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Gemischte Gefühle: Peißenbergs Trainer Bodo Nusser bereitet der nicht enden wollende Aufstiegsjubel seiner Spieler Sorge.

Coach prognostiziert Aufsteiger-Lehrstunden

Nusser: Peißenberg-Euphorie „muss raus aus den Köpfen“

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Nach dem zweiten Aufstieg in Folge schweben viele Spieler des TSV Peißenberg noch immer auf Wolke sieben. Trainer Bodo Nusser verfolgt diesen Zustand mit Sorge. Vor dem Start in die Kreisliga 1 an diesem Wochenende mahnt er bei seinem Personal Bodenhaftung an.

Peißenberg – Das entscheidende Aufstiegsspiel gegen die SG Hausham liegt bereits zwei Monate zurück. Dennoch ist die Euphorie beim TSV Peißenberg nach dem zweiten Aufstieg in Folge, der den Verein von der A-Klasse in die Kreisliga geführt hat, noch nicht abgeebbt. „Die Jungs haben das noch nicht realisiert. Sie glauben, dass es so wie in der Kreisklasse weitergeht“, sagt Coach Bodo Nusser, der aufgrund des jüngsten Erfolgs noch ein Jahr drangehängt und seinen Abschied verschoben hat. „Das muss schnellstens aus den Köpfen raus und sie müssen den Schalter umlegen“, so der Coach. Er sieht sich vor allem als Psychologe gefordert: „Wir haben kein leichtes Auftaktprogramm, da könnte schon die eine oder andere Lehrstunde drohen“, so Nussers Befürchtung.

Nach anfänglichen Problemen in den Testspielen zeigte seine Mannschaft zuletzt beim 2:1-Erfolg gegen den FC Füssen eine durchaus ansprechende Leistung. „Das war schon ganz gut“, urteilte Nusser nach dem Duell gegen den Kreisligisten aus dem Allgäu. Seine Startelf für die Auftaktpartie an diesem Samstag gegen TuS Holzkirchen II (17 Uhr) hat er in der Zwischenzeit weitgehend zusammen. Viel ändern wird er gegenüber der vergangenen Saison nicht, da sein Kader praktisch unverändert geblieben ist.

Einen gewichtigen Abgang musste der Aufsteiger allerdings hinnehmen, nachdem Antreiber, Spielmacher und Torjäger Georg Reich – vergangene Saison erzielte er elf Treffer – seine Karriere beendet hat. „Sein Abschied tut weh, ihn kann man nicht ersetzen“, trauert Nusser seinem Routinier nach. „Jetzt müssen halt die anderen in die Bresche springen und noch mehr laufen“, so Nusser. Er hofft, die Lücke im Kollektiv schließen zu können. Neuzugänge neben einigen Spielern aus der eigenen Jugend gab es mit Mert Genc und Maik Karaman, die vom Kreisklassisten BSC Oberhausen zum TSV wechselten, lediglich zwei. „Die Trainingsbeteiligung war sehr gut“, lobt Nusser seine Mannen, die vor allem an der Kondition arbeiteten. „Wir müssen vor allem über den Kampf kommen“, sieht Nusser die anderen Teams in der Liga auf der spielerischen Seite im Vorteil.

Gegen Holzkirchens Reserve, die er bei einem Testspiel beobachtet hat, erwartet er ein Duell auf Augenhöhe. „Die haben eine junge Mannschaft und zwei Routiniers. Das wird gleich ein Gradmesser“, so Peißenbergs Trainer. Er hofft jedenfalls auf den einen oder anderen Punkt zum Start, obwohl die nächsten Wochen alles andere als leicht werden. Mit Ohlstadt, Kreuth und Waldram warten dann auf die Peißenberger gestandene Kreisligateams. „Dann werden wir wissen, wo wir stehen“, sagt Nusser, der vor allem die DJK Waldram, den ASV Habach, aber auch den SV Polling als Anwärter auf den Titel erachtet. Die Ziele des TSV-Trainers sind dagegen wesentlich bescheidener: Er will mit seiner Mannschaft lediglich die Klasse halten.

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