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Seine Mannschaft stellt sich von alleine auf: Peißenberg-Coach Bodo Nusser

„Die Mannschaft stellt sich von alleine auf“

Sehnsucht nach der Winterpause: ASV Habach und TSV Peißenberg in Personalnot

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Wenn an diesem Wochenende der Winter hereinbrechen würde und die Spiele in der Kreisliga 1 ausfallen müssten, hätten der ASV Habach und der TSV Peißenberg nichts dagegen.  

ASV Habach

Auf dem Zahnfleisch schleppt sich der ASV Habach durch die letzten Wochen bis zur Winterpause. Vor dem abschließenden Spiel der Kreisliga 1 an diesem Samstag beim FC Deisenhofen II (12 Uhr) drohen mit Benedikt Heckmeier und Felix Habersetzer, die beide angeschlagen sind, zwei weitere Ausfälle. „Es ist dieselbe Leier wie die letzten Wochen, die Mannschaft stellt sich von alleine auf“, klagt ASV-Coach Jürgen Staiger, der wie sein Team die Pause herbeisehnt. Die Bayernliga-Reserve, die aktuell nur Platz neun belegt, hatte Staiger weiter vorn eingeordnet. „Warum es bei denen nicht läuft, ist mir ein Rätsel“, so der ASV-Coach. Die FC-Reserve verfügt über gut ausgebildete und technisch versierte Spieler. „In der Liga haben sie eines der besten Teams, nur verkaufen sie sich total unter Wert“, so Staiger, dessen Team das Heimspiel gegen Deisenhofen mit 4:3 gewann. „Das war eines der besten Spiele von beiden Seiten“, erinnert sich Staiger, der die junge Truppe der Gastgeber aber nur schwer einschätzen kann. „Sie ist eine Wundertüte, weil man nie weiß, welche Spieler von der Ersten aushelfen.“ Ungeachtet der Personalsorgen wollen die Habacher einen erfolgreichen Jahresabschluss. „Das wird auch ein bisschen davon abhängen, wie lange die Angeschlagenen durchhalten“, so Staiger.

TSV Peißenberg

Richtig krasse Aussetzer erlaubte sich der TSV Peißenberg im Aufstiegsjahr bis vergangene Woche nicht. Beim 0:7 zu Hause gegen Uffing legte er jedoch eine komplette Bruchlandung hin. „Das Gute daran war, dass jeder im Team erkannt hat, dass er Müll gespielt hat“, so TSV-Trainer Bodo Nusser, der dieses Debakel im Aufsteigerduell abgehakt hat. „Die Jungs wissen, dass sie was gutzumachen haben“, berichtete Nusser vor dem letzten Spiel des Jahres an diesem Samstag zu Hause gegen den TuS Holzkirchen II (14.15 Uhr). „Eine junge, sehr spielstarke Truppe mit Ricardo Ferrara als Leitwolf“, sagt der TSV-Coach über den Tabellenelften, den sein Team im Hinspiel mit 4:1 besiegte. „Der Sieg ist zu deutlich ausgefallen“, so Nussers Einschätzung. Eigentlich sei es ein Duell auf Augenhöhe gewesen, als vor allem TSV-Torhüter Sebastian Solfrank mit seinen Paraden den Unterschied machte. Der steht im Rückspiel jedoch nicht im Tor. Wie schon gegen Uffing muss Aushilfskeeper Adrian Erhart ran. Bei den Peißenbergern gibt es einige angeschlagene Spieler wie Hannes Kunterweit oder Georg Reich, bei denen sich der Einsatz erst kurzfristig entscheidet. „Ich bin froh, wenn es jetzt in die Winterpause geht“, so Nusser angesichts der vielen Verletzungssorgen beim Aufsteiger, der sich dennoch mit Platz fünf nach der Vorrunde bisher sehr gut schlägt.

SV Polling

Mit einer richtig schweren Aufgabe verabschiedet sich der SV Polling an diesem Samstag aus dem Fußballjahr 2019. Der SVP muss beim TSV Otterfing antreten (14.15 Uhr). Der Tabellenzweite ist mit vier Siegen in Folge mit nur einem Gegentor das Team der Stunde in der Kreisliga 1. „Ein Spitzenteam, das vor der Saison niemand auf der Rechnung hatte“, sagt Pollings Coach Robert Färber über den Kontrahenten, der vergangene Saison nur über die Relegation den Klassenerhalt schaffte. „Wenn man sich den Kader des TSV anschaut, überrascht es aber nicht wirklich, denn er hat mehrere Landesliga- und Bayernliga-erfahrene Kicker in seinen Reihen“, so Färber. Zudem steht mit Mike Probst bei den Otterfingern ein Trainerfuchs an der Seitenlinie. Bei der 3:5-Niederlage der Pollinger im Hinspiel mussten sie die Stärken des TSV am eigenen Leib erfahren. „Sie beherrschen das schnelle Umschaltspiel und haben eine gnadenlose Effektivität im Abschluss“, erinnert sich Färber, der bis auf zwei Mann in voller Besetzung nach Otterfing fahren kann. „Wir gehen als Außenseiter in die Begegnung und können dort nur überraschen“, so seine Einschätzung.

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