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Polizeiwagen mit Blaulicht

„Bei Ersttätern schon voll durchgreifen“

Netz-Reaktionen zum Skandalspiel Höhenrain gegen Antdorf

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Keine andere Partie beschäftigt die Gemüter in der Region zurzeit so sehr wie das Skandalspiel zwischen dem FSV Höhenrain und dem ASV Antdorf.

Landkreis Zwar sind die Umstände traurig und für den Sport beschämend, aber gerade das facht das Interesse noch mehr an.

Bewegen sich die Klickzahlen für Nachrichten rund um die Münchner Löwen oder die U 23 des FC Bayern München in der Regel im dreistelligen Bereich, gehen die Artikel über die Hintergründe der Kreisklassen-Begegnung vom 10. November auf dem Internetportal „fupa.net“ in die tausende. Absoluter Spitzenreiter ist das Interview mit Schiedsrichter-Obmann Klemens Wind mit über 4300 Aufrufen – Tendenz steigend. Das Interesse an den Vorfällen in Höhenrain und zur Situation der Schiedsrichter im Oberland beschränkt sich nicht länger nur auf Oberbayern. Inzwischen hat Wind mit seinen Aussagen einen Sturm entfacht, der über die Grenzen des Bezirks hinaus bis nach Niederbayern und in die Oberpfalz weht.

Lischke: Oswald hat deutlich überzoegen

Das geht aus den Einträgen aus Facebook hervor, wo die Berichte eifrig geteilt und kommentiert werden. Bereits nach dem ersten Artikel war die Entrüstung im Netz groß. Antdorfs Trainer Hans-Peter Oswald hatte Schiedsrichter Vitus Waibel die Schuld daran gegeben, dass sich nach der Partie Anhänger beider Vereine in die Wolle bekamen und im Kabinentrakt ein Höhenrainer Kicker mutmaßlich von einem Antdorfer niedergeschlagen wurde. „Schon alleine diese Aussage gehört bestraft“, stellt Torsten Lischke klar. Er ist der Ansicht, dass Oswald deutlich mit seinem Urteil überzogen hatte. „Wo kommen wir denn hin, wenn ich dem Schiedsrichter die Schuld gebe, weil ein Spieler nach dem Spiel einen anderen niederstreckt und diesen, für seine Dummheit (das ist noch milde ausgedrückt) ein Alibi gebe?“ Auch Franz Nar fand Oswalds Bezichtigung als „schon sehr dürftig“, worin er von Peter Kraft bestätigt wurde: „Immer sind die Schiedsrichter schuld und niemals die Dummschwätzer am Spielfeldrand.“

Einig sind sich die Kommentatoren im Netz darüber, wie mit dem Antdorfer Fußballer zu verfahren ist, der von der Polizei einer Straftat verdächtigt und in den vergangenen Jahren bereits zweimal wegen einer Tätlichkeit vom Platz gestellt wurde. „Michael Te“ plädiert für mehr Konsequenz der Sportgerichte: „Man sollte bei Ersttätern schon voll durchgreifen und nicht erst beim zweiten oder dritten Anlauf.“ „Sperren ein Leben lang und mindestens einen Monat Sozialarbeit“, fordert Antonio Gentile. Simon Hinke setzt dagegen auf nachhaltige Pädagogik: „Spieler, die mehrfach wegen Unsportlichkeit gegenüber Unparteiischen aufgefallen sind, sollten verpflichtend selber an einem Schiedsrichter-Lehrgang teilnehmen und selber mindestens 15 Spiele pfeifen.“ In die Pflicht nimmt „Eamto R Ebun“ den ASV Antdorf: „Wer solch einen Typen noch im Verein aufnimmt, macht sich mitschuldig. Beschämend und eine Schande.“

Lexa vermisst Selbstkritik der Schiedsrichter

Eine echte Kontroverse hat Klemens Wind dagegen mit seinem Interview unter den Nutzern ausgelöst. Erwin Ruprecht gibt ihm „vollkommen Recht“ und findet es „echt traurig, wie die Schiedsrichter beschimpft werden“. Benjamin Lexa pflichtet ihm bei: „Gewalt hat im Fußball nichts zu suchen.“ Allerdings vermisst er die „Selbstkritik bei den Schiedsrichtern“. Ihr Verhalten charakterisiert er als „nicht selten von oben herab“.

Als Antwort auf Winds Klage über massive Beleidigungen und sogar eine Hetzjagd auf einen minderjährigen Schiedsrichter regt er ghandihaften Gleichmut bei den Unparteiischen an: „Sollte man sich nicht lieber auf die Spielleitung konzentrieren? Auch mal etwas weglächeln?“ 

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