden.   

Kreisklasse 3 Zugspitze: kompakt

Trotz Blitzstarts des ESV Penzberg nur remis im Kracher gegen den WSV Unterammergau

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Der ESV Penzberg und der WSV Unterammergau trennen sich unentschieden im Spitzenspiel. Auch der ASV Antdorf kommt gegen den FCK Schlehdorf nur zu einem Punkt.

ESV Penzberg - WSV Unterammergau 1:1

Tore: 1:0 (1.) Meixner, 1:1 (75.) Speer. Schiedsrichter: Florian Bauer (FSV Malchin). Zuschauer: 120.

Neben dem Vereinsheim des ESV Penzberg steht eine Holz-Eisenbahn – das Wahrzeichen des Klubs. In der Nähe hatte sich ein kleiner Fanblock gebildet. Bestehend aus den Reservespielern, den Freundinnen wie Verantwortlichen des ESV. Geschlossen sprang das Grüppchen aus etwa 50 Zuschauern bei der letzten Aktion der Partie gegen Unterammergau auf und schrie. Siegtreffer. 2:1. Wahnsinn. Aber Schiedsrichter Florian Bauer verdarb ihnen den Spaß. Er hob die Hand, entschied auf Abseits und pfiff ab. Es blieb beim 1:1. Passt schon, findet Trainer Stefan Korpan. Kollege Sebastian Kleiner vom WSV Unterammergau ergänzte: „Das Spiel hatte keinen Sieger verdient. Aber es hätte auch 4:4 ausgehen können.“ Obwohl die für Korpan besten Abwehrreihen der Liga aufeinander trafen, häuften sich die erstklassigen Gelegenheiten auf beiden Seiten. Das lag zum Teil an der individuellen Klasse der Teams, aber auch am Faktor Zufall. Gerade zum Ende beider Halbzeiten verzichteten die Gegner auf spielerische Mittel und droschen den Ball nach vorn. Fehlende Cleverness erkannte Korpan bei seinen Kickern. „Wir wollten teilweise zu viel Offensive.“ Das allgemeine Chaos nutzten immerhin beide Torhüter für sehenswerte Flugeinlagen. Marius Becker rettete in Halbzeit eins dreimal spektakulär. Marco Diroma vom WSV zog in den zweiten 45 Minuten nach. Auch in anderen Bereichen ähnelten sich beide Klubs. Als „bissig und aggressiv“ beschreibt Korpan die Unterammergauer. Attribute, die auch auf seine Mannschaft zutreffen. Weil es so ausgeglichen war, ärgerten sich die Penzberger auch nicht riesig über die verspielte 1:0-Führung in der ersten Minute durch Tobias Meixner. Zwei weitere Male traf der ESV – allerdings aus Abseits-Positionen. Und, das hat sich Korpan von den Zuschauern sagen lassen: In beiden Szenen lag Schiri Bauer richtig.   

ASV Antdorf - FCK Schlehdorf 1:1

Tore: 0:1 (12.) Leiss, 1:1 (23.) Winkler. Schiedsrichter: Michael Axthaler (FC Bad Kohlgrub-A.). Zuschauer: 100.

Diese Partie war nichts für Schönwetter-Fußballer: Es regnete in Strömen und es war lausig kalt, als der ASV unter Flutlicht den FCK Schlehdorf empfing, der mittlerweile vom ehemaligen Antdorfer Maximilian Wagner trainiert wird. „Das waren schon extrem schwierige Verhältnisse“, berichtete Antdorfs Coach Hans-Peter Oswald. Das 1:1 empfand er als „gerechtes Ergebnis“. Auf schwerem Geläuf fand seine Mannschaft zunächst überhaupt nicht ins Spiel. Daher war es gar nicht mal so überraschend, dass die Antdorfer in Rückstand gerieten. Besser wurde es aus Sicht der Hausherren erst, als Markus Winkler zehn Minuten später zum 1:1 traf. Auch wenn diese Partie laut Oswald keinen Sieger verdient hatte, hätte sein ASV den Platz durchaus mit drei Punkten im Gepäck verlassen können. In der Schlussphase vergaben die Antdorfer zwei hochkarätige Chancen, unter anderem durch Florian März. Bei zwei weiteren guten Gelegenheiten der Gastgeber war FCK-Torhüter Florian Lantenhammer zur Stelle. Was Oswald gut gefiel: „Es war ein superfaires Spiel.“ Auch wenn der ASV mit diesem Remis den Sprung an die Tabellenspitze verpasste: „Man muss auch mal mit einem Punkt zufrieden sein“, so Oswald.

Am morgigen Samstag ist der ASV zu Gast beim FC Bad Kohlgrub (15 Uhr). Der Gegner ist Coach Oswald unbekannt, die Fieberkurve des FC ist schwankend: Siege und Niederlagen wechseln sich in schöner Regelmäßigkeit ab. Zuletzt gab’s eine deutliche 0:3-Niederlage im Ammertalderby gegen den überraschend starken WSV Unterammergau.   

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